Mittwoch, September 26, 2007

Sensation: Peugeot baut Autos für draußen.


Der Peugeot 207 SW in der Outdoor-Variante. Ich kann den Erdrutsch auf dem Automarkt schon rumpeln hören. Wenn das Beispiel Schule macht, die Autos nach draußen zu schicken, brauchen wir bald Autobahnen.

Now playing: Andy Guthrie - Come back in

Ungewöhnlich und innovativ?

Hmmmmm, nö. Da muss man schon Politiker sein, um sowas allen Ernstes als "bewegenden" Song zu bezeichnen - und dann auch noch in den Handel zu bringen.

Now playing: Torfrock - Stech den Torf Du Torfstechmeister

Via Sargnagelschmiede

Dienstag, September 25, 2007

Ist mal wieder soweit.

Beim Weinanbau ist es so: In Ländern, in denen die Sonne ihren Job nicht immer mit der gewünschten Zuverlässigkeit erledigt, kommt unter Umständen „Sonne aus dem Sack“ hinzu – der Wein wird nachträglich gezuckert, denn ohne Zucker kein Alkohol und das wäre doof.

Das nennt man Chaptalisation und die ist dort erlaubt, wo es ab und zu nötig ist (Frankreich, Deutschland etc.) und die ist dort verboten, wo es eh nie notwendig ist (Kalifornien. Australien etc.).

Nun kann es aber in manchen Ländern auch passieren, dass die Sonne ihren Job nur allzu ernst nimmt und zu lange auf die Beeren einwirkt, so dass sämtliche Säure flöten geht. Und ein Weißwein ohne Säure ist nix, deshalb wird in solchen Fällen Säure hinzu gegeben.

Das nennt man Azidifikation und die ist dort erlaubt, wo es ab und zu nötig ist (Kalifornien. Australien etc.) und die ist dort verboten, wo es eh nie notwendig ist (Frankreich, Deutschland etc.).

Das kann man ruhig mal albern finden.

Was man auch albern finden sollte, ist der Streit zwischen Verfechtern von Mund-zu-Mund-Propaganda (wenn man die übrigens als „Word-of-Mouth-Marketing“ bezeichnet, wird sie automatisch um 17% effektiver) und klassischer Werbung, die per E-Mail weitergeleitet wird (wenn man das übrigens als „Viral-Marketing“ bezeichnet, wird die Agentur automatisch um 17% jünger).

Ich kann es nimmer hören. Da stellt sich also ein CEO hin und verkauft es als Wahnsinnserkenntnis, dass Mundpropaganda besser verkauft als Werbung. Hammer!

Macht doch einfach gute Produkte, dann wird drüber geredet. Und macht doch einfach gute Werbung, dann kommt auch noch das passende Image dazu. Im Prinzip isses das.

Now playing: Steve Porter – Can You Believe It?

Link mal wieder via Werbeblogger

PS: Keine Ahnung, was mit dem Layout passiert ist. Ich hab hier nur irgendwelche Knöpfe gedrückt.

Montag, September 17, 2007

Freitag, September 14, 2007

3.0? 4.0?

Auf jeden Fall ist das hier dann wohl User-Generated-User-Generated-Content-Bashing. Oder so.

Das Original (wer auf eine Pointe wartet, da kommt keine):



Die Remixe: Klick, Klick

Now playing: Terry Frank & Rick Holmes – Life aint fair

Mal kurz einen für die Galerie:

"I love USP"- "Me Too"



Now playing: Nicki - 's war so a Tag

Mittwoch, September 12, 2007

Die haben doch alle 'ne Macke da draußen.

Aber sowas von!



Now playing: Noodles - What The Fuck Is Wrong With You?

Mafo 2.0

NIVEA ist gerade mit der hübschen Aktion Schönheit ist ... am Start. Da darf natürlich in Zeiten 2.0 auch der User-Generated-Content nicht fehlen und so wurde eine Galerie ins Netz gesetzt, in der die Konsumenten verraten können, was Schönheit für sie bedeutet.

Blöd nur, wenn dabei mehr oft als selten die implizite Positionierung von Dove herauskommt: „Schönheit ist Natürlichkeit.“

Now playing: Ornette Coleman – Beauty is a rare Thing

Dienstag, September 11, 2007

Super Angebot.

