Freitag, Februar 22, 2008

Was machen Sie eigentlich beruflich? Ich ... äh ... bin Pianist in einem Bordell.



"Don't call it schnitzel."

But fucking why? Because there isn’t even a fucking quantum of fucking meat in it? Or just because schnitzel sounds so fucking uncool? You know fucking what? I was just looking for that fucking ... thing ... in my fucking supermarket but hey: I couldn’t remember what it’s fucking called! Just that I better don’t call it a fucking schnitzel! Ain’t that fucking crazy? OMG!!! WTF???

Now playing: Depeche Mode - Shame

Update: Jörn zeigt, dass da durchaus was dran ist. Dann war das wohl eher so eine Art Flucht nach vorn: "Aber, passen Sie bloß auf, dass ihre Kreativen dass Ding nicht aus Versehen als Schnitzel bezeichnen. Sonst haben wir in nullkommanix den Verbraucherschutz an den Hacken."

Kommentare:

samoafex hat gesagt…

Kann es sein, dass das ... sagen wir, inspiriert wurde von der "Neuburger"-Kampagne ("Sagen Sie niemals Leberkäse zu ihm!" - http://www.neuburger.at), die in österreichischen Landen gefahren wird und mittlerweile eine kleine Gegenkampagne ("Sagen Sie Leberkäse zu ihm!" - mir fällt der Hersteller nicht ein, was für Neuburger spricht ...) auf den Plan gerufen hat?

Oder ist das hier schon älter?

eigenart hat gesagt…

Und bloß nicht Ravioli!

Muss man eigentlich bei den Nicht-Schnitzeln direkt ne Nicht-Zitronenscheibe mit in den Toaster schmeißen oder gibt's zum Nicht-Schnitzel gar keine Nicht-Zitrone?

Und der Typ im Spot ist obendrein Nicht-Kai-Pflaume.

eigenart hat gesagt…

Wow!

Sounds as if I was fucking toasted!

Sue hat gesagt…

Ich oute mich jetzt mal: ich finde diese Line geil.
Allein dass es dem Kunden präsentiert wurde, und dann auch noch genommen: Respekt.
Weil es selten dämlich und zugleich geil ist.
Aber: Das Produkt an sich jagt mir kalte Schauer über den Rücken.

ramses101 hat gesagt…

@Samoafex: Nee, ist ganz aktuell. Aber dass die geklaut haben, glaub ich nicht. Was mir bei dem Neuburgerlink übrigens besonders gut gefällt, ist übrigens das Magazin "Fast Good". Hammer!

@eigenart: Toasted Ravioli hab ich auch mal gemacht. Aus Versehen. Betrunken.

@Sue: Ich glaube eher, dass sich die Agentur da gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen musste. Das klingt doch ziemlich nach Verfilmung des Briefings. Nach dem Motto:

"Bloß nicht altbacken klingen, wir verstehen unser Produkt als trendigen Convinience- und Lifestyle-Snack. In der Entwicklungsphase hat sich aber in den Tests immer wieder gezeigt, dass das eher mit Schnitzel assoziiert wird. In die Ecke wollen wir gar nicht erst rein! Immer die Zielgruppe im Auge behalten!"

Mit Deiner Produkteinschätzung geb ich Dir natürlich Recht. Vielleicht findet sich ja mal ein todesmutiger Testesser, der seinen Toaster ohnehin gerade wegschmeoißen wollte?

Anonym hat gesagt…

Der Schauspieler Helmut Berger hatte mal einige Freunde zu einem Essen eingeladen, als ihm plötzlich die Wiener Schnitzel ausgingen. Kurzerhand panierte er Servietten und servierte diese. Und so ähnlich dürfte auch dieses "Kein Schnitzel" entstanden sein, oder?

Sue hat gesagt…

Panierte Servietten... sehr schön.
Aber ich weiß nicht, ob man jemanden findet, der das freiwillig isst. Das ist doch eher was für Marktforschungsleute, die bezahlt werden.
Wenn man Zeit hätte, könnte man auch das Regal im Supermarkt seines Vertrauens überwachen.
Wahrscheinlich will man die Leute, die das kaufen, weder sehen noch kennen.

Jörn hat gesagt…

Hat hier jemand "todesmutiger Testesser" gesagt?

Jörn hat gesagt…

Ach ja, @ e!genart: Laut Beipackzettel findet sich in den Zutaten auch Zitronenaroma und Zitronenfruchtpulver. Soviel also zur mitzutoastenden NIcht-Zitrone.

eigenart hat gesagt…

Hui, das Toast-Schnitzel gewinnt bereits den zweiten Innovationspreis.

Wofür?
Modernes Recycling?