Donnerstag, Juli 31, 2008

Warum jubeln die eigentlich alle?

Die scheinen nicht ganz begriffen zu haben, was das Verfassungsgericht da eigentlich entschieden hat. Bis Ende 2009 habt Ihr Zeit. Was dann kommt, steht hier: Das absolute Rauchverbot. Nix mehr mit "Raucherräumen". Wer das jetzt begreift, hat langfristig eigentlich alle Chancen der Welt.

Nach 2009 wird es nämlich folgendermaßen aussehen: Die Übergangslösung wird für eine stärkere Teilung der Gästestruktur gesorgt haben. War es früher in einer Kneipe mit einigen Rauchern für Nichtraucher noch auszuhalten, wird das jetzt in Raucherkneipen nicht mehr der Fall sein. Die Raucher werden in Scharen in diese Kneipen rennen und dort um ihr Leben rauchen. Das hat die Erfahrung mit den so genannten Clubheimen gezeigt. Selbst gemäßigte Raucher haben es darin nicht allzu lange ausgehalten.

Die Nichtraucher werden völlig aus diesen Kneipen verschwinden. Und 2010 folgen dann die Raucher. Wer sich also bisher über 30% Umsatzeinbußen beklagt hat, kann schon mal üben für die 100%. Feiert schön.



Now playing: Janet Feld - He never saw it coming

Montag, Juli 28, 2008

Eat this, Plattenindustrie!

Youtube macht es möglich: Der erste Sommerhit seit drölfzig Jahren, der ohne Techno auskommt. Und einen eigenen Tanz wird es wohl auch nicht geben.



"Ick hab die Schürze um, ick dreh die Würschte um, ick bin der Bernd und steh am Grill ..."

Großartig.

Now playing: s.o.

Donnerstag, Juli 24, 2008

Montag, Juli 14, 2008

Hab Dich! Na ja, fast jedenfalls ...

... immerhin benachbarter Kontinent. Die neue Kartenfunktion bei Xing ist jedenfalls noch sehr beta (Klick macht groß):



Ich weiß sowieso nicht, was das soll. Ist das jetzt das Web-Equivalent zur Wo-ich-überall-war-Tapete im Jugendzimmer? Oder muss ich erst im Internet nachschlagen um zu sehen, wo meine Kontakte sich (Pi mal Daumen) befinden?

Andererseits beruhigend, dass das mit dem Bewegungsmelder Internet offensichtlich doch noch nicht ganz rund läuft.

Now playing: Toto - Africa

Freitag, Juli 11, 2008

Der Klopper zum Wochenende.

Das Problem dieser Welt sind die ganzen Vollidioten da draußen (Klick macht groß).



Now playing: Van Der Graaf Generator - Nutter Alert

Donnerstag, Juli 10, 2008

You can't beat the real thing.

Alt, aber immer aktuell, da es sich schlicht um die größte Marketingstory aller (da lege ich mich fest) Zeiten handelt: “Für Gott, Vaterland und Coca-Cola“. Die Geschichte eines morphiumsüchtigen Pharmazeuten mit Visionen:
“Wenn ich 25 000 Dollar hätte, würde ich 24 000 in die Werbung und den Rest in die Herstellung von Coca-Cola stecken. Dann wären wir alle reich.“ John Pemberton
Tja. „Reich“ ist gut. Ganz große Popcornliteratur ist natürlich auch die Geschichte eines der größten Marketingflops überhaupt: New Coke. Aus der Einleitung:
„Es sei höchste Zeit, den Geschmack von Coca-Cola zu ändern. Das Getränk sei früher gut gewesen, doch die Geschmäcker änderten sich (...) Drei Monate lang wurde das sture Management von Coca-Cola von Tausenden von Telefonanrufen und Wagenladungen von Briefen überschwemmt: "Coke zu ändern ist das gleiche, als wenn Gott das Gras purpur färben würde." "Wenn Sie bei uns in der Einfahrt die Flagge verbrennen würden, könnte mich das keinen Deut stärker aufregen." (...) Es ließ sich nicht länger abstreiten, der Kubaner und seine Manager, seine Marktumfragen und seine Werbeleute hatten sich verrechnet.(...)

