Mittwoch, Februar 28, 2007

Dienstag, Februar 27, 2007

Schock im Tiefkühlfach!

Pizza von Freschetta jetzt "kross shock lecker!"

Also manchmal weiß ich auch nicht. Sitzen da Teenager, die die Packungen bekritzeln dürfen? Wie kann denn so etwas allen Ernstes sämtliche Entscheidungslinien passieren? Shock and awe als neue Strategie der Aufmerksamkeitserhaschung? Lernen die an der Uni denn gar nichts mehr? Leute, wenn Euch ein Texter sowas vorschlägt, dann ruft doch einfach den Sicherheitsdienst.

Now playing: Tears for Fears - Mad World

Freitag, Februar 23, 2007

Der Buchdruck schlägt zurück.

Dass Verleger und Autoren etwas pikiert sind, wenn ihre Bücher plötzlich als pdf im Netz umherschwirren oder auf ominösen Websites auftauchen, ist verständlich. Dass es auch andersrum praktiziert wird, war mir neu: Ein chinesischer Verleger hat sich einfach mal die Homepage von Text-Veteran Neil French vorgenommen, runtergeladen was runterzuladen war, den ganzen Kram übersetzt – und als Buch herausgebracht. Und jetzt ist der alte Mann mit der Zigarre mächtig sauer:



Now playing: Ten Benson – I Don’t Buy It

Donnerstag, Februar 22, 2007

Blöde Ausreden I

Wenn man zu spät aus der Mittagspause kommt:
"Ich hab mich verlaufen."
Now playing: Elvis Costello - How To Be Dumb

Dienstag, Februar 20, 2007

Freitag, Februar 16, 2007

Können’s oagentlich richtges Deutsch?

Das ist im Land der absurden Einbürgerungsstrategien natürlich eine nahe liegende Frage. Ob die nun ausgerechnet von den Bayern gestellt werden sollte, steht auf einem anderen Blatt und wäre maximal für einen müden Kalauer, siehe Überschrift, zu haben. Wenn diese Frage allerdings an eine Deutschlehrerin aus Österreich gerichtet wird, dann hat das durchaus Fettnapf-Format.

Now playing: Frank Sinatra – Send in The Clowns

Via rotweißrot

Mittwoch, Februar 14, 2007

Hamburg vs. CDU

Die Hamburger CDU hat es schon nicht leicht. Ständig mischt sich der Pöbel in die Politik. Wollte sogar eins der Lieblingsinstrumente der halb gewählten Volksvertreter abschaffen: Die Listenwahl. Und wo wären wir da hingekommen? Die Damen und Herren auf den gesetzten Listenplätzen hätten sich ja auf einmal im Volk beweisen müssen, statt in der Partei. Querulanten, Selbstdenker und Neinsager hätten nicht mehr mit Alibi-Listenplätzen abgestraft werden können. Sondern wären vielleicht, jesusmariaundjoseph, von den Unberechenbaren da draußen an sämtlichen Parteipräferenzen vorbei gewählt worden.

Wo bleibt denn da der gute, alte Klüngel? Eben. Also: Auf den Volksentscheid geschissen und Gesetz gekippt. Und damit diese ärgerliche Negativ-PR beim nächsten gekipppten Volksentscheid ausbleibt, ändern wir nicht unsere Herangehensweise, sondern verhindern einfach, dass wir Volksentscheide kippen müssen. Wir machen es schwieriger, sich daran zu beteiligen. Gnihihihi.

Von heute bis zum 5. März gilt deshalb: Trompeter, blast zum Gefecht. Rettet den Volksentscheid.

Now playing: The Cure - Fight

Hi, I'm an Ad, ignore read me.

Dass die Idee noch nie gehabt worden ist, wird wohl niemand behaupten wollen. Aber so schön umgesetzt wurde sie mit Sicherheit eher selten. Die Kampagne für recruitireland landet jedenfalls auf meiner Liste der sympathischen Kampagnen spontan auf einem der vorderen Plätze (wer lesen will, muss klicken können):





Und auch die TV-Umsetzung ist da nur konsequent, hätte mir als Funkspot aber fast noch besser gefallen:



Agentur ist übrigens die irische Chemistry, die auch verantwortlich ist für die mit sämtlichen Orden behangene Kampagne Power of Press. Eine meiner Lieblingskampagnen in den Kategorien Idee und Text. Und bei Licht betrachtet, ist die Idee auch nicht allzu weit weg von der Kampagne oben. Egal.





Now playing: Guns’n’Roses – One In A Million

Dienstag, Februar 13, 2007

Fiese Nichtraucherlobby!

"Zum Rauchen gehst Du bitte nach draußen" - Raucherdiskriminierung jetzt endlich auch in der Zigarettenreklame:



Now playing: CCR - Looking Out My Backdoor

Montag, Februar 12, 2007

Es wart gelachet dort und hie.

