Donnerstag, November 30, 2006

Dem Fehdehandschuh eine Lanze

Der nicht nur von mir sehr geschätzte Thomas Gsella, Redakteur der monatlichen Pflichtlektüre Titanic, hat heute heimlich gedichtet:
BERUFE DER WELT (4000!)
Der Werbetexter

Zwei Seelen, ach, in junger Brust:
Gern schüf er Substanzielles.
Zwar stöhnt ein Köpfchen ohne Lust,
doch mit Verlaub: ein helles.

Schlau preist er an, was kein Schwein braucht,
und Scheiß viel mehr als Gutes.
Zwar macht er, daß dein Schädel raucht,
doch mit Verlaub: er tut es.

Das macht ihn fett an Lohn und Brot.
Zwei Seelen? Er vergißt es.
Zwar gilt er als ein Idiot,
doch mit Verlaub: Er ist es.
Damit hat er im Prinzip nicht Unrecht, unbeantwortet kann ich das natürlich trotzdem nicht lassen. Deshalb schnell ein kleiner nicht ganz lupenreiner Blindtext-Limerick hinterher geschossen:
Bei Goethe klaut es sich am besten,
so hieß es, das wollte er testen.
Als Opfer die Werber,
Humor deshalb herber,
Replik: Dei Mudder kocht doch mit Resten.
Tick, Ihr seid.

Now playing: Peter Schilling – Terra Titanic

Mittwoch, November 29, 2006

How To Save Scheiß-Schaltungskosten

Sehr vernünftig: Sony zieht sich aus dem TV-Werbegeschäft zurück. Ich hab eh nie begriffen, wie man bessere Bildschirmleistung verkaufen will, wenn man sie auf der vorhandenen Möhre präsentieren muss.

Jetzt muss in Zukunft halt vermehrt das Internet bemüht werden, aber das wird es ja eh schon.

Nur, Sony: Deinen mp3-Player WALKMAN ® zu nennen, ist zwar naheliegend. Geht wegen Ketzerei aber gerade mal gar nicht!

Now playing: Geier Sturzflug – Walkman-Fan

Dienstag, November 28, 2006

Schiebung

"Was hastnda bestellt?"

"Buch heißt The Now Habit. Geht darum, endlich drüber wegzukommen, ständig alles vor sich her zu schieben"

"Und? Schon gelesen?"

(Bitte ausdrucken und Pointe selbst eintragen)
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Now playing: Depeche Mode - Any Second Now

Sonntag, November 26, 2006

Saturday Night Fever Zeugs

Das ist mein Einkaufskorb:



Wobei das natürlich wieder nur die halbe Wahrheit ist, genauer gesagt: Nicht mal das! Deshalb fang ich am besten noch mal an. Das ist nicht mein Einkaufskorb:



Zwar habe ich das Zeug darin später auch gekauft, der Korb allerdings gehört mir nicht. Das muss man dazu sagen. Denn blaue Plastikeinkaufskörbe gibt es in meinem sehr geschätzten Sky-Markt durchaus zu kaufen.

Interessiert nur keinen. Wenn die „ordentlichen“ Körbe weg sind, werden halt die „gefälligst zu kaufenden“ missbraucht. Da kann man sich als Verkäufer auch noch so sehr selbst helfen:



Wenn ich damit jetzt an der Kasse stünde: Geklaut oder gekauft? Man weiß es mal wieder nicht.

Was man zu 101% weiß, oder, wenn nicht, dann doch zumindest ahnt, ist, warum kein Mensch, vor allem keine Frau, diesen Fahrradabstellplatz zum „Platz der Wahl“ erwählt:



Mitten in Eppendorf. Keine „böse“ Fläche außerhalb. Aber muss frau jetzt zwingend auch diese Erfahrung gemacht haben? Besser nicht. Laub schluckt nämlich den Lärm auch so schön. Wo wir gerade bei Schlucken sind: Wer ist Schuld? CDU, CDU, CDUUUUU, CDU, CDU, CDUUU-HUU.

Now playing: Dave Matthews Band – You Never Know

Freitag, November 24, 2006

Wenn sonst nix ist?

Hammwa jelacht. Nur auf die hübsche Idee mit dem Doppelposting bin ich nicht gekommen. Mist.

Was sind das eigentlich für Leute, die die Hamburger Morgenpost lesen? Die Mopo ist tendenziell eher boulevardesk einzuordnen, mit gehörigem Anschlag nach links. Max Goldt hat sich mal gewundert, dass so viele junge und sogar trendige Leute die Mopo lesen, denn eigentlich ist die Mopo auf den ersten und zweiten Blick nichts, was den eigenen Intellekt adelt. Oder auf deutsch: Is nich gerade die FAZ.

