Freitag, April 28, 2006

„Ich brauch nen Grafikkarte ...“

So was macht mich aggressiv. Und wer wie ich in vielen Internet-Foren unterwegs ist, der muss das ständig über sich ergehen lassen. Ich kann es ja verstehen, wenn der unbestimmte Artikel abgekürzt wird. Aber welcher Vollpfosten hat sich ausgedacht, das universelle „nen“ vor jedes Nomen zu rotzen – egal ob feminin, maskulin oder neutrum? Und diejenigen, die so durchs Netz stolpern, wissen es ja eigentlich besser. Also warum um alles in der Welt ist es plötzlich in Mode, der Welt vermitteln zu wollen: „Hallo, ich bin UserX und dumm wie Brackwasser!“
„... dem alten funzt net mehr.“
Ähnliches Problem, allerdings mit verschärften Regeln. Wurde uns früher um Punkt 18.00 Uhr noch fröhlich aus dem Fernseher entgegen geträllert:
“Wer, wie, was? Der, die, das. Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.“
scheint es heute nur noch dumpf zu heißen:
“Wem, wem, wem. Dem, dem, dem. Was, was, was? Wem frägt, is konkret Opfa, Digger.“
Von der Elendsfloskel funzt net will ich gar nicht erst anfangen. Und der nächste Bildungsschock steht vor der Tür. Na ja, was heißt schon Schock. Wird ja zur lieben Gewohnheit. „Hallo, ich bin UserX, dumm wie Brackwasser und vermutlich sogar zu blöd zum Bierholen.“ Ist es das, was ihr mir sagen wollt?

Now playing: Udo Lindenberg – Rudi Ratlos

Donnerstag, April 27, 2006

Schöne Grüße aus der Realität

Image-Werbung ist manchmal ganz einfach: Dramatisieren, übertreiben, überraschen. Das wissen auch die Jungs und Deerns bei Fallon, Singapur und haben sich für VW das hier ausgedacht:
This is Wolfsburg, home of Volkswagen

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Das Schlimme ist: Hier wird nichts übertrieben. In Wolfsburg gibt es tatsächlich nichts außer VW und der Autostadt, die wiederum ohne VW nicht da wäre. Die Kampagnen-Ausdenker wären vermutlich überrascht, wie nah sie mit ihrer Kreation an der Realität liegen. Und wenn sich jetzt irgend ein Wolfsburger beleidigt fühlt: Du weißt, dass ich Recht habe.

Now playing: Depeche Mode – Nothing

Via Ads of the world

Telepathie am Arbeitsplatz

Text: Warte, können wir nicht ...

AD: Nee, das wird ...

Text: Wieso?

AD: Weiß nich ...
Now playing: S.P.O.C.K - Mr. Spock's Brain

Mittwoch, April 26, 2006

Qualitätsskala, die; nach unten offen

Zum 46. Mal findet in Luzern das Fernsehfestival „Rose d’Or“ statt.

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Ausgezeichnet werden hier verschiedene Fernsehformate aus England aus aller Welt. Und zum ichweißnichtwievielten Mal wird Deutschland schwer verkacken. Alles andere würde mich jedenfalls ziemlich überraschen, wenn man gegen TV-Institutionen wie Coronation Street antritt mit überflüssigen Leichtgewichten wie Verliebt in Berlin oder Braut wider Willen.

Immerhin: Gemeinsam mit der ebenso beliebten wie schlechten Serie Eastenders darf sich in der „Hall of Fame“ neben Monty Python und anderen Großkalibern endlich auch Frank Elstner niederlassen, der für das deutschsprachige Fernsehen weißgott mehr geleistet hat, als so manch anderer.

Unter den Nominierten befinden sich für Deutschland unter anderem noch die hoffentlich chancenlose Schillerstraße und, Chapeau, Türkisch für Anfänger.

Ich habe mir übrigens irgendwann mal gewünscht, dass die Soaps endlich von irgendwas verdrängt würden. An Telenovelas hatte ich dabei allerdings nicht gedacht. Telenovelas dürften aber auch, streng genommen, hierzulande nicht allzu lange Bestand haben. Denn so traurig es auch ist, eine der wenigen Konstanten vieler bedauernswerter Leute da draußen ist ihre Soap-Opera. Lieben und Leiden zum Miterleben und – ganz wichtig – Abschalten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Aber das immerhin ein Leben lang und nicht im Telenovela-Format. Nach Happy-Ends giert dabei kein Mensch.

Dann doch lieber intelligente Comedy. Stromberg zum Beispiel. Geklaut, aber gut. Oder Green Wing, die Krankenhausserie mit Totlachgarantie, Blindtexthumor immer vorausgesetzt.

