Sonntag, Juni 24, 2007

Die Königsdisziplin: Best Use of Music.

Dass "Dove Evolution" den Grand Prix in der Kategorie "Cyber - Viral" bekommt, war ja fast mit Ansage. Aber bei "Film"? Weiß ich nicht.

Was ich aber weiß, ist, dass „Pretty“ von Wieden & Kennedy, Portland für Nike völlig zu Recht Doppel-Gold ("Clothing, Footwear & Accessories" + "Best Use of Music") bekommen hat. Selten so ein Ausrufungszeichen gehört:


(Leonard Bernstein - I feel pretty*)

Da konnte auch mein eigentlicher Liebling, „Strange Liasons“ von BBH für Levi’s, nicht ganz mithalten und musste sich mit Bronze zufrieden geben. Egal, Gold in der Kategorie "Film - Clothing, Footwear & Accessories" gab es ja eh schon:


(Little Annie - Strange Love)

Und auch der versilberte Spot "Mad World" von McCann für "Gears of War" zeigt, was Musik alles kann:


(Micheal Andrews (?) feat. gary jules - Mad World)

Now playing: Falco - The Sound of Music

Glückwunsch übrigens an Nordpol zum goldenen Löwen für "Power of Wind". Hammerspot!

*Frage an die Mitsing-Könner: Geht der Text nicht eigentlich: "I feel pretty and whitty and gay, and I pitty any girl who isn't me today"?

Kommentare:

Anke hat gesagt…

Ja, der eigentliche Text geht so. Ich nehme fast an, seit das Wort „gay“ eine Doppelbedeutung hat bzw. nur noch als „homosexuell“ und kaum noch als „lustig drauf“ verwendet wird, wird bei Songs, in denen „gay“ noch die „alte“ Bedeutung hat, irgendwas ähnliches verwendet. Würde mich mal interessieren, wie heutige Aufführungen der „West Side Story“ damit umgehen.

Nebenbei: Bei „Friends“ gibt's eine wunderbare Szene in einer Schwulenbar, wo Kathleen Turner als Chandlers Vater (!) als Dragqueen eben diesen Song singt – und beim Wort „gay“ singt das ganze Publikum fröhlich mit.

ramses101 hat gesagt…

Könnte mir gut vorstellen, dass der Text auch in der aktuellen West-Side-Story geändert wurde. "Bright" und "tonight trifft es zwar nicht ganz, aber was soll man machen. Ich weiß es nicht, ich bin mit meiner Natalie Wood vollauf zufrieden. Da brauch ich keinen neumodischen Kram.

Und Chandlers Eltern rocken eh. Alle beide.

German Psycho hat gesagt…

Die Werbung für „Gears of War” ist ja wirklich großartig. Warum gibt's sowas nicht häufiger? Also gerade eine so gegensätzliche Musik? 99% aller Werber würden doch darunter einen fetzigen Hardrock- oder Technosound legen, der zwar inhaltlich vielleicht passender wäre - die Werbung allerdings sofort wieder im Hirn löscht. So bleibts in Erinnerung.

Ihren Favoriten finde ich dagegen etwas zu konventionell. Ist nicht schlecht, aber originell ist ja nur die Idee mit den vielen Schichten.

Aber ich bin ja auch nur der Verbraucher. Wie letztens schon festgestellt, fehlen mir entscheidende Kenntnisse über die Mechanismen der Werbung.

ramses101 hat gesagt…

Klar ist der konventionell. Aber trotzdem eine Wahnsinnsmucke und wie für den Spot gemacht. Ist auch nicht mein "Favorit" gewesen, sondern mein "Liebling". Das ist ein Unterschied ;-)

Übrigens ist der Spruch "ich find die Werbung doof, aber ich bin ja auch nur Verbraucher" der absolute Killer in allen Tests. Danach kommt vom Kunden mit hochgezogener Augenbraue immer sinngemäß der Spruch (um es mit Luke Sullivan zu sagen):

"Looks like you're working the weekend, idea boy."

Evelyn hat gesagt…

wegen dem (?): "michael andrews feat. gary jules"

wegen dem rest: verdientes gold, toller song (das mit der aktuellen westside story version würde mich aber auch interessieren).

ramses101 hat gesagt…

Super, danke.

German Psycho hat gesagt…

Ja, aber das ist ja auch ein anderer Zusammenhang. Wir reden hier ja nicht über die Wirkung, sondern über die Mechanismen der Werbung. Die von mir als nicht so toll eingestufte Werbung kann ja dennoch exakt den Effekt haben, den sie haben soll.

Aber auf der Metaebene (!), also in der Diskussion über die Herstellungsqualität der Werbung, fehlen mir eben in der Tat die Kenntnisse, um qualifiziert mitreden zu können. Ich tu's halt dennoch ;-)

Kiki hat gesagt…

Ich weiß es nicht, ich bin mit meiner Natalie Wood vollauf zufrieden.

Daß die gute Natalie im Film aber selbst nicht sang (sehr zu ihrem Mißfallen übrigens), ist Dir aber schon klar, oder? Ihre parts hat gesungen.

Kiki hat gesagt…

Äh, in der Vorschau ging es noch - aber beim Absenden wurde Marni Nixon verschluckt.

ramses101 hat gesagt…

Ich wollte auch nur verdeutlichen, welche Fassung ich favorisiere, hätte die eigentliche Sängerin jetzt aber nicht beim Namen nennen können. Danke für die Info.