Wer ist bei amazon eigentlich für die Rabattierung zuständig? Irgendwann wird es nämlich albern:



Now playing: Barry White – Come On

Re: Ihre Kündigung.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mich bestimmte Marken gar nicht als Konsumenten haben wollen. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, warum ich angesprochen werde, als hätte ich gerade eine misslungene Hirnoperation hinter mir. Aber ich will mich niemandem aufdrängen. Der Höflichkeit sei es jedoch geschuldet, auf die vom Markenverantwortlichen ausgesprochene Kündigung zumindest zu reagieren. Ich hab da mal was vorbereitet:
Sehr geehrte/r _____________,

mit Interesse habe ich Ihren neuen TV-Werbespot für _____________ verfolgt und möchte Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Entscheidung, mich aus dem Kreis Ihrer Zielgruppe auszuschließen zwar bedauere, aber selbstverständlich akzeptiere.

Ich weiß natürlich nicht, ob Ihre Neuausrichtung bzw. Konzentration auf Kleinkinder und Vollidioten der Weg ist, den eine Marke einschlagen sollte, aber ich bin mir sicher, dass Ihnen gewichtige Studien und Mafo-Ergebnisse vorliegen, die keine andere Möglichkeit offen gelassen haben. Gesunder Menschenverstand wird in der Tat noch viel zu oft überschätzt.

Für Ihre Strategie, die Leute so anzusprechen, als wäre Volksverdummung das neue Bildungsideal, wünsche ich Ihnen viel Erfolg, würde mich aber freuen, wenn Sie mich zu einem späteren Zeitpunkt wieder als Konsument ansprechen würden.

Mit freundlichen Grüßen

_________________________

PS: Glauben Sie nicht alles, was Ihnen die Leute in den Tests erzählen.
Now playing: Erasure – Ship of Fools

Montag, September 10, 2007

Nachtschicht.

Ohne Input kein Output. So einfach ist es nun mal, deshalb muss man sich als Geistesarbeiter immer wieder selber füttern, sonst erwischt man sich am Ende noch dabei, im ersten Schwung Dinge abzuliefern, die der Kunde auf Anhieb versteht.

Und das geht natürlich nicht. Input holt man sich aber bekanntlich nicht aus dem Fernsehen. Sondern aus dem Theater, zum Beispiel (eigentlich von überall her, außer eben dem Fernsehen). Da kam mir die Hamburger Theaternacht gerade recht. Wer übrigens gleich zu den blöden Witzen will, kann jetzt ganz nach unten scrollen.

Natürlich begibt man sich in Hamburg, wenn man schon die Möglichkeit dazu hat, aufs Schiff, um stilecht von A nach B zu kommen. Leider hat das meinen Zeitplan ein klein wenig auseinandergenommen, denn die angekündigten Abfahrtszeiten vom Jungfernstieg – alle 20 Minuten – entpuppten sich schnell als äußerst optimistische Schätzwerte. Davon, dass natürlich ganz Hamburg mit auf die Alsterfähren wollte, ganz zu schweigen.

Nach zwei Fähren ohne mich ging es dann aber los. Und zwar wie sich das gehört und mit musikalischer Begleitung.



Blöderweise, aber mittlerweile nicht sonderlich überraschend, hat die Tour dann doch länger gedauert als angekündigt, und wenn schon sonst nichts, wollte ich unbedingt pünktlich um 23.00 im Winterhuder Fährhaus Salut Salon sehen. Also runter von der Fähre und weiter mit dem Bus. Die Nummerierung der Sonderlinie hätte vertrauenswürdiger nicht ausfallen können, trotzdem hat es irgendwie geklappt.



Ich hätte sogar noch Zeit gehabt, denn die Jazz-Fuzzis haben natürlich überzogen, was wäre denn am Jazz noch Jazz, hielte man sich an so alberne Konventionen wie die-anderen-wollen-vielleicht-auch-mal?

