Dienstag, Oktober 31, 2006

Flach. Gaaaanz flach.

Ergo großartig.

Cyanide and Happiness, a daily webcomic
Cyanide & Happiness @ Explosm.net

Now playing: Depeche Mode - Now This Is Fun

Ausgleich

Wie oft wird im Jahr die Zeit umgestellt? Genau. Und wie oft hab ich das dieses Jahr verpennt? Sag ich nicht. Aber die Quote ist sensationell.

Now playing: The Cure - Few Hours

Freitag, Oktober 27, 2006

Einschläge? Was für Einschl ...

Wenn ich jemandem vors Schienbein trete. Und dieser jemand mich dann zurück tritt. Und ich dann kundtue, dass ich prüfen werde, warum er mich getreten hat. Was bin ich dann? Komplett merkbefreit? Mindestens.

Auf jeden Fall würde ich mich als ziemlicher Trottel outen, was ich zu verhindern wüsste, da ich ja kein Trottel bin.

Kommen wir nun zu etwas ganz anderem. Nämlich zur Hamburger CDU. Die Hamburger CDU hat ihre Bürgerschaftsmehrheit dazu genutzt, ein vom Volk beschlossenes Wahlrecht zu ändern. Das per Volksentscheid beschlossene Wahlrecht hätte nämlich der Listen-Klüngelei ein Ende gemacht. Ab sofort hätte die Leistung eines Politikers direkten Einfluss auf seine Wiederwahl haben können. Das wollte die CDU nicht, deshalb hat sie Volkes Willen ignoriert.

Kommen wir nun zu etwas völlig anderem. In einer Umfrage ist die Hamburger CDU von zuletzt 44% abgerutscht auf 35%.

Überraschend? Für Chef Dirk Fischer schon. Der will jetzt nämlich "prüfen, inwieweit die Bundespolitik das Hamburger Klima beeinträchtigt."

Dann prüfen Sie mal schön.

Now playing: Trini Lopez - If I Had A Hammer

Donnerstag, Oktober 26, 2006

Erwischt

In Ian White’s hochempfehlenswertem (Antiquariate abklappern) “Copy Book“ wird eingangs ein Texter zitiert (muss zuhause nachschauen, welcher) mit der Antwort auf die Frage seines Art-Directors, warum er eigentlich Texter geworden sei. Die großartige Antwort hat gelautet:
"It is not the way I intended to live my life. It's a dangerous, tough, thankless job, but someone's got to do it. It would be nice if society didn't need people like me. But while it does...I'll be there."
Da ich heute einfach mal auf meinen eigenen harten Alltag verweisen wollte, dachte ich, es wäre passend den Kollegen zu zitieren und hab mich auf die Suche nach seinem Namen gemacht – natürlich anhand des Zitats. Und was musste ich lernen? Geklaut! Und auch noch bei jemandem, der Weisenkindern hilft! Welten stürzen ein. Auf der anderen Seite: Besser gut geklaut als schlecht geklaut.

Now playing: Mesh – Is Nothing Sacred?

Dienstag, Oktober 24, 2006

Nur ganz kurz:

- Versprecher des Tages: „Asi-Schuhe? Ey die sind aus Pferde-Luder“

- Mein Probe-Abo der „Neuen Zürcher Zeitung“ hat gestern begonnen und bis heute hat es genau kein Exemplar in meinen Briefkasten geschafft. Vielleicht toppen die Schweizer ja sogar die Kollegen von der „Süddeutschen“. Ein einziges Mal hab ich die damals erhalten.

- Bullet-Points sind und bleiben scheiße.

- Und schon bin ich wieder weg

Now playing: Heaven 17 – Crushed by the Wheels of Industry

Samstag, Oktober 21, 2006

Ist eh bald Weihnachten

Wir haben alle unsere kleinen oder großen Sorgen. Zum Beispiel: Abgesehen davon, dass ich heute kaum was vernünftiges geschafft habe, ist meine größte Sorge momentan, dass die Trüffelsalami von „Schlemmermeyer“ am Gänsemarkt genau so pervers gut ist, wie die Wildschwein-Fenchel-Salami, die verdammt noch eins ihresgleichen sucht. Denn wenn das so ist, geht in Zukunft ein noch größerer Teil meines Einkommens an die Könige der Wursterei, die ohnehin schon nicht schlecht an mir verdienen.

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Dann nervt es natürlich kolossal, dass die Bayern in Bremen verloren haben, Erklärungen spare ich mir an dieser Stelle, Kunden nerven sogar am Wochenende und sogar, ohne es zu wissen und überhaupt und überhaupt und überhaupt.

