Freitag, Juli 27, 2007

Donflation.

Kann mir das mal jemand erklären? Warum muss jeder zweite Blogger ein Pseudonym haben à la "Don Weißnichtwas"? Wenn das so weiter geht, ändere ich meinen Namen in Don Ding Dong. Und dann wollen wir doch mal sehen.

Now playing: Ian Archer - You Confuse Me

Donnerstag, Juli 26, 2007

Stifte fallen lassen, das Rätsel ist gelöst.

Vom Verbraucher geliebt zu werden, ist ganz einfach: Du musst ihn nur dazu bringen, dass er sich in dich verliebt. Damit er seinen Freunden von dir erzählt. Ain’t that news or what?

Wie? Das hat schon in der 6. Klasse nicht immer so funktioniert, wie es geplant war? Najanukomm! Da hattet ihr ja auch noch keine Checkliste.

Now playing: Conny Francis – Die Liebe ist ein seltsames Spiel

Link via Off the record

Mittwoch, Juli 25, 2007

O-Ton II

Kontakt: "Das wird die Herbstaktion. Auf jedes gekaufte Produkt X gibt's Y Euro Nachlass."

Text: "Na ist doch super, schreibs halt drüber, ich mach noch ne Headline und fertig."

Kontakt: "Neee, er will's ja nicht sagen."

Text: "Will was nicht sagen?"

Kontakt: "Das mit den Y Euro weniger, er meint, das klingt dann so billig."

Text: "..."
Now playing: Düsenjäger - Everyday is like monday

Wichtig ist, wo die Wahrheit ist.

Man muss nur die richtigen Fans haben. ddb Berlin hat für meinen VfB Oldenburg eine hübsche Image-Kampagne für lau gebastelt, die in ihrer Tonalität auch zum FC St Pauli gepasst hätte. Schön lokal, schön Gras fressen, nicht schön Fußball spielen. Ich vermisse nur das Plakat, das die Stadionwurst auslobt, die ist nämlich auch gut.







Nur: Was der Claim soll, müsste mir mal jemand erklären. Hat der sich durchgesetzt gegen "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel", "Das sind Gefühle, wo man schwer beschreiben kann" und "Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär"?

Now playing: Fettes Brot - Fußball ist immer noch wichtig

Dienstag, Juli 24, 2007

Shortlisted.

Coole Idee vom Stern: Shortlists zu grob geschätzt jedem Scheiß, auf den man überhaupt kommen kann:
Alles für Leute, die am liebsten Wiener Schnitzel essen. Bücher für alle, die Leber mit Favabohnen mögen. Songs, die man liebt, obwohl Country eine merkwürdige Musikrichtung ist. Alben von Bands, die wie Unternehmensberater aussehen.
Und so weiter und so fort. Die Navigation ist etwas anstrengend (oder ich bin zu doof), aber ansonsten ganz, ganz groß. Man braucht nur etwas Zeit.



Now playing: Genesis - Many Too Many

Via Massenpublikum

Mittwoch, Juli 18, 2007

Gutmensch-Content.

What’s next? Tomatensaft von Henkel? Die BASF-Kartoffel kommt. Aber sie kann nicht in den Lebensmittelkreislauf gelangen. Und deutsche Atomkraftwerke sind sicher.

Now playing: Betty in Black - Go figure

Dienstag, Juli 17, 2007

O-Ton Kontakt:

"Kunde rief an und meinte, sein Biologe hätte gefragt, ob es nicht besser wäre, Kinder in der Anzeige abzubilden."
Klar. Vielleicht ist es auch besser, Zinkoxid in das Produkt zu kippen. Keine Ahnung. Davon versteh ich so viel wie er von ...? Na, dann hamwas ja.

Now playing: Jondi & Spech - Nice One

Unbequeme Wahrheiten, patzige Antworten.





Now playing: The New Law - Bad Weather Beach

Freitag, Juli 13, 2007

Darwin : 1 - Bibel : 0



Now playing: K's Choice - Laughing as I pray

Via

Und wo wir eh gerade bei "Functional Food" sind:

Ich hatte ja immer schon auf dem Zettel, etwas über dieses alberne Sauerstoffwasser zu schreiben. Nur hätte sich das in diesem Blog natürlich auf undifferenziertes Rumpöbeln bar jeder Recherche beschränkt.

