Donnerstag, Juli 10, 2008

You can't beat the real thing.

Alt, aber immer aktuell, da es sich schlicht um die größte Marketingstory aller (da lege ich mich fest) Zeiten handelt: “Für Gott, Vaterland und Coca-Cola“. Die Geschichte eines morphiumsüchtigen Pharmazeuten mit Visionen:
“Wenn ich 25 000 Dollar hätte, würde ich 24 000 in die Werbung und den Rest in die Herstellung von Coca-Cola stecken. Dann wären wir alle reich.“ John Pemberton
Tja. „Reich“ ist gut. Ganz große Popcornliteratur ist natürlich auch die Geschichte eines der größten Marketingflops überhaupt: New Coke. Aus der Einleitung:
„Es sei höchste Zeit, den Geschmack von Coca-Cola zu ändern. Das Getränk sei früher gut gewesen, doch die Geschmäcker änderten sich (...) Drei Monate lang wurde das sture Management von Coca-Cola von Tausenden von Telefonanrufen und Wagenladungen von Briefen überschwemmt: "Coke zu ändern ist das gleiche, als wenn Gott das Gras purpur färben würde." "Wenn Sie bei uns in der Einfahrt die Flagge verbrennen würden, könnte mich das keinen Deut stärker aufregen." (...) Es ließ sich nicht länger abstreiten, der Kubaner und seine Manager, seine Marktumfragen und seine Werbeleute hatten sich verrechnet.(...)

Robert Goizueta und seine Mitstreiter erhielten eine kurze, prägnante Geschäftslektion; sie kapitulierten schließlich und gaben einer dankbaren Welt die alte Coke zurück. Es ging nicht um den Geschmack. Es ging auch nicht um Marktumfragen oder Zielgruppen. Es ging um Gott. Es ging um das Vaterland. Es ging um Coca-Cola.“
Absolut lesenswert, auch und gerade für Fans der Marke (wie mich), denn das Buch ist zwar kritisch, aber keine Kampfschrift wider den Imperialismuskapitalismus. Und die ach so geheime Formel steht im Anhang.

Now playing: Robin Beck – First Time

Dank an Patrick für den Spot.

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