Und dann bekommt man Fragen gestellt, die man spontan nicht beantworten kann:

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Tja, da isses wieder: AIDS. Warum eigentlich „wieder“? Sollten manche Themen nicht permanent Thema sein? Zumal Afrika an dem Thema zu verrecken droht, weil von ärztlicher Seite aus wegen einer Missinterpretation des Weltbestsellers „Bibel“ Kondome nimmer gar so gern gesehen sind? Nö. AIDS ist ganz offensichtlich nur noch was für Gutmenschen verantwortungsbewusste Menschen und Sozialarbeiter. Und Werbeagenturen.

JvM und die „Miami-Ad-School“ haben jedenfalls diesen Soldatenfriedhof auf dem Gänsemarkt errichtet:

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Klar hätte man das anders oder ganz anders oder besser oder schlechter machen kännen – ich will ob des guten Zwecks jetzt nicht zu pingelig werden, sondern einfach sagen: Wer macht, der macht was richtig. Oder falsch. Scheißegal. Hauptsache: Machen.

Kids und AIDS

Und ich werde mich nicht über das „Kids“ aufregen. So lange es um wohltätige Zwecke geht, schalte ich meinen Meckerreflex ja eh um zwei, drei Stufen zurück.

Selbst wenn jemand die Wohltätigkeit als „Charity“ bezeichnet.

Via Frau Manavortex bin ich nämlich auf eine wirklich löbliche Sache gestoßen, die allerdings scheiße heißt: „Charity-Bloggen“.

Der Querdenker ruft dazu auf, Weihnachtsgeschichten zu bloggen, die im PDF gebündelt werden und dann, nach einer Spende zu Gunsten vernachlässigter Kinder, runtergeladen werden können.

Das finde ich gut, da mach ich mit. Auch wenn’s vielleicht nicht viel bringt. Wichtig ist nämlich, dass einem das egal ist. Dann kann man loslegen und was erreichen.

Now playing: Nik Kershaw – Don Quixote

Mittwoch, Oktober 18, 2006

Das Eva-Prinzip: Fire and Forget

Eva Herman hat nicht nur ein Buch geschrieben, sondern auch einen Blogeintrag. So richtig verstanden hat sie das Blogdingens noch nicht, aber das kann ja noch kommen. Wenn sie aus dem Sperrfeuer zurück ist.
Ein Blick in die Welt der Moderatorin, die sich seit Wochen dem Sperrfeuer der Diskussion stellt.
Respekt davor, sich per Weblog tatsächlich der Diskussion mit dem Fußvolk zu stellen. Jedenfalls theoretisch.

Denn jetzt raten wir mal ganz wild in den Raum hinein, wie viele der insgesamt 211 Kommentare zu Frau Hermans selbst verfasstem Blogeintrag (glauben wir es der Einfachheit halber einfach mal) dann auch von ihr sind? Genau.

Now playing: Del Shannon - Runnaway

Via Lazerte

Montag, Oktober 16, 2006

Noch'n Philosoph

Man Der Werber schwallert ja gerne. Vornehmlich dann, wenn er nichts zu sagen hat. In Zeiten der Interaktivität kommt das natürlich nur noch halb so gut an. Da will man mit potentiellen und anderen Verbrauchern in den Dialog treten. Will sich austauschen – gerne auch auf philosophischer Ebene.

So wie Volvo auf der hübsch gestalteten Seite für den C-30. Dort stellt Volvo Fragen. Zum Beispiel bei einem Klick auf die Scheinwerfer: „Was kommt hinter dem Licht am Ende des Tunnels“? Oder bei einem Klick auf die Felgen (!):

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Und als ob man was gewinnen könnte, wird fleißig drauf los philosophiert:

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Da lacht das Werberherz, da freut sich der Berater und die Kundenaugen leuchten, bis, ja bis er doch wieder sein hässliches Haupt erhebt, der Querulant, der die Schönheit des Moments nicht zu würdigen weiß, sondern sich einfach nur für die olle Karre interessiert:

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Now playing: Smashing Pumpkins - Perfect

Sonntag, Oktober 15, 2006

Dieser Beitrag kann keine Spuren von Erdnüssen enthalten

+++Achtung: Viel zu langer und unlustiger Beitrag! Nur bei nicht zu ertragender Langeweile oder Sentimentalität mit ausgeprägtem Hamburg-Bezug zum Lesen empfohlen!+++

Silly me! Auf der anderen Seite: Selber Schuld. Ich hätte damals Anfang der Neunziger wirklich die ganzen albernen Max-City-Guides aufbewahren sollen. Anschaulicher kann man das Sterben großstädtischer Institutionen nämlich nicht nachvollziehen.