Die Herangehensweise im Blog Werbewahn ist eine andere, die ich allerdings nicht minder schätze, denn so kann sich tatsächlich mal ein interessanter Dialog entwickeln.

Now playing: P.O.D. - Who is right?

Donnerstag, Juli 12, 2007

Statt Koks.

Super Idee: Rama Idee! Da tanzen die Synapsen Tango.



Jetzt brauch ich nur noch 'ne Wurst gegen Deadlines und fertig ist die Werberstulle.

Now playing: Nirvana - Dumb

Dienstag, Juli 10, 2007

Vorläufiges Finale.

Manche Dinge sind relativ, manche sind endgültig, nichts ist relativ endgültig und vieles ist albern. Ein Ex-Kunde hat zum Beispiel mal den putzigen Begriff "Vorläufige Freigabe" geprägt. So kann man sich alles irgendwie in die Form reden, in der man es gerne hätte. Sinn wird eh überschätzt. Und wenn einem Journalisten der "Finale Rettungsschuss" nicht reißerisch genug erscheint, dann nennt er ihn halt anders. Nämlich, wie heute in der Hamburger Morgenpost: "Finalen Tötungsschuss".

Im Gegensatz zum "Vorläufigen Tötungsschuss"? Oder wie oder was?

Now playing: Depeche Mode - Fools

Montag, Juli 09, 2007

8 in 1.

Die Woche fängt ja gut an. Also 8 Dinge, nach denen niemand gefragt hat (Geheimnisse will ich das jetzt allerdings nicht nennen) (Depeche-Mode-Bettwäsche, ich glaub ich spinne).

1. Ich werde in meinem ganzen Leben auf exakt zwei Musik-Festivals gewesen sein. Beim ersten Mal bin ich auf die Wetterscheiße noch reingefallen, beim zweiten Mal ging es ins Hotel. Dafür wird man zwar von den ganzen Hardcore-Festivalern ausgelacht, aber wer lacht am lautesten: Derjenige, der sich morgens um sechs ins muffelige Zelt legt und 30 Minuten später von der Sonne in seinem eigenen Schweiß gedünstet wird oder derjenige, der morgens um sechs nach Hause kommt, am Buffet ein halbes Schwein und 10 Spiegeleier frisst, um danach frisch geduscht im klimatisierten Zimmer in frischen Laken zu versinken?

2. Ich bin überzeugt davon, dass mein Physiklehrer mich bei einer entscheidenden Klausur absichtlich hat schummeln lassen, nur damit ich doch mein Abi schaffen konnte und er mich los war.

3. Ich kann 10 Minuten glaubhaft über Online-Marketing referieren (pro oder kontra, je nachdem) ohne irgendwas davon ernst zu meinen.

4. Ich mache sehr gerne Schaufensterbummel. Allerdings ausschließlich, um mich von albernen Schildern amüsieren zu lassen:







5. Ich habe jahrelang in einem Technik-Call-Center gearbeitet, ohne was von Technik zu verstehen.

6. Eigentlich müsste ich Archäologe sein. Aber das Studium klang so furchtbar anstrengend.

7. Bei 99% aller Online-Spiele komme ich nicht über das 3. Level hinaus. Wahrscheinlich bin ich zu alt für die Scheiße.

8. Ich habe diverse T-Shirts mit Depeche-Mode-Motiven und ziehe die auch an.

Now playing: Apocalypse Hoboken - I'm at least eight things

Und wie für alle Stöckchen gilt: Wer mag, soll sich bedienen.

Brückentage?

Warum? Warum zum Geier baut man eine Brücke neben einer Brücke?



Now playing: The Fat City Band - I just don't get it

Freitag, Juli 06, 2007

See ya in hell.

Nachdem ich an dieser Stelle schon darauf hingewiesen habe, von welchen Bands man schwul wird, kommen wir heute zu einer nicht minder gefährlichen Bedrohung: Goth-Musik. Wer die hört, wird Satanist und Kinderfresser.

