Donnerstag, April 02, 2009

Dies ist kein Blogeintrag.

Aber es ist auch kein Tweet. Gibt es was dazwischen? Wenn nicht, dann jetzt. Dies ist ein Bleet (phonetik, anyone?) (eat this, re:publica 10):

Bisherige Generationen haben sich durch neues Kommunikationszeug (Schrift, Buchdruck, Telefon, Fernsehen, Internet, Stuff) immer bedroht gefühlt. Das war nicht schlecht oder gut, das war einfach so und es hat Kritiker hervorgebracht. Kritiker sind allerdings immer gut. In Zukunft wird sich die Kommunikation zu schnell ändern, als dass sich Kritiker formieren könnten - wenn sie fertig sind, gibt es längst was Neues. Kritik wird also mehr und mehr verhallen, weil auch die Kritiker nicht mehr kritisch sind. Das wird schlecht sein, sag ich mal so in den Raum.

PS: Doch kein Bleet, viel zu lang. Einfach nur ein Blogeintrag.

Now playing: Depeche Mode - It's no good*

*ich weiß, ich weiß

Kommentare:

Joshuatree hat gesagt…

Ich fand das höchst intelligent, was Sie absonderten. Vor allem, weil gewisse "Basics" in der Kommunikation immer noch wirken, aber als "oldschool" empfunden werden.

Denn "sowas ginge ja gar nicht" ;-)

ramses101 hat gesagt…

Im Prinzip kann die Kommunikation ja auch nicht immer wieder neu erfunden werden. Mich stört halt bei den neuen Formen, dass es so gut wie keine Kritiker aus den eigenen Reihen gibt - und Kritik aus den Reihen der Zeitungen wird permanent als rückständiges Genöle abgetan.

Dabei ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis der erste bei einem Unfall erstmal drüber twittern muss, bevor er erste Hilfe leistet. Mit Foto natürlich und in der Hoffnung, dass ihn das berühmt macht.

Ich finde das ja auch alles ganz toll und dufte, aber bisserl mehr Kritik als die von ausschließlich Don Alphonso darfs schon sein.

Joshuatree hat gesagt…

Schön, dass die re:publica im altbewährten Rahmen der persönlichen Kommunikation stattfand. Also mit echten Menschen um sich herum und Bockwurst, Kuchen, Wasser und Wein und so... Wenn das kein klares Zeichen ist für ein "Benchmarking" innerhalb der bestehenden Kommunikationsformen - und eine Bestätigung für Howard Rheingolds Standardwerke.

Wir wissen alle, dass jeder virtuell ein Sender sein kann. Das wars dann. Kommen Infos aus Burma (wie vor kurzer Zeit) werden die auch von sog. Sendern ohne journalistische Erfahrung inhaltlich schwachgeredet. Diese ganze politische Bloggerei zieht immer eine Recherche voraus oder hinter sich - wie bei klassischen Medien auch. Ich glaube fast gar nichts mehr, was ich nicht selbst recherchierte.

btw - und mit vollem Ernst: Sie lesen Don Alphonso wirklich? Ich nur aus Spaß ...

ramses101 hat gesagt…

Ich lese ihn, weil es m.E. keinen anderen gibt. Sobald mal berechtiget Kritik an diversen Blogs oder Blogprojekten kommt, die erst auf Papier gedruckt wurde, geht ein Schrei der Empörung durch die Blogosphäre, der so unreflektiert ist wie der eines kleinen Kindes, dem man nach dem achten Eis sagt: Ist gut jetzt.

Ich finde seine Art besserwisserisch und arrogant, aber wer so oft Recht behält, darf eben auch rechthaberisch sein. Außerdem ist das Teil der Figur. Privat ist er vermutlich ein ganz netter Kerl.

Joshuatree hat gesagt…

Lieber Ramses, die Sätze Ihres letzten Absatzes erinnern mich an historische Figuren aus unserem Berufszweig, die dem "Don" gar nicht passen...

btw: Bislang ist z.B. die Prophezeiung seiner Vision des wirtschaftlichen Untergangs der Insel Irland nicht eingetreten ... während Neo-Nostradamus einen Fiat ohne Pannen fährt.

Wahrscheinlich war er der Hintermann, der Fiat durch die Fusion mit Chrysler an die US-Geldquellen brachte ;-)

ramses101 hat gesagt…

Historische Figuren? Dafür bin ich wohl nicht Insider genug. Ich sag ja auch gar nicht, dass er immer REcht hat. Und seine Meinungen zu Entwicklungen außerhalb der MEdien interessieren mich auch weniger. Ich bezog mich rein auf seine kritische Ansichten in BEzug auf manche Blogger und Socialmedia-"Experten". Wobei letztere natürlich mittlerweile deutlich mehr GEgenweinde bekommen. Recht so.