Es gibt gab in Hamburg sehr viele Club- und Kneipen-Institutionen. Den „Star-Club“ kennt jeder, das „Onkel Pö“ nur noch die mit den grauen Haaren, deshalb kurz für den Rest: Im „Onkel Pö“ hat sich in den Siebzigern die Hamburger Szene um Abi Wallenstein, Udo Lindenberg, Otto Waalkes und Co KG zum Jazzen und Jammen versammelt, Der ganze Laden hatte schnell etwas legendäres, weshalb er nach seinem Tod auch umbenannt wurde: „Legendär“.

Das „Legendär“ stirbt jetzt wieder langsam vor sich hin. Umgezogen in den Eppendorfer Weg, was auch immer das soll. Legendär ist an der neuen Location Adresse jedenfalls nichts.

Ein schlauer Mensch hat im vorletzten Jubiläums-GEO über Hamburg gesagt, das Attraktive an der Stadt sei, dass kaum ein Bauwerk mehr als 200 Jahre auf der Uhr hätte. Was kein Wunder ist, wenn eine Stadt regelmäßig alle 100 Jahre dem Erdboden ähnlich gemacht wird.

Clubs und Bars und Kneipen würden lachen über derart biblische Alter! Wo ist denn das Trinity aus den Achtzigern, das Traxx aus den Neunzigern und das, nun ja, Madhouse aus dann doch drei Jahrzehnten? Die ersten beiden: Gestorben, Wie sich das gehört.

Letzteres: Selbstmord durch, Tusch!, Umzug. Und zwar ins Nebenhaus und mit gleicher Raumausstattung und allem, tot, trotz allem.

Was soll das ganze Gefasel? Am Freitag Abend mache ich die Tür der „Schramme“ auf. Die Schramme ist eine Eppendorfer Institution wie eben das „Legendär“ einst eine war, vielleicht sogar legendärer, weil sie es nie nötig hatte, ihren albernen Namen zu ändern. Wer freitags glaubt, in der „Schramme“ noch einen Tisch zu bekommen, der ist entweder neu in der Stadt oder Glückspilz.

Ich also rein und: Gähnende Leere. Neuer Besitzer? Schießt es einem durch den Kopf. Raubtierhafter Scannerblick in die Runde: Der Billardtisch ist neu. Neuer Besitzer? Die satten Farben und albernen Schilder dominieren jedenfalls immer noch das Gesamtbild:



Aber was um alles in der Welt ist denn hier passiert? Ein Pärchen sitzt am Tisch und knabbert Erdnussflips. Got you now, mate! Sherlock Holmes is in da house!

Wer einem Eppendorfer befiehlt, die Augen zu schließen, an die Schramme zu denken und zu sagen, was er sieht, erhält (kurz nachdem sich ein wehmütiges Lächeln zeigt) folgende Antwort: Erdnussschalen.

Überall. Auf den Tischen, auf dem Boden, an der Bar, überall Erdnussschalen, denn Erdnüsse wurden in der Schramme ebenso freizügig ausgegeben wie Sauerstoff und Leitungswasser. Das war jedenfalls einmal so, jetzt ist es anders. Der neue Betreiber (keine Ahnung ob das stimmt, aber ich will tot umfallen, wenn nicht) scheut offensichtlich Reinigungskosten oder Arbeit oder beides und hat sich gedacht: Erdnüsse, Erdnussflip, ist doch des Gleiche.

Ist es nicht.

R.I.P. War nett mit dir. Oder, um es mit den Worten des Meister zu sagen: Wenn etwas stirbt, stirbt es eben. Auch wenn es wehtut

Now playing: The Cure – Funural Party

Donnerstag, Oktober 12, 2006

Das 5-Dinge-Dings

Herr Wagner fordert auf, die Hosen runter zu lassen. Nun denn:

… fünf Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte

1. Einen goldenen Oktober respektive Herbst.
2. Die Möglichkeit, in der Zeit zurück zu reisen um die gestern verpasste Lesung von Max Goldt doch noch zu erleben.
3. Einen Gastauftritt bei „South Park“.
4. Ahnung von diesem HTML-Dingens.
5. Die Insel-Bücherei. Komplett bitte, wenn es keine Umstände macht.