Salut Salon selber hatte ich seit Ewigkeiten auf dem Zettel, aber immer kam irgendwas dazwischen. Am Samstag nicht und es hat sich absolut gelohnt. Nächstes Mal gerne wieder und gerne länger. Das Bild soll übrigens nicht künstlerisch wertvoll oder sonst was sein, ich hab mich nur nicht getraut, in der ersten Reihe ein Blitzlichtgewitter zu starten.



Danach ging es zwar noch weiter mit der Theaternacht, aber mir hat der Wein nicht gefallen und Radeberger trink ich nicht, also ab nach Hause. Nicht, ohne gute Tipps vom Hamburger Verkehrsverbund zu bekommen, die einem das Überleben im Großstadtdschungel leichter machen:



Oder dezente Hinweise darauf, dass es durchaus genussverstärkend sein kann, wenn man endlich einsieht, dass sich unsere Kultur mittlerweile auf einer Stufe befindet, auf der man sich nicht mehr mit fettigen Fingern arrangieren muss:



Gegenüber der Haltestelle gibt es übrigens einen Möbelladen, der früher nicht da war. Früher war da eine Disko namens „Atisha“, die für Eppendorfer Verhältnisse erstaunlich prollig war. Da gab es, als ich noch U-30 war, regelmäßige Ü-30-Partys. Früher haben wir das „Reste ficken“ genannt. Wie man das heute nennt, weiß ich nicht. Hoffentlich anders.

Now playing: Greenhaus – Not In My Name

Freitag, September 07, 2007

Muss man auch erstmal drauf kommen.

Da wird also in Wien eine Agentur gegründet, die sich auf Neuromarketing spezialisiert hat. Und warum? Als
"Antwort auf die Unzufriedenheit von Unternehmen über die zunehmend wirkungslose Markenkommunikation in Zeiten der Reizüberflutung"
Das ist doch mal ein Satz für die Galerie. „In Zeiten der Reizüberflutung“. Das klingt so wie „in der Ära des Tyrannosaurus Rex“. Naturgegeben halt, doof zwar, aber kannste nix machen. Dass vielleicht die Reizüberflutung bisserl verschwägert ist mit der „zunehmend wirkungslosen Markenkommunikation“, darauf kommt da niemand? Cause and effect? Nicht? Kein Gedanke daran?

Oder dass die Wirkungslosigkeit von Markenkommunikation vielleicht unter Umständen eventuell (man wird ja noch spinnen dürfen) daran liegt, dass diese Markenkommunikation einfach grottenschlecht und austauschbar ist und damit zu einem einheitlichen Hintergrundflimmern, ergo: (Tusch) Reizüberflutung wird? Auch nicht? Dann will ich nicht weiter stören. Startet ihr mal ruhig eure Angriffe auf mein Unterbewusstsein.

Aber kommt mir am Ende nicht wieder mit Hundebabys.

Now playing: The Shorts – She Made My Day

Link via Julia.net

Donnerstag, September 06, 2007

Handtaschenpsychologie

Kennt jeder: Gerade denkt man noch darüber nach, was eigentlich der Inhalt seiner Tasche über einen Menschen aussagt, macht einfach mal eine Bestandsaufnahme:



denkt sich dann: „Hm, geht so, eher langweilig, wenigstens stehen im Notizbuch paar coole Sachen drin“ und stolpert via Achtung Werbung prompt über diese Aktion. Was schleppen die denn alle mit sich rum???

Now playing: Engine – Show Me Yours

Dienstag, September 04, 2007

We suck, don't we?



Zugegeben: Ich hab keine Ahnung, wer der Vogel da auf dem Plakat ist und vielleicht ergibt der Spruch in seinem Zusammenhang ja auch einen Sinn, der sich momentan noch etwas ziert, meinen Horizont zu erweitern. Aber wenn "Durchschnitt" das beleidigendste Wort überhaupt ist, warum schreib ich es dann dick und fett über mein Produkt?

Now playing: Snipe Hunt - Everywhere I Look Around

Montag, September 03, 2007

Schockierender Schock-Schock schockt die MOPO.

Heute in der Hamburger Morgenpost:
"Diana: Der letzte Todes-Schock"
Banaler Inhalt: Der eintreffende Notarzt konnte ihr nicht mehr helfen. Ich bin noch völlig fertig.

Now playing: Manic Street Preachers - So Dead