Aber wie auch immer: Mopo-Leser regen sich auf über Kleingeistigkeit, Behördenschwachsinn, Stromlieferanten, Scheuklappendenken, Ole von Beust, den Senat an sich, mit anderen Worten: Mopo-Leser sind eigentlich ganz sympathisch.

Dachte ich.

Heute allerdings musste ich die Entschuldigung der Mopo für gestrigen Fauxpas lesen. Und was steht da? Da steht:
“In der gestrigen Ausgabe haben wir einen schweren Fehler gemacht. Auf den Seiten 20/21 ist der Artikel über den Streik der Apotheker doppelt erschienen."
So weit so gut, „schwerer Fehler“ weiß ich jetzt nicht, mein All-Time-Favourite „ökonomischer Gottesdienst“ wird definitiv nicht getoppt, aber jetzt kommt’s:
"Darüber haben sich viele von Ihnen zu Recht geärgert."
Hallo? Geärgert? Wie soll ich mir das denn vorstellen? „MIST, MIST, MIST, VERDAMMTE AXT, JETZT HAB ICH DEN SCHEISSARTIKEL DOPPELT GELESEN, VERDAMMTE SCHEISSE NOCHEINS“ – so in etwa?

Liebe Aufreger: Über doppelte Artikel kann man lachen, aber ärgern sollte man sich über andere Dinge.

Now playing: Oasis – Don’t Look Back in Anger

Donnerstag, November 23, 2006

Entweder - oder

Als ich vor ca. Ewigkeiten der Meinung war, ein Weblog zu brauchen, hab ich zunächst einmal nach einem Konzept gesucht. Das Konzept hieß dann „Entweder – oder“ und hat genau zwei Einträge lang funktioniert.

Jetzt gibt es an dieser Stelle dank Frau Ninifaye eine Art Konzeptrevival:

HSV oder Bayern? Bayern. Hilf ja nichts.
Beatles oder Rolling Stones? Depeche Mode.
Schwarzenegger oder Van Damme? Rocky.
Rot- oder Weißwein? Rot. Ausschließlich. Auch zu Fisch oder Geflügel. Dass man zu manchen Dingen nur Weißwein trinken darf ist sooooo achtziger.
Mallorca oder Ibiza? Malle. Ibiza ist für die Prolls.
Berlin oder Bonn? Seit 1990 wieder Berlin.
Auto oder Motorrad? Zu Fuß.
Pizza oder Pasta? Pasta vor der Pizza. Übrigens gibt es wohl in ganz Deutschland keinen Italiener, der die eigentliche Pizza anbietet: Mit Olivenöl, Tomaten und Oregano. Basta.
Fernsehen oder Radio? Balkon, Fenster.
PC oder Apple? Apple. Allein schon deswegen:
Here's to the crazy ones.
The misfits.
The rebels.
The troublemakers.
The round pegs in the square holes.
The ones who see things differently.
They're not fond of rules
And they have no respect for the status quo.
You can praise them, disagree with them, quote them,
disbelieve them, glorify or vilify them.
About the only thing that you can't do is ignore them.
Because they change things.
They invent. They imagine. They heal.
They explore. They create. They inspire.
They push the human race forward.
Maybe they have to be crazy.
How else can you stare at an empty canvas and see a work of art?
Or sit in silence and hear a song that's never been written?
Or gaze at a red planet and see a laboratory on wheels?
We make tools for these kinds of people.
While some may see them as the crazy ones, we see genius.
Because the people who are crazy enough to think that they can
change the world, are the ones who do.


DVD oder VHS? DVD. Was ich in meinem Leben schon für nicht zurück gespulte Filme bezahlt habe, will ich lieber gar nicht wissen.
Tag oder Nacht? Für was?
Sekt oder Selters? Bier.
Internet Explorer oder Mozilla? Keine Ahnung. Internet halt.
Brot oder Brötchen? Toast wäre nett.
schwarz oder weiß? Schwarz
CD oder Vinyl? Vinyl. Auch wenn es die Hölle ist. Mit Plattensammlung umzuziehen. Aber das Argument zählt nicht.
Kaffee oder Tee? Tee. Gerne auch den blöden aromatisierten aus dem Beutel. Hauptsache cooler Name!
Füller oder Kuli? Füller, Faber Castell.
Schoki oder Chips? Salzstangen und Crostini.
Dusche oder Wanne? Wo ich das gerade lese: Hat Badesalz eigentlich ein Mindesthaltbarkeitsdatum?
Turn- oder Lackschuh? Blöde Frage. Je nach Anlass.

