Freitag, Dezember 28, 2007

Peng. Bumm. Aua.

Es ist wieder so weit. Pack und Pöbel bewaffnen sich mit Böllern und stutzen sich im Idealfall lediglich selbst die Hände zurecht. Leider aber eben nicht immer. 100 Millionen Euro werden dieses Jahr wieder angelegt in Krach, Gestank, Müll und den einen oder anderen abgetrennten Daumen. Es ist mir ein Rätsel.

Erstens ist es mir ein Rätsel, wie man diese Unsummen in so einen Schwachsinn stecken kann. Und zweitens ist es mir ein Rätsel, wie man zu blöd zum Böller Wegschmeißen sein kann. Das nötige Intelligenzminimum um einzukaufen war doch auch vorhanden. Muss sich das Hirn nach so einem Kraftakt bei diesen Vollidioten erst ein paar Tage ausruhen?

Eigentlich müsste das verboten werden. Aber dann schreien sie wieder alle nach Freiheit als hätte man die Bibliotheken vernagelt. Anderswo funktioniert es doch auch.

Now playing: Duke Jordan – Flight to Denmark

Dienstag, Dezember 25, 2007

Und eins ist mal sicher.

In Predigten wird mitunter geschwallert, und gehört hat man das auch alles schon mal, und nirgendwo wird das Konzept des gemeinsamen Singens so hart auf die Probe gestellt, und wer nur einmal im Jahr in die Kirche geht, kann es eigentlich auch bleiben lassen.

Aber wer die weihnachtliche Mitternachtsmesse verpasst, der verpasst a hell of a show.

Now playing: Léon Boellmann - Toccata aus der Suite gothique

Montag, Dezember 24, 2007

Werber und Weihnachten.

Einer ne coolere Sau als als andere, permanent über Weihnachten lästern, aber pünktlich am 23. hocken sie alle brav im Zug Richtung Mutti.

Frohe Weihnachten. Und nicht immer auf die Kleinen schimpfen, die lieber X-Mas feiern. Hier klicken und lernen.

Now playing: Bach - Weihnachtsoratorium

Donnerstag, Dezember 20, 2007

Die Hamburger Hoff-Hoff-Show.

“Ich hoffe, die Leute kriegen das selber hin. Dass der eine zum anderen sagt: Hör mal auf zu rauchen. Dann schafft man es.“
So der Kommentar von Markus Schreiber, Leiter des Bezirksamts Hamburg Mitte, im Mopo-Interview ob der offensichtlichen Unkontrollierbarkeit des Nichtraucherschutzes, der ab 1. Januar gilt.

Lesen Sie in den nächsten Teilen der beliebten Reihe „Schreibers Welt“ seine Hoffnung in Sachen Terrorismus:
“Ich hoffe, die Leute kriegen das selber hin. Dass der eine zum anderen sagt: Hör mal auf zu morden. Dann schafft man es.“
Ein mögliches Ende des Autodiebstahls:
“Ich hoffe, die Leute kriegen das selber hin. Dass der eine zum anderen sagt: Hör mal auf Autos zu knacken. Dann schafft man es.“
Und natürlich zum Thema Hundescheiße:
“Ich hoffe, die Scheiße kriegt das selber hin. Dass die eine zur anderen sagt: Hör mal auf zu stinken. Dann schafft man es.“
Now playing: The Clips – Can’t believe it

Dienstag, Dezember 18, 2007

Wirste doch bekloppt bei.

Falls es jemand nicht weiß: Wenn man bei der Bahn online eine Fahrkarte bucht, muss man eine Kreditkarte oder eine EC-Karte angeben, die dann als Ausweis herhalten muss (warum auch immer). Hätte ich mal besser die Kreditkarte genommen.
Bahnmensch: „Ihre EC-Karte ist abgelaufen.“

Ich: „Nein, ist sie nicht.“

Bahnmensch: „Aber hier zeigt er mir an, dass die Karte abgelaufen ist.“

Ich: „Und auf der Karte steht, wann sie tatsächlich abläuft.“

Bahnmensch: „Der Kartenleser hier liest das direkt automatisch vom Magnetstreifen ab und der zeigt an: Gültig bis Ende 2007.“

Ich: „Ist doch super. Genau das steht ja auch auf der Karte.“

Bahnmensch: „Sie brauchen aber eine gültige Karte.“

Ich: „Ich habe eine gültige Karte.“

Bahnmensch: „Aber der Kartenleser blah blah blah ...“
Das ganze hat bestimmt fünf Minuten gedauert, mit dem Ergebnis, dass er die Kartendaten manuell eingeben musste. Die Bankleitzahl wurde dann schon beim dritten Versuch akzeptiert. Viel Spaß an der Börse.

Now playing: The Doors – Mystery Train

Donnerstag, Dezember 13, 2007

Im Gelenkbus.

Sie: "Huch! Das ruckelt aber."
Er: "Klar. Der hat ja auch den Motor vorne, da gibts hinten nichts zum Abfedern."
Sie: "Aha."
Er: "Wenn der Motor hinten wäre, dann wär das anders, aber der hat bis hier mindestens 5 Tonnen zu ziehen. Und hinterm Gelenk, warte, ja, auch."
Sie "Mhm."
Er: "Das verteil mal und dann kannst du dir schon vorstellen, was das für eine Last pro Achse ist."
Sie "Ah ja."
Er: "Wenn du dir mal ankuckst, wie das bei einem Unimog laberlaberlaber ..."
Der Zielgruppe hab ich jetzt jedenfalls fürs erste wieder genug aufs Maul geschaut. Ab zurück in den Elfenbeinturm. Ist noch Prosecco da?

Now playing: Richard Sanderson - Dreams are my reality

Mittwoch, Dezember 12, 2007

Kreative mögen keine Broschüren.

Und wenn deshalb alle Kreativen die Agentur verlassen, kann man als Agenturchef schon mal ausflippen. Daraus kann man auch gut ein Filmchen machen. Vielleicht sogar mit einem Testimonial. Aber wen nehmen wir da bloß? Muss ja passen. Versuch: Lesen Sie folgenden Monolg, am besten laut, und überlegen dann, wem man das in den Mund legen könnte:
"I don’t need a creative departement anyway! I’ll do the work myself! All I nee dis a computer, some baggy jeans and Beckham’s latest haircut! Maybe some retro Adidas! I’ll do the brochure myself!"
Haben wir’s?

