„Geben Sie dem Mitarbeiter immer wieder die Möglichkeit, Fehler zu machen.“Die Mehrheit meiner Stammleser kommt aus der Werbung und wird da ebenso lachen müssen, allen anderen möchte ich eine der erfolgreichsten und kreativsten Werbeagenturen der Welt vorstellen: http://www.wklondon.com/ Deren Weblog läuft unter dem Motto:
„Embracing failure since 1998.“Und zwar warum? Erstens natürlich, weil entweder Wieden oder Kennedy irgendwann mal sinngemäß gesagt haben soll (jaja, ich weiß Recherche, Qualitätsjournalismus, mir doch egal):
„Jemanden, der in seinem Leben nicht mindestens drei Mal richtig auf die Schnauze gefallen ist, kann ich gar nicht ernst nehmen.“*Zweitens aber weil die Freiheit, Fehler machen zu dürfen (und sie im Idealfall sogar zu fordern), das Überleben des Unternehmens sichert. In einer Atmosphäre der Angst entsteht genau gar nichts. Außer Angst und Dienst nach Vorschrift. Das weiß man, wenn man so etwas wie Sandkasten und Kindergarten kennt. Wer als Unternehmer glaubt, das wäre nur bei dem zu kündigenden Objekt der Nichtbegierde der Fall, der ist dumm.
Manchmal bin ich heilfroh, in einer Branche zu arbeiten, in der Mut (manchmal) gefördert und gefordert wird und in der so ein Spacken wie der aus Panorama lachend vom Hof geprügelt würde.
Was übrigens auch jeder Unternehmer tun sollte, wenn ihm ein Anwalt derartige Killertipps gibt.
Now playing: Hannes Wader – Bürgerlied
*Wenn jemand genaueres weiß, bitte ich um Aufklärung in den Kommentaren.
3 Kommentare:
"In einer Atmosphäre der Angst entsteht genau gar nichts."
"Das weiß man, wenn man so etwas wie Sandkasten und Kindergarten kennt."
Was soll ich dazu noch kommentieren?
Vielleicht Einstein?
"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig darauf zu hoffen, dass sich etwas bessert."
Richter geben solche Seminare. Arbeitsrichter. Beinahe hätte ich das in Großbuchstaben und mit sieben Ausrufezeichen geschrieben.
Das ist natürlich nochmal einen Zacken heftiger. Dass das überhaupt erlaubt ist.
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