Über Humor in der Werbung kann ich streiten. Über Humor überhaupt auch. Hat jemand mit zu viel Zeit zum Beispiel schon mal „Para-Comedy“ auf Comedycentral gesehen? Für alle mit zu wenig Zeit, sei hier kurz das Konzept erläutert: Behinderte machen sich zum Affen und hoffen, dass sie damit den Rest der Welt zum Affen machen. Das geht mächtig in die Hose, obwohl das Potential enorm ist, wie ich aus Zivitagen sehr gut zu berichten wüsste.

Nur einmal musste ich lachen. Als ein Rollstuhlfahrer mit einem Witzebuch durch die Innenstadt gestromert ist, um hilflose Passanten sehr schlecht mit sehr humorbefreiten Witzen aus der Adenauerzeit zu belästigen. Alle haben gelacht. Ich hätte mit einem Behindertenwitz gekontert. Hätte ich wahrscheinlich auch. Obwohl ich nie zu Chef-Witz-Lachern gehört habe. Aber wenn ein Behinderter sich die Mühe macht, einen Witz zu erzählen, dann will man ihn, der ja nicht mal gehen kann, nicht auch noch mit „sooooo’n Bart, Alter, soooo’n Bart“ verletzen. Das haben die Sketch-Macher gewusst, damit haben sie gespielt und das hat sich wunderbar rentiert.

Viele Witze in der Werbung haben ähnlichen Humor wie alte, noch nie witzig gewesene Witze. Warum? Weil ein Witz im Spot allen am Konferenztisch gefallen muss. Da wird geschraubt und kompromissiert bis passt, was nie hat passen sollen. Und am Ende haben wir keinen Witz mehr, aber eine lachende Familie in einem herzallerliebsten Spot die sich mächtig beömmelt über die Bauernschläue ihres Jüngsten (Casting: Rote Haare, Sommersprossen, Grasflecken (aber nicht zu dreckig!) am Knie).

Am Konfi im Konfi haben sie noch alle drüber gelacht, denn die Idee für die Pointe kam vom Managing-Brand-Chief-Executive-Officer-Bohei himself und er fand es lustig. So be it. Um den Mist zu rechtfertigen, wird dann gerne etwas fabuliert in dem die Wörter „gelernt“, „Augenzwinkern“ und, warum auch immer, „virales Potential“ eine große Rolle spielen.

Natürlich wird das Machwerk nicht mal agenturintern rumgeschickt.

Wer also heute nach seinem Montagsmeeting wieder nichts zum Weiterschicken hatte, der bedient sich einfach hier. Via American Copywriter. Ja, ich weiß, es muss nicht immer Humor sein. Aber lustiger ist es schon.


Now playing: K’s Choice – Laughing as I Pray

Ich will das auch können!

Über die Musik- und Plattenindustrie kann man gar nicht oft genug schimpfen. Von wegen copy kills music. Vor allen Dingen meckern muss man aber über die Unkreativität dieser doch eigentlich per se kreativen Branche, sich selbst darzustellen, sprich: zu vermarkten.

Nie sind Werbeblöcke öder und trister als in der Vorweihnachtszeit, wenn sie beherrscht werden von Parfüm- und Best-Of-Compilation-Spots. Ich schieb das ganz bewusst auf die Plattenmafia, denn die Bands können unmöglich hinter diesem Mist stecken. Wobei. Steckt man auch nicht immer drin.

Eine Wohltat hingegen sind in aller Regel die Websites vieler, vor allem kleinerer Bands. Wenn ich wüsste, wie man das macht, sähe mein Blog eher so aus:



Die Homepage der Band Plastic d’Amour kann sich jedenfalls durchaus sehen lassen:





Und die Musik gefällt mir auch. Dazu passt ein bisschen das zweite Stöckchen des Tages (was ist heute eigentlich los?), diesmal von Ninifaye: Der Soundtrack meines Lebens, diktiert von der Shufflefunktion meines Agenturrechners. Wenn das mal gut geht.

Soundtrack of Life:
Wenn dein Leben ein Film wäre, was würde der Soundtrack sein?
Also, so geht’s:


1. Öffne deinen Musicplayer (iTunes, Winamp, Media Player, iPod etc.)
2. Stelle es auf Shuffle/ Random
3. Drücke “Play”
4. Schreibe für jede Antwort den Songtitel, der gerade gespielt wird, auf:
5. Drücke für jede neue Frage den “next” Button.
6. Lüge nicht und tue nicht so als ob du cool wärst… Tipp’s einfach ein!


Vorspann: Culture Beat – Send Me An Angel (kann ich die Stelle mit dem Coolsein noch mal hören?)
Aufwachen: Duran Duran – The Chauffeur
Erster Schultag: The Cure – Three Imaginary Boys
Verlieben: New Model Army – Ballad of Bodmin Pill
Das erste Mal: Kraftwerk – Tour de France (du liebe Zeit)
Kampflied: Pipi Langstrumpf – Titelmusik (ungelogen)
Schluss machen: Beatles – Can’t buy me Love (auch ungelogen, wirklich!)
Abschlussball: Sarah Brightman – Wishing You Were Somhow Here Again
Leben: Madonna – True Blue
Nervenzusammenbruch: Bach – Minuet & Badinerie (eigentlich so gar nicht, aber gut, Regeln sind Regeln)
Auto fahren: A Flock of Seagulls – I Ran
Flashback: Julee Cruise – Untill The End Of The World
Geburt des ersten Kindes: Beatles Ob-la-di, ob-la-da
Endkampf: Silbermond – Zeit für Optimisten (geht doch)
Todesszene: Frank Sinatra – Strangers in The Night
Beerdigung: Nick Drake – One Of These Things First
Abspann: Deine Lakaien – Battle Of The Ghost

Now playing: John Miles – Music

Kurios hoch 6.