Das würde mich aber wundern: *klick*.

Now playing: Die Toten Hosen – Armee der Verlierer

Dienstag, Dezember 11, 2007

Tonstudiocontentwochen?

Da mach ich mit: Ärgerlich ist es, wenn Kunden sich auf einen bestimmten Sprecher eingeschossen haben, weil sie den Schauspieler, den er synchronisiert, so super finden.

Ganz und gar nicht ärgerlich ist es, wenn die Casting-Ansage aber lautet: „Mann, Frau, scheißegal, Hauptsache bekannt.“ Da bekomm ich ja vielleicht endlich mal die Hörspiel-LP “John Sinclair – der Anfang“ signiert.

Was außerdem nicht ungesagt bleiben darf und dabei meines Wissens bzw. Erachtens noch nie so hübsch illustriert wurde:



Now playing: Klangkrieg – anormales Geräusch

Anzeige gefunden bei Adsoftheworld.

Donnerstag, Dezember 06, 2007

Man wird ja noch träumen dürfen?

Natürlich darf man das. Auch als niedersächsischer Ministerpräsident. Aber muss man das ausgerechnet im Internet machen? Wäre ich Angela Merkel, würde ich jedenfalls mal nachfragen, was es denn mit Christian Wulffs Patenschaft für das Wort Bundeskanzler auf sich hat.

Now playing: Lacuna Coil - No need to explain

(Nachtrag, weil ich ganz vergessen habe zu erzählen, was ich eigentlich da wollte: Ich hatte erst nur vor, einfach mal wieder unreflektiert über diese bescheuerte Aktion zu lästern. Und zwar indem ich die Patenschaft für das urdeutsche Wort Amoklauf übernehme. Ist leider schon belegt.

Deshalb habe ich es natürlich mit “kotzengrob“ probiert und siehe da: Es ist noch frei! Ich habe dann doch Abstand von einer Patenschaft genommen. 10 Euro kann man auch sinnvoller investieren. Trotzdem muss ich noch kurz fragen: Was zum Geier ist ein Leichthemd? Die glauben ernsthaft, sie würden die deutsche Sprache retten, indem sie sie unverständlich machen. Hut ab! Muss man auch erst drauf kommen.)

Dienstag, Dezember 04, 2007

Achtung, Tür!

Ich möchte bitte, dass die Hirnforschung sofort entscheidende Fortschritte macht, damit sie mir erklären kann, wie es zu solchen Schildern kommt:



Überhaupt ein Tag mit Erklärungsbedarf: In der mopo motzt heute nämlich ein Leser völlig zu Recht, es könne ja wohl nicht angehen, dass eine Formulierung wie „Bruce Springsteen rockt das Stadion“ den Weg in die Zeitung findet. Das findet im Prinzip auch der zuständige Herr aus der Chefredaktion und argumentiert dann überraschend flexibel, dass die Mopo versucht, die nachweislich vor allem jüngeren Leser
"in deren Sprache mitzunehmen“
denn
„nicht mal jeder zweite Teenager liest heute noch Zeitung“
und deshalb
„brauchen Blattmacher den Draht zur Jugend. Unsere Mopop-Redaktion weiß, wie sie tickt – und wie sie spricht.“
Das ist ja alles schön und gut, aber, liebe Mopo, wenn Du die Teenager im Blick hast, erklär mir doch mal bitte eins: Bruce Springsteen?

Now playing: Muddy Waters - Too young to know

Montag, Dezember 03, 2007

Neue Werbefläche: Werbeplakate.

Werbung auf Werbung? Wenn das nix ist. "Du, wie hieß noch mal der neue Film mit der Gedeck?" "Keine Ahnung. Irgendwas mit 5 Millionen."



Das nennt man dann wohl Win-win-Situation.

Now playing: Wk.end Band - Make it a double

Donnerstag, November 29, 2007

Ich muss weg.

Und dann sitzt man morgens im Bus und der Typ neben einem fängt an zu heulen. Mit heulen meine ich übrigens: Heulen. So wolfsmäßig. Und dann fragt man sich wieder: Was machst du hier eigentlich?

Now playing: Tears for Fears - Mad World

Dienstag, November 27, 2007

Friss und/oder stirb!

Momentan, und dank unseres Ministers für Verbraucherschutz (ceterum censeo ich hab die nicht gewählt) auch noch etwas länger, muss auf Lebensmitteln zwar stehen, was drin ist, es wird aber nicht klar, was das bedeutet.

Kohlenhydrate? Sind doch gut! Lecker Energie! Und alles aus Fruchtzucker? Puh, gottseidank kein richtiger Zucker!

Aufklärungsarbeit leistet seit langem „Food-Watch“, seit einiger Zeit auch ganz webzwonullig via Weblog: „Abgespeist“. (Ob das jetzt eine flankierende Marketingaktion zur Veröffentlichung von Thilo Bodes neuem Buch ist, sei dahingestellt – man muss es ja nicht kaufen).

Verbraucherschutz regiert muss sein. Mit Bevormundung hat das nix zu tun.

Now playing: David Sylvian – Thoroughly lost to logic

Edit, bzw. Note to self: Dieses "regiert"-Dingens ganz schnell wieder abgewöhnen. Das ist ja furchtbar.

Donnerstag, November 22, 2007

Will noch jemand mein Freund sein?

Xing, Lokalisten, myspace, lastfm, Pownce, Vernetzung regiert, 5 Milliarden Drittkontakte; aber was hab ich davon? Geld. Sagt jedenfalls diese komische Website, auf der man sich ausrechnen lassen kann, was sein Netzwerk wert ist. Mach ich glatt. Auch wenn ich mir nicht viel davon verspreche:



Aber man kann ja nie wissen.

Und siehe da:



Mein Lastfm-Freund beschert mir also einen Network Value (sic!) von 1900 Euro. Das ist die Schätzung eines potenziellen Wertes, den ich innerhalb der nächsten 10 Jahre (10? Wieso ausgerechnet 10? Weil ich das bis dahin garantiert vergessen habe?)
„z. B. durch die Generierung von Aufträgen (...) und Gehaltserhöhungen“
kapitalisieren (sic! sick! so sick!) kann. Wie, das steht da nicht. Aber ich probier das gleich mal aus.