Kurze Werbeunterbrechung mit dem dämlichsten Spot der nächsten, na, sagen wir: 248 Jahre:



Winter oder Sommer? Eher Winter. Und natürlich Frühling. Oder Herbst, wenn er nicht zu verregnet ist. Und Sommer, wenn er nicht zu verregnet ist.
Steak oder Würstchen? Steak. Filet. 300 g. Medium.
Blut oder Fleisch? Wie bitte?
ARD oder ZDF? Fernsehlos und glücklich damit. Aber wenn, dann ARD (Tatort halt).
Spiegel oder Focus? Spiegel. Irgendwie dann doch immer noch.
Nokia oder Motorola? Einmal Nokia, immer Nokia. Muss mal schauen, ob ich noch irgendwo mein altes 3110 habe. Mittlerweile müsste das wieder cool sein.
Ski oder Strand? An der Schneebar in die Sonne.
Adidas oder Puma? Was sind das eigentlich für Fragen?
Brief oder eMail? E-Mail schreibt man: E-Mail. Wer viele Briefe schreibt, weiß so was.
Tatort oder Polizeiruf? Tatort. Vor allem Köln und Leipzig. Wobei ich mir hab sagen lassen, dass beide nachgelassen haben.
Anruf oder SMS? Anruf. Ich hasse diese SMS-Chatterei, weil ich für jede SMS ca. 11 Minuten brauche.
James Bond oder Borat? Bond Samstag, Borat nächste Woche.
Hund oder Katze? Katze. Hunde erniedrigen sich ja permanent selbst.
GZSZ oder ViB? WTF?
Familie oder Freunde? Was soll das denn für eine Alternative sein?
BMW oder Mercedes? Mercedes. Jedenfalls die älteren Spots.
FAZ oder SZ? Neue Zürcher. Die kommt wenigstens an.
Simpsons oder Spongebob? Simpsons. Das ist mal sicher.
Heidi oder Naomi? Eigentlich Heidi. Aber das darf man ja nicht mal sagen, sonst schaut der Papa vorbei und schimpft.
Micky oder Donald? Mickey hab ich immer schon gehasst. Scheiß-Klugscheißer.
kicker oder SportBild? Kicker. Ehrensache.
YouTube oder myVideo? Warum muss man heutzutage eigentlich alles mit Binnenmajuskel schreiben? Ist das coOler?
Sean oder Roger? Sean. Roger hat es dann doch ein bisschen übertrieben. Genau wie Pierce.
GMX oder WEB? GMX. Obwohl ich wirklich nicht weiß, warum ich mir das überhaupt antue. 30 Tage Aufbewahrungszeit. Lächerlich eigentlich.

Now playing: Clash – Should I Stay Or Should I Go?

Wer mag, mag sich bedienen.

„Irgendwann halt“ is the new „sofort“

Früher hieß es einfach "Nix ja, ja, mach ich später! Du räumst das SOFORT weg!" Und "sofort" bedeutete "sofort". Davon ist nicht mehr viel übrig. "Sofort" bedeutet "gleich", "gleich" bedeutet "später", "später" bedeutet alles mögliche außer "heute noch". Was hat es da für einen Sinn, wenn der Hamburger Verkehrs-Verbund bockig darauf beharrt, seine weit und breit nicht zu sehenden Busse würden "sofort" abfahren?



"Ja, ja, mach ich später" hat auch der Schlussredakteur der Morgenpost gesagt, als er angefleht wurde, das heutige Machwerk dringend noch mal kurz querzulesen. Ob er Wort gehalten hat, wissen wir nicht, aber wenn Artikel doppelt erscheinen, keimt eine leise Ahnung in uns auf:



Now playing: The Smiths - How Soon Is Now?

Mittwoch, November 22, 2006

Headshot, anybody?

"There’s a new game
we like to play you see
a game with added reality"

M.L. Gore - Master And Servant


Wenn man nach dem obligatorischen Vorweihnachtsamoklauf 10 vorzugsweise konservativ orientierte Politiker in einen Raum schlösse und nach Lösungen suchen ließe, wie derartiges Pubertätsgekasper denn in Zukunft bitte zu vermeiden wäre, mit welcher revolutionären Idee kämen diese Politiker wohl angerückt?

Genau. Verbieten, verbieten, alles verbieten! Was jetzt. Waffen? Munition? Schützenvereine? Naaa, wir wollen doch dem deutschen Vereinswesen nicht an den Karren fahren. Und der verantwortungsvolle Umgang mit der Waffe verändert schult irgendwie die Persönlichkeit.

