Dienstag, Januar 27, 2009

Die Rettung: Bullshit-Ping-Pong!

Gute Nachricht für alle Bullshit-Geschädigten! Das exzessive Spielen von Bullshitbingo hat einen erheblichen Nachteil: Man häuft recht schnell einen unverhältnismäßig großen Vokabelschatz an, über den man dann lange Zeit leise fluchend grummeln kann. Jetzt gibt es aber ein neues Spiel, mit dem sich diese Last leichter ertragen und außerdem im nächsten Meeting proaktiv, zielgerichtet und zeitnah einsetzen lässt: Bullshit-Ping-Pong.

So ärgerlich es ist, Bullshit-Vokabular anzuhäufen, so befreiend ist es, den Mist wieder loszuwerden. Und das geht so: Man braucht einen Partner, mit dem man spielt. Anpfiff ist 15 Minuten nach Beginn des Meetings, denn bis dahin sollte alles Wesentliche gesagt sein, kein Meeting muss länger dauern, ab Minute 15 ist Bullshit-Zeit. Also legt der erste los und bringt einen Satz mit Bullshitfloskel. Damit ist der Ball beim Partner, der nun seinerseits einen Nullsatz bringen muss. Und so weiter hin und her. Wer zuerst lacht, hat verloren.

Allerdings kann es natürlich passieren, dass plötzlich irgendein Anfänger in der Runde „Bingo!“ ruft. Lächeln Sie einfach mitleidig.

Now playing: S.O.D. – Get a real job

Montag, Januar 26, 2009

Schwachmatisten.

Gute Nachricht für alle Vollidioten: Ihr dürft verkleidet im Fernsehen auftreten! „A mental“ ist im englisch Umgangssprachlichen ein Durchgeknallter. So gesehen passt die Bezeichnung „Mentalisten“ eigentlich ganz hervorragend zu den Vögeln, die bei „The Next Uri Geller“ the next Uri Geller werden wollen. Früher hätten die sich „Magier“ genannt und noch früher „Zauberer“. Das war in der Zeit, in der man noch mit einem Zauberkasten Zauberer war und nicht mit gebrandetem Harry-Potter-Cape.

Aber Zauberer klingt heute mehr nach Zirkus und ihr Treiben als Magie zu preisen, käme dann doch selbst dem Dreistesten nicht in den Sinn, also nennen sie sich „Mentalisten“. Als Mentalist darf man nur wenig sprechen und das auch nur sehr langsam. Der Blick muss immer grimmig oder leicht abwesend in die Ferne gerichtet sein. Und wer lacht, verliert. Wenn ein Mentalist einen Mentalisten ankündigt, muss er dabei die Augenbrauen zusammenziehen und immer etwas skeptisch klingen, so als hätte das, was gleich kommt, in den Proben nie geklappt.

Dann braucht man natürlich noch jemanden, mit dem man seine Tricks machen kann. Blöd, wenn man nur aus dem Pro7-Sortiment wählen kann und deshalb auf eine Schauspielerin (?) zurückgreifen muss, auf einen Comedian (?) der das ganze offensichtlich erfrischend albern findet und auf ein Pop-(?)-Sternchen, das selbst die einfachsten Briefings nicht kapiert und dadurch fast die Nummer versaut.

Da wünscht man sich doch wirklich seinen Zauberkasten zurück, da haben von 100 Tricks wenigstens fünf funktioniert. Denn als Geister ruft euch nur, zu seinem Zwecke, erst hervor der alte Meister. (Um endlich mal wieder mit Goethe zu posen.)

Now playing: Jaqueline Boyer – Zauberhaft

Freitag, Januar 23, 2009

Sachdienliche Hinweise dringend erbeten.

"Graffiti ist gefährlicher als DU denkst."



1. Warum ausgerechnet ich?
2. Warum überhaupt?
3. Warum pennt der Typ?
4. Warum sprayt der eine U-Bahn an die Wand?
5. Warum hängt ein solches Plakat nun ausgerechnet in der Schanze?
6. WTF?

Now playing: Nena - ?

Dienstag, Januar 20, 2009

Aber im Sommer ist es hier echt schön!

Immer nur zu twittern ist zwar keine Lösung, aber manchmal braucht man eben nicht mehr als 140 Zeichen. Gotham Hafencity im Nachtnebel:



Now playing: Stece Bug - Fog you

Dienstag, Januar 13, 2009

Millionenschwere Kampagne vs. 140 Zeichen oder: Warum Unternehmen vielleicht doch twittern sollten.



Von "nicht auf dem Zettel" zu "verkauft" in fünf Minuten. Und Paul Mitchell weiß nicht wieso, weshalb, warum. Mag die Marke vielleicht auch nicht interessieren, verkauft ist verkauft.

Blöd wird es nur, wenn es andersrum läuft: Kunden verloren in fünf Minuten und keiner weiß auch nur dass überhaupt ein Kunde weg ist. Geschweige denn wieso, weshalb, warum. Wenn mir in meinem Twitterstream von etwas abgeraten wird, dann ist die Chance groß, dass ich mich für eine andere Marke entscheide. Gerade bei Allerweltszeug wie Haarpflege, Tee oder Dosentomaten. Da könnt Ihr tausend Deckenhänger, Zweitplatzierungen, Spots, Anzeigen und sonstwas auffahren. Geschlagen von 140 Zeichen. Monitoring ist zwar schön und gut, aber besser ist es, wenn man auch darauf reagieren kann. Also Kinners, auf auf und losgetwittert. Und lasst Euch von den Twitternörglern nix erzählen.