„Duhuu? Scheheff? Ich hab nen Freund im Internet. Krieg ich bitte mehr Geld?“

Ich bin schon ganz aufgeregt.

Now playing: Bobby Vinton – Mr Lonely

Dienstag, November 20, 2007

Glückwunsch auch.

Im Jahre 2007 werden in Hamburg Vierlinge 10 Jahre alt. Da kann man drüber berichten. Was man nicht kann, was heißt hier "kann"? Was man nicht sollte, ist, sich damit zu brüsten, man habe schon 1997 von der Geburt berichtet. Denn, liebe Mopo, wann auch sonst?



Now playing: Swearing at Motorists - Timing is everything

Mittwoch, November 14, 2007

Sätze für die Galerie.

Warum Politiker und Werber in der Regel in der Volkesgunst weit unten rangieren, kann ich beantworten: Weil das die beiden Berufsgruppen sind, die den größten Bullshit so formulieren können, dass er nicht mehr nach nur heißer Luft klingt. Während sich der Werber allerdings eines ordentlichen Bullshit-Vokabulars sicher sein kann, muss der Politiker sich mit Wortblasen helfen.

So mal wieder geschehen in der „persönlichen Erklärung zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung“ des SPD-Abgeordneten Christoph Strässer. Der stimmt nämlich dem Gesetzentwurf zu. Und zwar weil:
„(...) die Beschränkung (...) den dargestellten Paradigmenwechsel weniger unerträglich [machen].“
Das nenn ich mal genügsam. Sie machen es nicht erträglicher, sie lassen es im Gegenteil unerträglich, aber ich stimme trotzdem zu. Etwas unerträglichem. Und zwar weil weiter:
“davon auszugehen ist, dass in absehbarer Zeit eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts möglicherweise verfassungswidrige Bestandteile für unwirksam erklären wird.“
Oder in anderen, klareren Worten: „Weil schon irgendwie alles gut wird, warum fragt ihr mich überhaupt?“

Update: Da war ich ja wieder viel zu spät. Geistert schon längst durch die halbe Blogosphäre. Aber warum kommt im Print nichts darüber? Und wie ich bei Stefan Niggemeier lesen durfte, hat auch der Eimsbüttler Kandidat Niels Annen diesen hilflosen Mist unterschrieben. Glückwunsch.

Now playing: The Clips – Can’t believe it

Montag, November 12, 2007

Werbung und Poker.

"Ich setze ein Produktbild."

"Gehe mit und erhöhe um das Logo."

"Das Logo ... und einen Textblogck dazu."

"Erhöhe um ein weiteres Bild."

"Halte ich und setz noch ein Angebot on top."

"Bin dabei und pack noch eine Händleradresse drauf."

"Okay ... die Adresse ... und noch eine, ach was, zwei, nee komm, was soll der Geiz: All in."



(Und vor dem Druck noch mal jemanden drüber kucken lassen, wäre auch nicht die schlechteste Idee. Irgendwas ist nämlich immer.)

Now playing: Ian James - Are you kidding?

Freitag, November 09, 2007

"Medium, Large, Grande"

Oder auch: "Medium, Tall, Large". Was soll das? Seh ich aus als hätte ich was im Auge? Liebe Kaffeeverkäufer. Ihr könnt Euch Eure Bechergrößen tausendmal schön schreiben. Ein kleiner Cappuccino bleibt ein kleiner Cappuccino.

Now playing: Queen - You don't fool me

Donnerstag, November 08, 2007

Hi Heel!

Name-Developing, wie die Namensentwicklung im wahren Leben eigentlich heißt, kann eine ziemlich anstrengende Sache sein. Man hat ein neues Produkt oder gar Unternehmen, häufig sogar eins, mit dem man was anfangen kann und soll dem Kind jetzt einen Namen geben.

Den darf es natürlich noch nicht geben. Und er muss gut klingen. Und er sollte etwas über das Produkt bzw. Unternehmen aussagen. Im Bereich Pharma darf er aber nix versprechen. Jedenfalls nicht „wirklich“. Und dann kommt so etwas dabei heraus:



Da hat aber jemand den schwarzen Gürtel in Phonetik.

Now playing: UB40 - Please don't make me cry

Dienstag, November 06, 2007

How low can you go?

Früher war alles Alessi. Wobei ich mit „früher“ die 80er meine und mit „alles“ das durchschnittliche Kücheninventar. Besteck, Wasserkocher, Kapselheber Flaschenöffner, Zuckerdose, Zitronenpresse, alles halt.

Wer zu alt für „Leonardo“ war, der musste sich Alessi kaufen. Das stand bis Mitte der 90er, und das wissen die wenigsten, sogar im Grundgesetz: Design hat von Alessi zu sein. Außerdem gibt es einen Fiat Panda von Alessi, es gibt natürlich Uhren von Alessi, es gibt sogar Pistolenhalfter von Alessi.

Man könnte also meinen, die Marke Alessi hätte es geschafft. Dann kamen irgendwann die Zacks und WMFs dieser Welt und haben ebenfalls angefangen, Gebrauchswerkzeuge zu designen. Mitunter sogar ziemlich ansehnlich. Und vor allem: Man sah dem Design nicht schon aus 12 Kilometer Entfernung an, von welcher Marke es stammte.

Bis dahin galt Alessi-Design als zeitlos. Mit der Zeit hat sich aber gezeigt, dass das Tinnef ist. Alessi ist 80er, zeitlos geht anders. „Na toll“, hat man sich bei Alessi gesagt, „wenn das alles so vergänglich ist, dann können wir unser Zeug ja gleich ins Klo schmeißen!“

Und da keine Idee zu blöd ist, um nicht verwirklicht zu werden, müssen Alessi-Fans jetzt ganz, ganz tapfer sein:



Now playing: Ella Fitzgerald – Things ain’t what they used to be

Donnerstag, November 01, 2007

Ich doch nicht!