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Und was mir dabei gerade einfällt: Wo auf der Liste der Nominierten steht eigentlich Dittsche? das ist typisch deutsch. Da haben wir mal einen Gewinner und schicken ihn nicht ins Rennen*. Genau wie beim Fußball.

Now playing: Depeche Mode – Television Set

*Kann natürlich sein, dass Dittsche unter den Einreichungen war. Dann will ich nix gesagt haben.

Dienstag, April 25, 2006

insasse@irrenhaus.de

Neulich, in irgendeiner Agentur:
Von: Kundenberater
An: Texter, Art-Direktorin
cc: Junior-Beraterin


Betreff: Die letzten Vorschläge + neues Timing

Moin zusammen, die Kampagnen-Ansätze 2 und 5 sollen wir überarbeiten. Alles entspannt, Termin nächste Woche, Dienstag 9.00 Uhr.

@Texter: Die Line mit „französisch genießen“ fliegt raus. War eh scheiße.
@Art-Direktorin: 9.00 Uhr gilt auch für dich.
@Junior-Beraterin: Was war denn das beim Kunden für ein Stress mit den Vorlagen? Haben die auf einmal neue Formate?

Von: Junior-Beraterin
An: Kundenberater, Texter, Art-Direktorin


Betreff: Neue/alte Vorlagen

Nee, die hatte der schon immer. Wir haben das nur bisher immer ignoriert.

Von: Texter
An: Kundenberater, Art-Direktorin, Junior-Beraterin


Betreff: ???

Was war denn daran bitte scheiße???

Von: Kundenberater
An: Texter, Art-Direktorin, Junior-Beraterin


Betreff: Re: ???

An den Vorlagen?

Von: Art-Direktorin
An: Texter, Kundenberater, Junior-Beraterin


Betreff: oh mann

er meint nicht deine scheiß-Vorlagen, er meint seine scheiß-headline . übrigens: wenn man auf „allen antworten“ klickt, wird allen geantwortet. solltet ihr euch mal mit vertraut machen. e-mail. das nächste große ding. ehrlich! mann, mann, mann, hier machste was mit ...

Von: Junior-Beraterin
An: Texter, Art-Direktorin, Kundenberater


Betreff: Re: Oh Mann

:-)
Now playing: Erasure – Ship Of Fools

Man kann ja auch nicht immer an alles denken

SOLLN DAS? DAS KANN JA WIEDER KEINE SAU LESEN!

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Ein lustiges Spielzeug für Kunden und Kontakter gibt es bei Strör: Den ultimativen Distanz-Test für Großflächen und City-Lights. Lustig. Ob ich das Ding aber "Kreativ-Simulator" genannt hätte, weiß ich jetzt gerade nicht.

Now playing: Oomph! – Augen auf

Montag, April 24, 2006

Frühlingsgefühle im Vatikan?

Papa Razi will Kondome erlauben. Einzige Voraussetzung: AIDS. Tripper gilt nicht, mit den Strafen des Herrn muss man gefälligst leben können. Wenn das so weitergeht, werden am Ende sogar noch irgendwelche bisherigen Buhmänner heilig gesprochen.

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Now playing: Depeche Mode – Judas

Donnerstag, April 20, 2006

Darf man Studenten bestehlen?

An Universitäten können Studenten das Studentenparlament wählen. Kurzer Exkurs: Es heißt tatsächlich „Studenten“ und nicht „Studierende“. Zwar gibt es „studierende Studenten“, aber es gibt eben auch „schlafende Studenten“. „Schlafende Studierende“ hingegen gibt es nicht. Bitte merken und beherzigen. Ich fang am besten noch mal an.

An Universitäten können Studenten das Studentenparlament wählen. Da gibt es putzige rechtskonservative Bündnisse, mit schüchternen Söhnen aus guten Häusern und da gibt es nicht minder lustige linksmarxistischleninistischwasauchimmeristische Anhäufungen, die in der Regel aus den bockigen Geschwistern oben erwähnter Söhne bestehen.

Eine solche Gruppierung in Hamburg nennt sich irgendwas mit St. Pauli. Was sehr naheliegend ist, aber das kann ja manchmal nicht schaden. Wenn Wahlkampf ist, werden die Parteien aktiv, so natürlich auch die „Liste St. Pauli“ oder wie auch immer sie geheißen haben mag. Der Feind war schnell gefunden: Studiengebühren. Jetzt wurde in einer Sitzung, Vorlesung oder Kneipe überlegt: Was schreiben wir auf unsere Plakate? Soll ja auch bisserl nach St. Pauli klingen.

Idee: Wir leihen uns den gelernten Begriff „Weltpokalsiegerbesieger“ und machen daraus: „Studiengebühreneinführerbesieger“.