Deshalb müssen Ego-Shooter verboten werden. Endlich sagt’s mal einer!

Nach ausgiebigem Fratzengeballer in Doom hatte ich zwar eher selten Lust auf Rock’n’Roll in der großen Pause, aber das kann daran gelegen haben, dass ich längst an der Uni war. Was weiß ich! Bin ich der Experte? Nein, die Experten sind die Experten. Allen voran die Jugendbeauftragten und Sozialromantiker Stoiber und wie sie alle heißen. Computerspiele verbieten und schon ist alles gutschi. Klar! Und das Internet auch gleich verbieten. Teufelszeug.

Gut, in Sachen Ego-Shooter dürfte der Zug abgefahren sein. Mit den ganzen wandelnden Zeitbomben da draußen müssen wir leben (bzw, na ja, mit bisserl Pech, Sie wissen schon). Noch ist es allerdings Zeit, eine Katastrophe bisher ungeahnten Ausmaßes abzuwenden.

Wenn wir jetzt verantwortungsbewusst handeln, können wir vielleicht noch verhindern, dass morgen wegen "My Little Pony" alle Ponys rosa angemalt werden.

Dazu allerdings bedarf es eines behutsamen wenngleich konsequenten Vorgehens. Wichtig ist, dass dieses Problem endlich als solches erkannt und nicht länger totgeschwiegen wird. Natürlich ist die Schamgrenze der Betroffenen groß, aber darauf darf einfach nicht immer Rücksicht genommen werden. Hoffentlich erreicht dieser stumme Schrei die richtigen Ohren. Sonst seh ich schwarz. Oder rosa.

Denn das ist sicher: Wenn Ego-Shooter Amokläufe bei frustrierten Jungen auslösen, dann malen frustrierte Mädchen morgen Ponys an. Wer davor die Augen verschließt, macht sich mitschuldig.

Now playing: The Psychedelic Furs – Pretty In Pink

Donnerstag, November 16, 2006

Alles reizend, irgendwie

Fernab von allem Wirklichkeitswahn à la Dove weiß der Kosmetikhersteller Reversa, wie man sein Antifaltenzeugs besser verkauft: Mit Kerlen, die sich auch mal um die Pussy kümmern:


Das werden jetzt einige wieder ganz schlimm finden, deshalb schnell etwas hinterher, was ja wohl noch viel schlimmer ist: Goethe hatte Zahnschmerzen. Von seinem 7. bis zum 69. Lebensjahr. Das ist hart, aber offensichtlich kann nichts Großes ohne Leid entstehen. Da bleib ich doch lieber beim Kleinen, sprich: der Werbung und denke mir Key-Visuals aus, in der wohligen Gewissheit, dass die Suche nach solchen optischen Schlüsselreizen einer Kampagne überhaupt nicht meine Aufgabe ist. Suchen kann man aber ja trotzdem mal. Und was ist? Wenn man mit der google-Bildersuche nach "Key-Visual" buddelt, dann kommen zwar jede Menge Key-Visuals, aber kein einziges Visual von einem Key. Damit ist jetzt Schluss. I proudly present the best key-visual on the web:



Das muss bis Mittwoch reichen, ich hab Urlaub.

Now playing: Urban Cookie Collective – The Key, The Secret

Reversa-Link via Frau Ninifaye
Goethe-Link via Frau Gröner

Mittwoch, November 15, 2006

Ursache, Wirkung, wen interessierts?

“I call you because I’m watching the ads with the client and I’ve just realized I don’t understand them either.”
Jajajajaja, das kann passieren, wenn sich die doch eigentlich unter gleicher Flagge wie der Berater kämpfenden Werbekünstler schon am ersten Punkt dieser Liste bequem einrichten:
1. Ignore everybody.
Now playing: Peloton – Wish I Could

Freitag, November 10, 2006

Antworten, Watson, wir brauchen Antworten!

Diese unangenehmen Personen, die nach dem Salzstreuer greifen und damit ohne vorher zu kosten, reflexartig beherzt verhunzen, was kundige Zungen akribisch und mit Liebe abgeschmeckt haben. Leiden die an so einer Art Glutamat-Kollateralschaden? Auf jeden Fall leiden sie unter Fantasielosigkeit.