Und plötzlich steht Darth Vader in der Tür. Er blickt an mir empor und piepst mir zu: „Süßes oder Saures!“ Dankbar dafür, immerhin die Wahl gehabt zu haben erfülle ich ihm den Wunsch (Notiz an mich: Zitronen sind aus, nachkaufen). Ich hätte ja gerne ein Foto gemacht, aber die begleitende Mutter hat misstrauisch abgelehnt. Sie wolle Bilder ihres Sohnes nicht irgendwann im Internet wiederfinden.

Als ob ich jemand wäre, der permanent alles ins Netz packen würde.

Now playing: John Williams - Imperial March

Mittwoch, Oktober 31, 2007

Wo Inspirationen halt so herkommen.

"Claudia hat nen Schäferhund
und den hat sie nicht ohne Grund,
abends springt er in ihr Bett
und dann geht es rund."
Für die älteren Nichtwerber unter meinen Lesern, die die Diskussionen hier und hier vermutlich nicht mitbekommen haben: Bin ich der Einzige, der bei den Anzeigenmotiven irgendwie an die Ärzte denken muss?

Nun ist ja bekanntlich nichts leichter, als zu provozieren. Vermeintliches oder tatsächliches Tabu brechen und fertig. Ich persönlich finde es ja arg durchschaubar, wenn einfach die bekannten Knöpfe gedrückt werden und gleich danach die Platte „Hah! Es wird drüber geredet! Erfolg, Erfolg“ aufgelegt wird. Aber dann auch noch mit ner Idee aus dem Jahre 1984?

Now playing: Die Ärzte – Ist das alles?

Nerds.



Hausaufgabe zu morgen: freeonlinegames.com und world of warcraft runterfahren, Rechner ausschalten, raus aus der Agentur, 15 Minuten Badminton Federball spielen. Dann klappt's auch mit dessen Ausrichtung.

Now playing: Vehemence - What could go wrong?

Montag, Oktober 29, 2007

Freitag, Oktober 26, 2007

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Neuer Trend?

Im Buchhandel tut sich was:



Memo: Roman schreiben, Arbeitstitel: Der/Die/Das sechste irgendwas.

Now playing: Nena - ?

Montag, Oktober 22, 2007

"Your Insights serve you well."

"Ich weiß nicht ... von weitem sieht das so aus als würde da ne nackte Frau knien ... kann aber auch an mir liegen."
Now playing: Amie Sassano - What You Want to See

Freitag, Oktober 19, 2007

Alle Jahre wieder ...

... kommt ein Fachmagazin auf die Idee, doch mal wieder zu schauen, wo denn die Leserschaft so in der Bevölkerungsgunst steht. Und siehe da, ein Wunder ist geschehen. Werber sind mittlerweile sogar unbeliebter als Politiker. Ich versteh gar nicht warum. Nur weil wir mit sechs neddo nach Hause gehen und dafür nix anderes machen müssen als den ganzen Tag lecker Prosecco saufen und Models kucken und Sprüche kloppen kann es ja wohl nicht sein. Die haben sich doch bestimmt vertan.

Now playing: Depeche Mode - I Feel Loved

Mittwoch, Oktober 17, 2007

Erster!

Hat hier jemand „Weihnachten“ gesagt? Dann mal los:



Ain't that cool? Bestellen kann man die Dinger hier

Noch nicht trendy genug? Ja warte, geht ja weiter. Das iPhone dürfte dank ebay jeder zweite just-a-little-bit-later-adopter unterm Weihnachtsbaum liegen haben. Wer richtig punkten will, der stinkt mit dem Smell Phone dagegen an.



Nicht weihnachtlich genug? Ja warte, da haben wir auch noch was, was keiner hat. Oder kennt jemand jemanden mit einem USB-Stick-Schlüsselbrett-Kerzen-Dings?



Dachte ich mir.

Now playing: Quartette - Christmas Came Early this Year

Ruhe 2.0

Großartig

Now playing: Depeche Mode - Enjoy the Silence

Link via e13 (falls man überhaupt noch "via-Links" setzen darf ohne dadurch als Link-Asi und Technorati-Nutte zu gelten)

Dienstag, Oktober 16, 2007

Montag, Oktober 15, 2007

492.864

492.864 abgegebene Stimmen, bei 607.468 nötigen Ja-Stimmen könnte das eng werden. Also keine Stärkung der Demokratie. Ein Gutes hat die Sache natürlich: Da die Hamburger offensichtlich so zufrieden mit der Arbeit der Parteien sind, bleibt mir in Zukunft wenigstens das weinerliche Genöle über "die da oben" erspart.

Now playing: Iso Brown - Wurst ist Wirklichkeit

Donnerstag, Oktober 11, 2007

Nicht im Hardcover, dafür im Netz.

Blöd an Büchern über Werbung ist, dass es ungefähr eine Zillion davon gibt, aber nur wenig wirklich gute. Wenn die nicht gerade "Hey whipple, squeeze this", "Eating the Big Fish" oder "Cutting edge Advertising" heißen, werden sie in ein, zwei Auflagen rausgebracht und das war's. Und ab dann kosten die Dinger richtig Geld. Wer sich nicht rechtzeitig um sein Copy Book* gekümmert hat, weiß, wovon ich rede.

Da finde ich es einigermaßen großartig, dass Bernd Kreutz sein vergriffenes Buch einfach mal in seinem Blog zum Download anbietet.



Web 2.0 hat schon was.

Now playing: The Sisters of Mercy – More

*Das "Copy Book" ist übrigens dringend zu empfehlen. Allerdings nicht zu so einem absurden Preis.

Dienstag, Oktober 09, 2007

Typisch deutsch.

Jammern, jammern, jammern.


Mehr bekommt ihr von mir trotzdem nicht! Außerdem typisch deutsch: Seinen Unmut durch demonstratives langsames Kopfschütteln auszudrücken. Häufig zu beobachten an Bushaltestellen, wennn nach nicht minder demonstrativ ausschweifender Handbewegung und einem Blick auf die Uhr klar wird, dass der Bus schon 12 Sekunden Verspätung hat.