Björn musste ran und ich soll jetzt auch: Sechs Kuriositäten von mir preisgeben. Dann mal los.

1. Ich habe nie gelernt, nach einem vernünftigen System zu tippen. Für diesen Punkt habe ich mit drei bis vier Fingern eine dreiviertel Minute gebraucht. Jeder Art-Director ist schneller als ich.

2. Die meisten Platten nach Depeche Mode habe ich nicht etwa von coolen Bands wie Pink Floyd oder The Cure sondern von Peter Maffay.

3. Die Volksseuche misheard lyrics hat bei mir Tradition. Bei dem Kinderlied “Guten Abend, gute Nacht“ habe ich lange Zeit verstanden „...morgen früh, wird Gott wild“. Das einschränkende „wenn“ in der tatsächlichen Fassung „... morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt“ hat es allerdings auch nicht besser gemacht.

4. Zimmerpflanzen haben bei mir keine Chance. Ich kann sie hätscheln und tätscheln, sie mit Bach beschallen, sie düngen und gießen wie im Lehrbuch dringend angemahnt, ich kann die Blätter einzeln sanft befeuchten, nach einer Woche sind sie tot. Nur der Rosmarin auf meinem Balkon tut auch im tiefsten Winter so, als sei er in der Toskana.

5. In der fünften Klasse waren wir auf Klassenreise auf einem Ponyhof (!). Als es um die Einteilung der Reitgruppen ging, hab ich nicht vorhandene Vorkenntnisse vorgeschwindelt, um in die naturgemäß mädchenlastigere Fortgeschrittenengruppe zu kommen. Schnell kamen mir ernste Bedenken ob der offensichtlichen Transparenz dieser Lüge, doch seltsamerweise habe ich mich als Reittalent erwiesen.

Daran habe ich mich dann Jahre später bei einem Schüleraustausch in Colorado erinnert und meinem blöden Gaul bei einem einschläfernden Ausritt - meinem ersten Pferdekontakt seit dem Ponyhof und dem zweiten überhaupt - ordentlich die Sporen gegeben um über einen dämlichen Graben zu springen. Danach musste ich mit gebrochenem und ausgekugeltem Arm aus einem verschissenen Tal klettern, zu dem weder der Jeep noch der Scheißhelikopter Zugang fanden. Seitdem versuche ich seltener zu lügen, denn ich weiß: Irgendwann ist Zahltag.

6. Bei einer Schulaufführung der „Bremer Stadtmusikanten“ in der Grundschule war ich der Hahn und bin mir ziemlich sicher, dass meine Rolle keinen Text hatte.

Interessant werden könnte diese Kuriositätennummer zum Beispiel bei e!genart, Samoafex, Patrick und Stöckchenfan German Psycho.

Now playing: Distain – Confession

Mittwoch, Februar 07, 2007

Super Strategie, RTL.



Dann mal viel Erfolg Jungs, darauf hat die Welt gewartet.

Now playing: A-ha - I Wish I Cared

Wird das wenigstens mal wieder Frühling hier?

Kummer ist man ja gewohnt. Aber dass Moleskin eine im Prinzip ganz dufte Metropolenedition rausbringt, ohne an die schönste Stadt Deutschlands zu denken, kann einem schon den Tag vergrätzen.

Nicht ganz so sehr natürlich, als hätte man in morgendlicher Unachtsamkeit einem Schild vertraut, das in bester hanseatischer Zurückhaltung Tiefgründiges kleinredet:



Wenn einem also der Tag einigermaßen versaut worden ist und man leise wimmernd ohne Hamburg-Moleskin mit gebrochenen Knochen in irgendeinem Keller in der Hamburger Altstadt liegt, fällt einem meist siedend heiß ein, dass man nicht mal Gitarre spielen kann.

Man beschließt nun also, diese ärgerliche wie peinliche Lücke zu schließen und hält Ausschau nach einem Musikpädagogen, der Gitarrenunterricht erteilt. Aber, wir ahnen es, der Tag meint es nicht gut mit uns und so finden wir wieder nur einen Gitarrenunterricht, der Musikpädagogen erteilt.



Manchmal ist es wie verhext. Da ist es doch ein Glück, wenn der Abend naht. Und mit ihm das wohlverdiente Bier. Von dem in Hamburg, laut Mopo, jeden Tag übrigens 510.000 Liter getrunken werden. Daran bin ich nicht ganz unschuldig, für die 23.800 täglichen Döner kann ich nichts. Ich schwöa!

Now playing: Lotto King Karl - Hamburg meine Perle