Now playing: Cherry Poppin' Daddies - You better move

Bloggen für nen guten Zweck.

Vor einigen Tagen hatte ich Post von Herrn Pfaff. Das ist ein freier CD/Texter/Wasmitwerbunghalt, der seine Dienste gerade bei ebay feilbietet. Und die Hälfte des Erlöses spendet er für einen guten Zweck. Das ist natürlich auch Eigen-PR, aber das sagte er gleich frei heraus und deshalb kann ich es auch guten Gewissens verlinken. Man hilft ja gerne.

Falls jemand gerade nicht weiß, wohin mit all seiner Hilfe, der sollte mal bei Slow way down vorbeischauen: Mit dem Moped von Hamburg nach Kapstadt. Mehr dazu und überhaupt via Tim

Now playing: Parker - Things can get better

Sonntag, Januar 11, 2009

"Und die Bouillabaisse bitte mit Tofu statt mit Fisch!"

Einer der Gründe, warum man in den Bio-Supermarkt gehen muss, ist die Vielfalt der Produkte, die sich doch ziemlich von denen im normalen Supermarkt unterscheidet. Das liegt vor allem am hohen Anteil an Vegetariern und Veganern, denn für, zum Beispiel, Brotaufstriche wie Apfel-Zwiebel oder Senf-Ruccola braucht man auch erstmal eine Zielgruppe. Und bei Lidl und Konsorten dürften dererlei Orchideenprodukte wohl eher zu den 70% (?) der Produkteinführungen zählen, die in nullkommanix wieder ausgelistet werden.

Aber auch bei Produkten für Veganer bleibt nicht alles im Regal, was sich die Biomenschen so ausdenken. Neulich bei Alnatura:


Die Antwort ist sehr umsichtig und vorsichtig formuliert, verständlich, immerhin redet man mit einer Kundin. Schlauer wird sie dadurch aber nicht. Deshalb als exklusiver Service für alle Veganer hier die eigentliche Antwort im Wortlaut:
Liebe Veganer,

da sich unser Versuch, Mayonnaise ohne Ei herzustellen, sehr schnell als die größte Schwachsinnsidee in der an Schwachsinnsideen nicht gerade armen Geschichte des Kochens entpuppt hat, haben wir uns wieder für die traditionelle Zubereitung entschieden.

Falls Sie aber dennoch nicht auf Ihre blöde Mayonnaise ohne Ei verzichten wollen, geben wir Ihnen gerne das Rezept:

Zunächst das tradiotionelle: 1 Eigelb, 500 ml Pflanzenöl, 1 TL englischer Senf, 2 TL Weißweinessig, eine Prise Salz, etwas Zitronensaft.

Das Eigelb in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen kurz aufrühren. Salz, Senf und die Hälfte des Essigs dazugeben und zwei, drei Minuten verrühren. Jetzt unter Rühren das Öl hinzugeben und weiter rühren, bis die Mayonnaise emulgiert. Zum Schluss den Zitronensaft und Würze nach Wunsch hinzugeben, ist die Mayo zu dick, den restlichen Essig dazu geben. Fertig.

So. Und das probieren Sie jetzt mal ohne Eigelb. Was Sie danach haben, kann man mit etwas gutem Willen vielleicht noch als Vinaigrette bezeichnen, mit Mayonnaise hat das nichts zu tun.
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Soja.

Now playing: Paul Glaeser & Patrick Jaymes – Taste of real things

Donnerstag, Januar 08, 2009

Kurze Frage:

Warum, warum, warum muss auf dem Air-Berlin-Plakat neben dem vom Urlaub träumenden Mädel noch der Satz stehen: "Ich brauche unbedingt einen neuen Bikini"? Was geht da an mir vorbei?

Now playing: The Pardoners - I don't get it

Freitag, Januar 02, 2009

2009, eins muss ich Dir lassen: Du fängst gut an.

Gute Nachricht für alle, die darauf gewartet haben, wann ich zum ersten Mal in diesem Jahr daneben liegen würde: Ist erledigt. Eigentlich habe ich gedacht, den Deutschen könne es gar nicht dreckig genug gehen, sie würden immer noch ihr letztes Geld in Lärm und Gestank investieren, aber, nix war!

Statt mit 40 Tonnen Müll zu glänzen wie beim letzten Mal, haben Pack und Pöbel sich dieses Jahr in Hamburg dafür entschieden, sich mit der vergleichsweise bescheidenen Produktion von 25 Tonnen Silvestermüll zufrieden zu geben. Da gratuliere ich ganz herzlich und wünsche ein dermaßen beschissenes Jahr 2009, dass die Menge vielleicht binnen Jahresfrist nochmal in etwa um das Gleiche zurück geht.

Now playing: Jimi Hendrix - Auld Lang Syne