Noch häufiger zu beobachten am Bahnsteig nach der Durchsage, der ICE 6525 nach Kleinkleckersdorf habe 5 Minuten Verspätung. Dort wird das Kopfschütteln übrigens häufig begleitet von einem jetzt aber wirklich demonstrativen Aufstöhnen, parallel dazu suchen die Augen in der Regel nach Leidensgenossen, die sich durch die gleiche eigentlich Heiterkeit auslösende Kopfverrenkung zu erkennen geben.

Vor allem anderen typisch deutsch ist es aber, permanent über die schlechte Werbung zu meckern, nur um dann in einer Studie geradezu darum zu betteln! Anderererseits, Statistik für Anfänger: Wenn 45% angeben, von einer Preisnennung in ihrer Kaufentscheidung beeinflusst werden zu können, was sagt das über die Kaufentscheidung aus? Genau. Nada, nix, niente. Kauft er deshalb? Oder gerade nicht? Man weiß es nicht genau. Aber Studien sind super!

Now playing: Hank Shizzoe - Don't bore me, man

Montag, Oktober 08, 2007

Mit Hausbesuch?

Aus der beliebten Serie "Plakte, die lieber Anzeige mit erklärender Copy geworden wären" sehen Sie heute die durchaus lobens- und fördernswerten Initiative der Diakonie Hamburg: Zuhause sterben. Als Plakat doch eher schwierig.


Now playing: Chase Mo - Right but yet wrong

Mittwoch, September 26, 2007

Sensation: Peugeot baut Autos für draußen.


Der Peugeot 207 SW in der Outdoor-Variante. Ich kann den Erdrutsch auf dem Automarkt schon rumpeln hören. Wenn das Beispiel Schule macht, die Autos nach draußen zu schicken, brauchen wir bald Autobahnen.

Now playing: Andy Guthrie - Come back in

Ungewöhnlich und innovativ?

Hmmmmm, nö. Da muss man schon Politiker sein, um sowas allen Ernstes als "bewegenden" Song zu bezeichnen - und dann auch noch in den Handel zu bringen.

Now playing: Torfrock - Stech den Torf Du Torfstechmeister

Via Sargnagelschmiede

Dienstag, September 25, 2007

Ist mal wieder soweit.

Beim Weinanbau ist es so: In Ländern, in denen die Sonne ihren Job nicht immer mit der gewünschten Zuverlässigkeit erledigt, kommt unter Umständen „Sonne aus dem Sack“ hinzu – der Wein wird nachträglich gezuckert, denn ohne Zucker kein Alkohol und das wäre doof.

Das nennt man Chaptalisation und die ist dort erlaubt, wo es ab und zu nötig ist (Frankreich, Deutschland etc.) und die ist dort verboten, wo es eh nie notwendig ist (Kalifornien. Australien etc.).

Nun kann es aber in manchen Ländern auch passieren, dass die Sonne ihren Job nur allzu ernst nimmt und zu lange auf die Beeren einwirkt, so dass sämtliche Säure flöten geht. Und ein Weißwein ohne Säure ist nix, deshalb wird in solchen Fällen Säure hinzu gegeben.

Das nennt man Azidifikation und die ist dort erlaubt, wo es ab und zu nötig ist (Kalifornien. Australien etc.) und die ist dort verboten, wo es eh nie notwendig ist (Frankreich, Deutschland etc.).

Das kann man ruhig mal albern finden.

Was man auch albern finden sollte, ist der Streit zwischen Verfechtern von Mund-zu-Mund-Propaganda (wenn man die übrigens als „Word-of-Mouth-Marketing“ bezeichnet, wird sie automatisch um 17% effektiver) und klassischer Werbung, die per E-Mail weitergeleitet wird (wenn man das übrigens als „Viral-Marketing“ bezeichnet, wird die Agentur automatisch um 17% jünger).

Ich kann es nimmer hören. Da stellt sich also ein CEO hin und verkauft es als Wahnsinnserkenntnis, dass Mundpropaganda besser verkauft als Werbung. Hammer!

Macht doch einfach gute Produkte, dann wird drüber geredet. Und macht doch einfach gute Werbung, dann kommt auch noch das passende Image dazu. Im Prinzip isses das.

Now playing: Steve Porter – Can You Believe It?

Link mal wieder via Werbeblogger

PS: Keine Ahnung, was mit dem Layout passiert ist. Ich hab hier nur irgendwelche Knöpfe gedrückt.

Montag, September 17, 2007

Freitag, September 14, 2007

3.0? 4.0?

Auf jeden Fall ist das hier dann wohl User-Generated-User-Generated-Content-Bashing. Oder so.

Das Original (wer auf eine Pointe wartet, da kommt keine):



Die Remixe: Klick, Klick

Now playing: Terry Frank & Rick Holmes – Life aint fair

Mal kurz einen für die Galerie:

"I love USP"- "Me Too"



Now playing: Nicki - 's war so a Tag

Mittwoch, September 12, 2007

Die haben doch alle 'ne Macke da draußen.

Aber sowas von!



Now playing: Noodles - What The Fuck Is Wrong With You?

Mafo 2.0

NIVEA ist gerade mit der hübschen Aktion Schönheit ist ... am Start. Da darf natürlich in Zeiten 2.0 auch der User-Generated-Content nicht fehlen und so wurde eine Galerie ins Netz gesetzt, in der die Konsumenten verraten können, was Schönheit für sie bedeutet.

Blöd nur, wenn dabei mehr oft als selten die implizite Positionierung von Dove herauskommt: „Schönheit ist Natürlichkeit.“

Now playing: Ornette Coleman – Beauty is a rare Thing

Dienstag, September 11, 2007

Super Angebot.

Wer ist bei amazon eigentlich für die Rabattierung zuständig? Irgendwann wird es nämlich albern:



Now playing: Barry White – Come On

Re: Ihre Kündigung.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mich bestimmte Marken gar nicht als Konsumenten haben wollen. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, warum ich angesprochen werde, als hätte ich gerade eine misslungene Hirnoperation hinter mir. Aber ich will mich niemandem aufdrängen. Der Höflichkeit sei es jedoch geschuldet, auf die vom Markenverantwortlichen ausgesprochene Kündigung zumindest zu reagieren. Ich hab da mal was vorbereitet:
Sehr geehrte/r _____________,

mit Interesse habe ich Ihren neuen TV-Werbespot für _____________ verfolgt und möchte Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Entscheidung, mich aus dem Kreis Ihrer Zielgruppe auszuschließen zwar bedauere, aber selbstverständlich akzeptiere.