Robert Goizueta und seine Mitstreiter erhielten eine kurze, prägnante Geschäftslektion; sie kapitulierten schließlich und gaben einer dankbaren Welt die alte Coke zurück. Es ging nicht um den Geschmack. Es ging auch nicht um Marktumfragen oder Zielgruppen. Es ging um Gott. Es ging um das Vaterland. Es ging um Coca-Cola.“
Absolut lesenswert, auch und gerade für Fans der Marke (wie mich), denn das Buch ist zwar kritisch, aber keine Kampfschrift wider den Imperialismuskapitalismus. Und die ach so geheime Formel steht im Anhang.

Now playing: Robin Beck – First Time

Dank an Patrick für den Spot.

Donnerstag, Juli 03, 2008

Öffentliche Vorführung, Aufbahrung und wahrscheinlich noch vieles mehr.

Kennen Sie das? Das permanente Zitieren kollektiven Gedankengutes, das der Zitierende dennoch für einen blitzgescheiten und neuen Gedanken hält, von dem noch keiner was gehört hat – und der nicht mal stimmt? Ein Paradebeispiel dafür findet man heute auf wuv.de. Nachdem vor 1000 Jahren erst eine Studie herausfinden musste, dass englische Claims in der deutschen Werbung vielleicht nicht ganz so gut funktionieren, nimmt man sich jetzt auch in der Fachpresse dieses Themas an.

Wenn man dann über Anglizismen (oder einfach: Englisch) redet, ist es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis das „Public Viewing“ zur Sprache kommt. Und siehe da:
W&V: Herr Samland, was fällt Ihnen ein, wenn Sie "Public Viewing" hören?

Samland: Die öffentliche Aufbahrung eines Verstorbenen.
Super nachgeplappert! Dabei übersieht er nur die Kleinigkeit, dass das nämlich nur eine der Bedeutungen im englischen ist. Eine andere findet man zum Beispiel hier.

Now playing: Escapist – Annoying

Mittwoch, Juli 02, 2008

Wird langsam eng.

Dinge, die in der Werbung immer gehen, wenn einem sonst nichts einfällt:

Kinder? Logisch.
Prominente? Auch klar.
Hundebabys? Ähhh ...



Now playing: Rita Mizrahi Shamie - How much is that doggy in the window?

Update: War wohl nur ein einzelner Spinner, der auch mal was sagen wollte.

Dienstag, Juli 01, 2008

Und da hält man Homer Simpson für eine Karikatur.

Atomstrom ist eigentlich Ökostrom. Das wissen wir alle, denn Uran wird aus Gänseblümchen gewonnen und dann emissionsfrei zum Werk gebeamt. In dem Langzeitversuch Schöppenstedt wurde außerdem gezeigt, dass radioaktive Salzlauge 20 Jahre lang auslaufen kann, ohne dass sie die Vögel dazu bringt, tot vom Himmel zu fallen - was man von den drecksgefährlichen Windrädern ja wohl noch lange nicht behaupten kann. Was wollen die Ökos denn noch, verdammte Axt? Wie? den Beweis, dass man Plutonium auch direkt ins Grundwasser spülen kann, ohne dass was ist? Ok. Probieren mer das halt auch mal aus. Aber dann seid ihr zufrieden, ja?

Ich persönlich mach das ja schon länger und kann es nur weiter empfehlen. Ab und zu eine Prise Polonium ins Blumenwasser und schon wachsen der Kapuzinerkresse lustige Alienköpfchen.



Now playing: A.D.H.D. – Fools Paradise

Schöppenstedt-Link via Weltregierung, Boulder-Link via BadA$$Mood