… fünf Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte

1. Die Fähigkeit, Schreibtische jeder Größe innerhalb von 5 Minuten vollzumüllen.
2. Einen völlig nerdigen Plastik-Alien-Embryo im Glas, den ich ums Verrecken nicht loswerde. Aber der Ehrgeiz verbietet es mir, ihn einfach wegzuschmeißen.
3. Einen Uralt-AOL-Account, der mich monatlich 5 Euro nochwas kostet und den zu kündigen ich immer wieder vergesse. Ich weiß nicht mal mehr meinen Nutzernamen.
4. Die frequenzstärkste Buslinie Europas um ins Büro zu kommen.
5. Den Reflex, doch wieder jeden Morgen zur „Hamburger Morgenpost“ zu greifen.

… fünf Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte

1. Einen Brief an die Leser in der Titanic.
2. Orientierungssinn.
3. TV-Empfang.
4. Beruflich irgendwelche Dinge ausrechnen zu müssen.
5. Vollidioten im Büro

… fünf Gerngelesene, an die das Stöckchen weiterfliegt

Frau Ninifaye
Herr Eigenart
Herr Weltregierung
Frau Samoafex
Und Frau allesb könnte auch mal wieder.

Mittwoch, Oktober 11, 2006

"Deppen"-Apostroph auf englisch

Im Blog von Wieden & Kennedy wird über einen Londoner Laufwettbewerb geschrieben und der Pedanten-Poster glaubt völlig zu Recht, den fehlenden Apostrophen im Pub-Schild kritisieren zu müssen:

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Ja kann man mit diesem verdammten Ding denn nirgendwo mehr richtig umgehen? In Deutschland macht man es englisch, in England deutsch, erkennt irgendjemand ein System dahinter? Das wird noch böse enden! Wenn es nicht schon längst vorbei ist, ich bekomme hier vor lauter Arbeit nichts mehr mit.

Now playing: De/Vision – Hear Me Calling

Dienstag, Oktober 10, 2006

Neuer Trend in der Werbung?

Oder einfach nur Eimsbüttler Aufrichtigkeit? Dabei wollen die Leute doch beschissen werden. Erzähl mir doch nix!



Now playing: Depeche Mode - Lie To Me

Freitag, Oktober 06, 2006

"Aquagenic Powerevolution™ Sh@ving"

Wenn das nix ist: 5 „Power Glide TM“ Klingen und ein nochmals verbesserter „Indicator Lubrastrip“ sowie das Gillette „Fusion Hydra TM Gel“ sorgen für „Gillettes Beste Rasur“ [sic!]

Damit hat man rechnen können nach der Einladung, es „auszuchecken“:



Das ist zwar alles hochgradig ärgerlich. Trotzdem: kaufen werde ich mir das Teil natürlich schon aus Prinzip. Scout vs. McNeill, Pelikan vs. Geha – Gillette vs. Wilkinson. Manche Dinge ändern sich eben nie. Leider gilt das nicht für Produktbezeichnungen. „Gillette Kontur plus mit der Doppelschwingachse“ – da wusste man noch, was man hat (und die Werbung war eh besser). Checker checken hier.

Now playing: Stabbing Westward – You Complete Me

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Geile Alte, die Alte

Wie sieht man eigentlich nach x-und-zwanzig Jahren Sonnenbank aus? Nimmer ganz so knusprig, wie Erfahrung, üble Nachrede und gesunder Menschenverstand uns lehren. Was tut man also, wenn man als armer Werbesklave gebrieft wird, eine der offensichtlichsten aller Tatsachen zu ignorieren, ach was: ins Gegenteil zu verkehren?

Schwierig. Es sei denn, man hat keinerlei Hemmungen. Dann wird mit einem erhellenden Mal alles plötzlich ganz einfach: graue Haare und gut ist! Wofür hat der liebe Gott denn Photoshop erfunden? Also!


(klick=groß)

Ok: Zwei, drei Fältchen, um wenigstens einen Schimmer der Authentizität zu erhalten. Die Zielgruppe wird dankend nickend aufseufzen. Aber das ist doch keine Lösung.

Auch keine Lösung sind Post-its. Wobei das natürlich nicht ganz stimmt, denn oftmals sind Post-its durchaus Lösung bis Rettung. Wenn man sich mal wieder mit diesem verzwickten Rechts-links-Dings vertut, zum Beispiel. Ob Klingeln hingegen „befinden“ können, darf diskutiert werden.


(klick=groß)

Now playing: Ladytron – Laughing Cavalier