Ich weiß natürlich nicht, ob Ihre Neuausrichtung bzw. Konzentration auf Kleinkinder und Vollidioten der Weg ist, den eine Marke einschlagen sollte, aber ich bin mir sicher, dass Ihnen gewichtige Studien und Mafo-Ergebnisse vorliegen, die keine andere Möglichkeit offen gelassen haben. Gesunder Menschenverstand wird in der Tat noch viel zu oft überschätzt.

Für Ihre Strategie, die Leute so anzusprechen, als wäre Volksverdummung das neue Bildungsideal, wünsche ich Ihnen viel Erfolg, würde mich aber freuen, wenn Sie mich zu einem späteren Zeitpunkt wieder als Konsument ansprechen würden.

Mit freundlichen Grüßen

_________________________

PS: Glauben Sie nicht alles, was Ihnen die Leute in den Tests erzählen.
Now playing: Erasure – Ship of Fools

Montag, September 10, 2007

Nachtschicht.

Ohne Input kein Output. So einfach ist es nun mal, deshalb muss man sich als Geistesarbeiter immer wieder selber füttern, sonst erwischt man sich am Ende noch dabei, im ersten Schwung Dinge abzuliefern, die der Kunde auf Anhieb versteht.

Und das geht natürlich nicht. Input holt man sich aber bekanntlich nicht aus dem Fernsehen. Sondern aus dem Theater, zum Beispiel (eigentlich von überall her, außer eben dem Fernsehen). Da kam mir die Hamburger Theaternacht gerade recht. Wer übrigens gleich zu den blöden Witzen will, kann jetzt ganz nach unten scrollen.

Natürlich begibt man sich in Hamburg, wenn man schon die Möglichkeit dazu hat, aufs Schiff, um stilecht von A nach B zu kommen. Leider hat das meinen Zeitplan ein klein wenig auseinandergenommen, denn die angekündigten Abfahrtszeiten vom Jungfernstieg – alle 20 Minuten – entpuppten sich schnell als äußerst optimistische Schätzwerte. Davon, dass natürlich ganz Hamburg mit auf die Alsterfähren wollte, ganz zu schweigen.

Nach zwei Fähren ohne mich ging es dann aber los. Und zwar wie sich das gehört und mit musikalischer Begleitung.



Blöderweise, aber mittlerweile nicht sonderlich überraschend, hat die Tour dann doch länger gedauert als angekündigt, und wenn schon sonst nichts, wollte ich unbedingt pünktlich um 23.00 im Winterhuder Fährhaus Salut Salon sehen. Also runter von der Fähre und weiter mit dem Bus. Die Nummerierung der Sonderlinie hätte vertrauenswürdiger nicht ausfallen können, trotzdem hat es irgendwie geklappt.



Ich hätte sogar noch Zeit gehabt, denn die Jazz-Fuzzis haben natürlich überzogen, was wäre denn am Jazz noch Jazz, hielte man sich an so alberne Konventionen wie die-anderen-wollen-vielleicht-auch-mal?

Salut Salon selber hatte ich seit Ewigkeiten auf dem Zettel, aber immer kam irgendwas dazwischen. Am Samstag nicht und es hat sich absolut gelohnt. Nächstes Mal gerne wieder und gerne länger. Das Bild soll übrigens nicht künstlerisch wertvoll oder sonst was sein, ich hab mich nur nicht getraut, in der ersten Reihe ein Blitzlichtgewitter zu starten.



Danach ging es zwar noch weiter mit der Theaternacht, aber mir hat der Wein nicht gefallen und Radeberger trink ich nicht, also ab nach Hause. Nicht, ohne gute Tipps vom Hamburger Verkehrsverbund zu bekommen, die einem das Überleben im Großstadtdschungel leichter machen:



Oder dezente Hinweise darauf, dass es durchaus genussverstärkend sein kann, wenn man endlich einsieht, dass sich unsere Kultur mittlerweile auf einer Stufe befindet, auf der man sich nicht mehr mit fettigen Fingern arrangieren muss:



Gegenüber der Haltestelle gibt es übrigens einen Möbelladen, der früher nicht da war. Früher war da eine Disko namens „Atisha“, die für Eppendorfer Verhältnisse erstaunlich prollig war. Da gab es, als ich noch U-30 war, regelmäßige Ü-30-Partys. Früher haben wir das „Reste ficken“ genannt. Wie man das heute nennt, weiß ich nicht. Hoffentlich anders.

Now playing: Greenhaus – Not In My Name

Freitag, September 07, 2007

Muss man auch erstmal drauf kommen.

Da wird also in Wien eine Agentur gegründet, die sich auf Neuromarketing spezialisiert hat. Und warum? Als
"Antwort auf die Unzufriedenheit von Unternehmen über die zunehmend wirkungslose Markenkommunikation in Zeiten der Reizüberflutung"
Das ist doch mal ein Satz für die Galerie. „In Zeiten der Reizüberflutung“. Das klingt so wie „in der Ära des Tyrannosaurus Rex“. Naturgegeben halt, doof zwar, aber kannste nix machen. Dass vielleicht die Reizüberflutung bisserl verschwägert ist mit der „zunehmend wirkungslosen Markenkommunikation“, darauf kommt da niemand? Cause and effect? Nicht? Kein Gedanke daran?

Oder dass die Wirkungslosigkeit von Markenkommunikation vielleicht unter Umständen eventuell (man wird ja noch spinnen dürfen) daran liegt, dass diese Markenkommunikation einfach grottenschlecht und austauschbar ist und damit zu einem einheitlichen Hintergrundflimmern, ergo: (Tusch) Reizüberflutung wird? Auch nicht? Dann will ich nicht weiter stören. Startet ihr mal ruhig eure Angriffe auf mein Unterbewusstsein.

Aber kommt mir am Ende nicht wieder mit Hundebabys.

