Zumal es arg peinlich hätte werden können, mit einem souveränen „Ladys, lasst mich doch mal kurz durch“ den Kenner raushängen zu lassen, nur um dann unter den Blicken der Zuschauer nach meinem Log-In-Versuch ein „Es sind keine StadtRÄDER verfügbar“ zu ernten.

Das muss man sich nämlich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ich stehe an einer Fahrradstation, will ein Fahrrad mieten und die Station sagt mir hanseatisch zurückhaltend, es wäre gerade keins verfügbar. In Berlin hätte mir der Apparat ob meines Mietversuchs vermutlich erwidert: „JUNGE MACH DIE AUGEN AUF! SIEHST DU HIER IRGENDWO EIN FAHRRAD STEHEN?“
Das wäre allerdings doppelt unhöflich gewesen, denn verunsichert habe ich nochmal nachgeschaut und siehe da:

Zugegeben: Von zwei auf null ist es nicht weit. Aber: Wäre es übertriebene Pedanterie darauf zu bestehen, nach einem schönen Tag im Zoo mit zwei Kindern wieder nach Hause zu kommen, anstatt mit keinem?
Aber gut. Der Regen hätte mich eh kalt erwischt und noch blöder als hilflos zu versuchen, ein Rad loszubekommen, ist es vermutlich, im T-Shirt bei Regen hilflos zu versuchen, das Scheißding wieder elektronisch festzuzurren und kläglich zu scheitern. Am besten noch begleitet von der Meldung an der StadtRAD-Station: „Es ist keine StadtRAD-Station verfügbar.“
Now playing: Roxette – Dressed for Success

4 Kommentare:
hm - schade, in Chemnitz funktioniert dad erstaunlich gut :) Aber so n dolles Datschskriehn haben wir nicht :(
Wahrscheinlich funktioniert es deshalb ^^
Radfahren in HH hab ich aufgegeben - es sollte hier nämlich nicht Radfahren heißen, sondern Kriegshandlung. Zu viele von allen einfach.
Stimmt. Ist etwas schweiß- und adrenalintreibend hier.
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