Letzteres ist bei denjenigen Fahranfängern nicht der Fall, die eine bemerkenswerte Menge an geistiger Energie in die Namensfindung ihres ersten Autos fließen lassen. Irgendwann lässt der Drang zur Personifizierung zwar nach, scheint sich aber später zurück zu melden. Denn Porsche macht das jetzt auch, aber richtig. In der Pressemitteilung heißt es dazu:
Der Schriftzug kann auch in verschiedenen Farben bestellt werden, z.B. in schwarz, silbern oder gar gold.
Uiuiui! Sogar in gold. Wenn Mutti da man nicht blass wird. Aber was ich fragen wollte: Kann man sich da auch schicke Sprüche und Typospielarten bestellen? So nach dem Motto: Arm Reich aber sexy? Wäre doch ganz hübsch.

Und wo wir gerade bei hübsch bzw. nicht sind: Der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski möchte ja nicht mehr von der Seite fotografiert werden, weil er Angst hat, sein im Profil doch recht ausgeprägtes Doppelkinn würde ihn, ja was eigentlich? Alt machen? Dick machen? Man weiß es nicht. Außerdem weiß man nicht: Wen sieht der Herr Ministerpräsident eigentlich, wenn er sich frontal im Spiegel betrachtet? George Clooney?

Now playing: Nena - ?

Dienstag, November 07, 2006

Sicherheiten, sich erheitern, irgendwie so was halt

Gott sei Dank I

Hamburg dpa Seit gestern wird ernst gemacht im Kampf gegen den
Terror. Pro Person sind im Handgepäck zukünftig nur noch 100 ml Flüssigsprengstoffkeit erlaubt. Bedenken, diese Begrenzung alleine würde potentielle Attentäter kaum von ihrem Vorhaben abbringen, wurden von den zuständigen Kreisen ernst genommen und dadurch aus der Welt geschafft, dass die 100 ml in einer durchsichtigen und wiederverschließbaren Plastiktüte aufbewahrt werden müssen.

Aus Sicherheitskreisen wurden Forderungen laut, diese Tüten zusätzlich mit einer Schleife zu umwickeln, Tourismusexpertenkreise befürchten in diesem Fall jedoch eine, so wörtlich: „massive Verunsicherung der Fluggäste die in keiner Relation zu einem erkennbaren sicherheitsrelevanten Mehrwert führen würde“.

Erste Reaktionen der betroffenen Fluggäste seien „zu 90% positiv“, so ein Sprecher des Hamburger Flughafens. Aus Datenschutzkreisen wurde die Kritik geäußert, hier handle es sich um einen „tiefgehenden Eingriff in die Privatsphäre durch das öffentliche Zurschaustellen persönlichster Dinge“ und von Politikerkreisen dringend Nachbesserung gefordert.

Berichten aus irgendwelchen Kreisen zufolge wird bereits an weiteren Maßnahmen gearbeitet, im Gespräch seien farbige Mützen, die während des Flugs getragen werden müssen, handelsübliche Fingerhüte und die Begrenzung von schlechten CDs auf maximal zwei.

Gott sei Dank II

Brüssel ap Mit großer Mehrheit wurde gestern vom Europäischen Parlament die Zulassung einer Pille gegen Doofheit abgelehnt.

Now playing: Beau Brummels - Cry Just A Little

Montag, November 06, 2006

Die Qualen der Wahlen

Via Werbeblogger gibt es zunächst einmal diesen hübschen Link, der zeigt, dass der erste deutsche TV-Spot 1956 das zu bewerbende Produkt deutlich kreativer bewirbt, als 99% seiner Nachfolger.

Da waren die Amerikaner übrigens schon etwas weiter, wen wundert’s. 1952 ging der erste Polit-Werbespot on air. Anfangs noch ganz harmlos, aber das sollte sich schnell ändern. 1964 ging das gegenseitige Angezicke los, das gerade mal wieder seinen vorläufigen Höhepunkt erlebt.

Die frühen Versuche muten da allerdings noch putzig bis hilflos an. Oder warum hat Reagan niemand gesagt, dass man mit verschränkten Armen keine Wahl gewinnt?

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Weiß doch jeder, dass man dafür kleine Mädchen und Atomexplosionen braucht.

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Auf der sehr informativen Seite livingroomcandidate.com sind alle (!) US-Wahlwerbespots von 1952 bis 2004 archiviert. Ein überaus unterhaltsames Stück Werbegeschichte.

Now playing: Marilyn Manson – Cake And Sodomy

Mittwoch, November 01, 2006

Nadelstiche

Dass die Royals im Film „The Queen“ angeblich nicht gar so gut abschneiden – geschenkt. Aber dass Prinz Philip ausgerechnet von einem Cromwell gespielt wird – darf man das bitte „interessant“ finden?

Now playing: The Beatles – Revolution