Now playing: The Shorts – She Made My Day

Link via Julia.net

Donnerstag, September 06, 2007

Handtaschenpsychologie

Kennt jeder: Gerade denkt man noch darüber nach, was eigentlich der Inhalt seiner Tasche über einen Menschen aussagt, macht einfach mal eine Bestandsaufnahme:



denkt sich dann: „Hm, geht so, eher langweilig, wenigstens stehen im Notizbuch paar coole Sachen drin“ und stolpert via Achtung Werbung prompt über diese Aktion. Was schleppen die denn alle mit sich rum???

Now playing: Engine – Show Me Yours

Dienstag, September 04, 2007

We suck, don't we?



Zugegeben: Ich hab keine Ahnung, wer der Vogel da auf dem Plakat ist und vielleicht ergibt der Spruch in seinem Zusammenhang ja auch einen Sinn, der sich momentan noch etwas ziert, meinen Horizont zu erweitern. Aber wenn "Durchschnitt" das beleidigendste Wort überhaupt ist, warum schreib ich es dann dick und fett über mein Produkt?

Now playing: Snipe Hunt - Everywhere I Look Around

Montag, September 03, 2007

Schockierender Schock-Schock schockt die MOPO.

Heute in der Hamburger Morgenpost:
"Diana: Der letzte Todes-Schock"
Banaler Inhalt: Der eintreffende Notarzt konnte ihr nicht mehr helfen. Ich bin noch völlig fertig.

Now playing: Manic Street Preachers - So Dead

Mittwoch, August 29, 2007

Wer wirbt hier für wen oder was?

Vor dem Test:
„Fuck! Den Kerner erkennt man doch auf dem Laptop gar nicht!“

„Dann pack ich ihn halt noch mal innen Einklinker.“
Nach dem Test:
„Fuck! Kunde ist voll sauer! Nur 99% haben den Kerner erkannt!“

„Dann schreib ich es halt noch mal über den Einklinker.“


Bei der Sendung „Kerner kocht“ bin ich letztens übrigens hängen geblieben. Gott sei Dank Leider war sie fast vorbei, aber immerhin hat es noch gereicht, mir die Frage zu stellen, ob sie nicht eigentlich heißen müsste „Alle kochen, außer Kerner.“ Aber vielleicht bin ich da auch wieder zu pingelig.

Apropos pingelig: Wenn ich auf Pro7 die Simpsons verpasst habe, kann ich mich dann beim ZDF beschweren, wenn ich auf deren Homepage die „verpasste Sendung“ nicht finde?

Now playing: Soft Cell – What?

Dienstag, August 28, 2007

Werbung: Jetzt mit 857% mehr Inhalt!

Wäre ich Marken-Verantwortlicher bei einem der unten aufgeführten Mode-Labels, ich würde den Betreiber dieses Flohmarktes verklagen. Vorausgesetzt natürlich, ich würde überhaupt herausfinden, wer denn der Absender dieser Anzeige Typo-Schlacht ist.





Letzte aufruff: Unter Drogen zu gestalten kann ja ganz lustig sein. Es kann aber auch nicht schaden, vielleicht nochmal eine Nacht drüber zu schlafen, bevor der Kram in den Druck geht.

Now playing: Steve Porter - Can You Believe It?

Freitag, August 24, 2007

Liberale Beachparty?



Ihr nun wieder. Nämlich im Gegensatz zu welchen Beachpartys? Andererseits: besser liberal als böser Hering.

Now playing: Muzzlewhite - Seriously Kidding

Donnerstag, August 23, 2007

Die Mediziner hatten ihre Chance. Jetzt sind die Werber dran.

Die virale Verbreitung wird unter Kontrolle gebracht. Was die Medizin nicht geschafft hat, gelingt der Werbung ganz mühelos. Der Grund: Es muss gar nicht passiert sein, es reicht völlig, wenn man es bisserl anders formuliert. Die virale Verbreitung wird umbenannt in virales Marketing und fertig.

Dieses Filmchen geistert seit einigen Tagen durch das Internet:



Das nennt man dann „viral“. Jetzt kann man ruhig mal davon ausgehen, dass ein Film, in dem es um virales Marketing geht, mit der Absicht produziert wurde, viral zu werden, sprich: sich selbst zu bestätigen. Das ist gelungen, kann man nicht anders sagen.

Hätte sich der Film aber auch verbreitet, wenn Vader, Tarkin und Dingsbums statt schwäbisch hochdeutsch geredet hätten? Vermutlich schon, er wäre nicht ganz so lustig geworden, aber allein eine Marketing-Diskussion im Todesstern wäre es schon wert gewesen, sie weiterzuleiten.

Dieses Filmchen geistert seit vielen Monaten durchs Internet:



Auch das nennt man dann „viral“. Auch wenn der Film mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem anderen Zweck gedreht wurde, dient er mittlerweile ausschließlich der Belustigung. Das kann eigentlich kein Marketingziel gewesen sein (und wenn doch, will ich nix gesagt haben). Ich bin mir sicher, dass zu der Zeit, in der das Ding online gestellt wurde, keiner der Verantwortlichen das Wort „viral“ außerhalb von Gesprächen mit hygienerelevanten Inhalten gebraucht hätte. Geplant war die Verbreitung also eher nicht.

Dieses Filmchen geistert seit vielen Jahren durchs Internet:



Wenn man das nicht „viral“ nennt, dann weiß ich auch nicht. Jetzt ist der Spot dummerweise von 1984, von viralem Marketing war da noch keine Rede. Der Spot wurde in dem Moment viral, als er es werden konnte.

Quintessenz: Nicht gute „Virals“ werden verschickt, sondern gute Filme werden zu „Virals“. „Viral-Marketing“ ist eine Worthülse, die versucht, Kontrolle über etwas zu bekommen, was man nicht kontrollieren kann. Man kann aber für einen bestmöglichen Start sorgen: Indem man es gut (oder eben besonders schlecht) macht. Mehr war es nicht, mehr isses nicht und mehr wird es nie sein. Der Rest geht von alleine, denn wenn irgend etwas auf dieser Welt keine Marketingmanager braucht, dann ja wohl ein Virus.

Now playing: The The – Infected

Dienstag, August 21, 2007

Immerhin kein Cat-Content.