Da das nicht jeder weiß, ist Aufklärung nötig. Vor allem aber ein sachlicher Umgang mit dem Problem, wobei, ein bisschen hysterisches Gekeife hier und da hat ja auch noch nie geschadet. Und außerdem weiß man als kleiner Fundamentalist auch: God hates Goths.

Wenn wir das fünf Mal schnell hintereinander laut gesagt haben, werden wir bitte wieder ernst, denn das ist ein heikles Thema. Gott sei allerdings Dank, gibt es zwischen schwulen Bands und Satanisten-Bands erhebliche Schnittmengen (Depeche Mode, Cure, logisch); wir müssen keine komplett neue Liste auswendig lernen. Hinzu kommen zum Beispiel Rammstein - aus naheliegenden Gründen:
"Rammstein - all lyrics in German (The language of Hitler)"
Die komplette Liste der Schande gibt es hier.

Interessant ist auch die Q&A-Sektion, in der endlich mal über populäre Bibel-Irrtümer aufgeklärt wird:
Frage: Doesn't the bible say that god loves everyone?

Antwort: No.
Was dieses kranke Fundamentalisten-Pack über Andersgläubige schreibt, zitiere ich hier nicht, da ich mich damit nach deutschem Recht vermutlich strafbar machen würde.

Kann die mal jemand zum Konfirmanden-Unterricht schicken?

Now playing: De/Vision - God is blind

Dienstag, Juli 03, 2007

"Wir wissen, dass das scheiße ist. Machen Sie halt irgendwie, dass es wenigstens gut klingt."

Wenn gerade in irgendwelchen Boutiquen die Frühjahrsmode gegen die Sommermode ausgetauscht wird, hängt gerne mal ein Schild im Schaufenster, auf dem steht: Wir dekorieren für Sie um. Jeder weiß, dass das Käse ist, aber es fällt ja irgendwie in die Kategorie „Putzig, gut gemeint, König Kunde und so“ also Schwamm drüber.

Dann aber kommt plötzlich ARAL und erzählt mir: „Wir bauen für Sie!“

Tränen der Dankbarkeit habe ich vergossen, liebe ARAL, Tränen der Dankbarkeit. Und ich weiß auch: Einem geschenkten Maul und so weiter, aber können wir trotzdem kurz über das Blau reden? Das ist irgendwie so gar nicht meins und ein bisschen wohlfühlen soll ich mich ja schon, wenn es ... nicht? Na super. Warum schreibt Ihr dann nicht einfach „Wir bauen eine Tankstelle“ oder so was? Weil das doof klingt? Stimmt. Aber wenigstens wäre es die Wahrheit.



Und manchmal klingt die Wahrheit eben so banal, dass es einem irgendwie unangenehm ist. Und dann kommen die Formulierungskünstler bzw. eben nicht. Und dann wird aus der „Lösung des Problems“ die „Strategie zur Beseitigung der Problematik“.

Die Strategie zur Beseitigung der Problematik: „’Testecke’ klingt aber doch ein bisschen bieder und wir wollen doch trendy sein, auch wenn wir nur elektrische Gewürzmühlen bei Karstadt verkaufen“ lautet bei Ceramill übrigens: Dann nennen wir das Ding eben „Testcenter“. Dass das für ein (im Prinzip lobenswertes) Regal zum Ausprobieren vielleicht bisserl hochgegriffen ist, wird dabei einfach ausgeblendet und darf deshalb einen Beitrag zu meiner Heiterkeit leisten.



Einen weiteren erwähnenswerten Beitrag zu meiner mittäglichen Heiterkeit leistet momentan das „Stuttgarter Weindorf“ auf dem Hamburger Rathausmarkt. Leckere Weine, leckeres Essen. Nur, liebe Schwaben, die Portion Flammkuchen für Neun Euro Fuffzich. Ist die mit Gold oder so was?



Aber danke trotzdem, dass ihr gar nicht erst versucht habt, es durch ein "nur" davor gut klingen zu lassen.

Terry Kitchen - Today I'm gonna laugh