Aus Gründen ist momentan kein inhaltsschweres Qualitätsbloggen möglich. Deshalb heute nur ein neues Bild des Sommerlochs:



Ein putziger Caterer (dem man mal einen Bindestrich spendieren sollte):



Mein aktuelles Lieblingsschild:



Und der dringende Rat, sich noch einmal die zugegebenermaßen schon recht alte Serie Elenore - the cute little dead girl zu Gemüte zu führen.

Now playing: Surrounded By Ninjas - Several things in one

Montag, August 20, 2007

Relativer Stop.



Und sollte doch mal was wegkommen, wird bestimmt „sofort“ eine „Großfahndung“ in die Wege geleitet um die Diebe „so schnell wie möglich“ hinter „Gitter“ zu bringen.

Andererseits ist reine Kryptik natürlich auch keine Lösung, liebe Künstler von der HfbK:



Kann mir irgend jemand verraten, was es mit dem Ball und dem Ausrufungszeichen auf sich hat? Muss auch nicht mal stimmen. Da bin ich ja flexibel.

Now playing: Ladytron - Weekend

Donnerstag, August 16, 2007

When the hurlyburly's done, when the battle's lost and won.

Wenn sich im nächsten Jahr am 24. Februar der Staub der Wahlkampfschlacht gelegt hat, und tags darauf das Ergebnis feststeht, dann hat Hamburg unter Umständen einen neuen Bürgermeister. Der könnte Michael Naumann heißen. Ich weiß nur nicht, ob sein Claim ihm dabei so hilfreich sein wird:



Ich versteh zwar die Intention, aber Selbstbewusstsein sollte auf gewonnenen Wahlen basieren. Nicht auf bevorstehenden. Um es (mal wieder) mit Luke Sullivan zu sagen*:
"This is known as leading with your chin. Somebody's gonna take a swipe at it just to keep you humble."
Now playing: Frank Sinatra - Nevertheless

*Auch wenn er es natürlich in einem anderen Zusammenhang geschrieben hat: Before you unveil your stuff, don't assure the client that "You are going to love this."

Mittwoch, August 15, 2007

Na dann gib mal her.

Ich musste mir gerade dieses Buch bestellen, weil man ja wohl einer Rezension wie der hier unmöglich widerstehen kann:
"This book REALLY got me thinking! (...)

I am currently busy designing my own Parka!!!!"




Now playing: The Morning Line - New Jacket

Montag, August 13, 2007

Alles nicht so leicht und dann ist man ja auch noch aufgeregt, da kann das schon mal passieren, dass man sich irgendwie vertut.

Als der Sprecher der Vorsitzenden der Vereinigung der Freunde der Kryptik der (Mist) in Waschcentern habe ich mich natürlich besonders gefreut, als ich auf einer der Maschinen ein Schild entdecken durfte, auf dem stand:
“Zeitver-Zögerung“
Mal abgesehen von der Frage, ob es sich hier um eine Art Lautschrift handelt, die tatsächlich versucht, den Inhalt des Wortes durch die Aussprache zu illustrieren: Kann mir jemand verraten, wozu man eine Waschmaschine mit Zeitverzögerung braucht? Vielleicht für die Gestalten, die nicht mit ansehen wollen, wie ihre arme Wäsche von der reinigenden Flut erfasst wird und deshalb schon weit weg sein wollen, wenn der Spaß beginnt?

Graffitis mit Zeitverzögerung würde sich wahrscheinlich auch der eine oder andere Sprayer wünschen. Aber so ist das eben, wenn man mit Editierfunktionen und automatischer Rechtschreibprüfung aufwächst: Da sprüht man einfach mal drauf los, gibt sich extra Mühe mit dem anarchistischen Running-Gag und muss schließlich doch, leise Selbstvorwürfe grummelnd, nach Hause schleichen und sich ob der erbrachten Leistung tüchtig schämen:



Ich kaufe in „T“ und möchte lösen.

Now playing: Dan Jones & The Squids – Being difficult

Donnerstag, August 09, 2007

Mittwoch, August 08, 2007

Freitagstexter - der Gewinner

Viele schöne Sachen waren dabei. Aber nur ein Beitrag hat es geschafft, alle Elemente des Bildes zu verbinden und darüber hinaus mit nur einem Satz eine (fast) herzzerreißende Liebesgeschichte zu stricken:
"Hollands erste Trauung eines Objektophilen mit einer Küchenmaschine wurde von der Verzweiflungstat der Exfreundin des Frischgetrauten, Lorna (Baujahr 1974), überschattet."
Gewinnnerin ist also die Julia und der Wanderpokal verabschiedet sich für nächsten Freitag aus der einen schönsten Stadt der Welt in die andere schönste Stadt der Welt.

Now playing: Herbert Dreilich - Zeit der Gewinner

Montag, August 06, 2007

Endlich!



Andererseits: Flaschenöffner hab ich schon, Taschenmesser brauch ich nicht. Und nu?

Now playing: Kpunkt - Marktlückenrevolution

Freitag, August 03, 2007

Freitagstexter.

Hier gewonnen, hier geht’s weiter. Gesucht ist wie immer die passende Headline, Unterzeile, wasauchimmer, der Gewinner wird am Mittwoch gekürt. (Bild entfernt)

Now playing: Wayne Takamine – Without Words

Bildquelle

Donnerstag, August 02, 2007

Formulierungskönige im Netz.





Ich? Online? Nur weil ich gerade Ihre Homepage besuche? Nun werden Sie mal nicht anmaßend, junger Mann!

Now playing: Dancing Bob and his imaginary Band - Braindead again

Ey ich bin nicht gewalttätig weil Gewalt ist was für Spasts aber wenn mir ein scheiß Opfa kein Respekt zeigt dann fick ich ihn weil ey.

Bushido plädiert also gemeinsam mit anderen Künstlern für weniger Gewalt an den Schulen. Für die älteren unter meinen Lesern: Das hört sich dann so an:
"Du willst alles ausprobieren? Dann komm in meinem Hood

Hier kannst du den Bordstein fressen, ich mach dich Spast kaputt

Wer ist so Fit wie ich? Wer ist mein Feind?

Ich bin der, der dich fickt wenn die Sonne nicht mehr scheint."*
Now playing: Pink Floyd - Brain Damage

*Text komplett.