Das kann man jetzt gut finden oder nicht, meiner Meinung nach ist es unklug, im Wahlkampf mit noch nicht errungenen Siegen noch nicht geschlagener Schlachten zu protzen. Wie auch immer, die zweite Zeile hingegen war da schon interessanter. Sie lautete:

Aux Armes!

Ha!, hab ich gedacht, geile Idee, aber – typisch Studenten – wieder nicht zu Ende gedacht. Vielleicht muss kurz eingefügt werden, dass es sich bei „Aux Armes“ um einen Teil eines Pauli-Fußball-Lieds handelt:
Aux Armes!
Aux Armes!
Nous sommes Sankt Pauli!
Et nous allons gagner!
Allez braun-weiß !
Allez braun-weiß !
LaLaLaLaLaLaLa
Das war vermutlich die Basis der Idee. Aber wie großartig ist gerade im Zusammenhang mit den Thesen der Gegner der Studiengebühren die phonetische Nähe zum deutschen „oh armes“? Und wie zwingend ist deshalb natürlich auch die Zeile:

Aux Armes Deutschland!?

Kam aber nicht. Deshalb sehe ich mich auch nicht als Dieb, wenn ich diese Line irgendwann einmal klaue. Und das werde ich. Wenn man Kartoffelbrei mit Quark und Olivenöl anstatt mit Milch zubereitet, schmeckt er übrigens gleich noch besser. Aber das nur am Rande. Finde gerade keinen vernünftigen Ausstieg.

Now playing: Heaven 17 – And That’s No Lie

Mittwoch, April 19, 2006

Super: Werbung mit Anti-Wegzapp-Garantie

Immer wieder die Technik als Retterin der armen, armen Industrie. „Buhuhuhu, keiner will meine Werbung sehen! Mach das weg! Ich hab extra so tolle Spots produzieren lassen mit allem, was schön ist: Hund, Baby, Sonne, alles drin – und keiner guckt hin. Die Drecks-Popup-Blocker haben wir doch mit Layer-Ads auch umgehen können – und die nerven noch viel mehr als jedes Popup. Kann es so was nicht auch fürs TV geben?“

Die Rettung naht, wenn auch aus einer unerwarteten Ecke. Die pfiffigen Tüftler von Philips haben sich für die TV-Konsumenten eine Methode ausgedacht, wie sie endlich vom lästigen Wegzappen während der Werbung ablassen: Per Signal wird während des Werbeblocks die Fernbedienung blockiert. Die Multimediale Home Platform macht es möglich und noch mehr: auch bei auf der Festplatte gespeicherten Filmen ist es nicht möglich, den Werbeblock per Vorspulen zu übergehen. Ich bin mir sicher: Das wird der Renner.

Schon seltsam. Wer denkt sich so etwas aus? Und wer erkennt überhaupt eine Notwendigkeit für so einen Blödsinn? Bekommen die Leute keine E-Mails? Mit lustigen Spots, die sie gerne sehen und auch gleich weiterschicken? Oder fehlt einfach das letzte Zahnrädchen im Hirn für den entscheidenden Klick: „Moment mal ... Werbung wird weiter verschickt, statt weggeklickt? was machen die bloß anders als ich? Hmmm.“ Nein, es wird weiter Mist produziert und der Verbraucher wird zu seinem Pech gezwungen. Aber das funktioniert auf Dauer nicht. Ein steiniger Weg liegt vor euch, liebe Brechstangen-Werber. Bleibt nur die Frage: Geht’s nach Canossa oder Golgatha?

Now playing: Oomph! – Gekreuzigt

Dienstag, April 18, 2006

Sex Fuckin' Sells

Na ja, vielleicht nicht direkt „sells“, aber irgendwie auch doch. Jedenfalls bei dieser Online-Promotion der Band Morningwood.

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Now playing: The Kinks – You Really Got Me

Via Ads of the world

Manchmal darf man sich einfach nicht beschweren

An der Stresemannstraße in Hamburg wird geblitzt. Geblitzt wird man, wenn man zu schnell fährt. Wie schnell man ist, sieht man ganz gut, wenn man einen Blick auf den Tacho wirft. Wie schnell man fahren darf, wird auf Verkehrsschildern kundgetan. Trotzdem schafften es im vergangenen Jahr laut Hamburger Morgenpost immer noch 35 410 Autofahrer, sich vor der Neuen Flora blitzen zu lassen.

Das ist eine ganze Menge. Der eigentlich Witz an der Sache ist aber, dass ca. 500 Meter vor dem Starenkasten ein nicht zu übersehendes Display steht, auf dem der Autofahrer seine aktuelle Geschwindigkeit ablesen kann – falls er gerade vergessen hat, wo sein Tacho ist. Was ja mal passieren kann. Diese Anzeige sagt im Falle überhöhter Geschwindigkeit also klipp und klar: Cheeeese!

Was tut man aber, sollte man trotz Warnung, Tacho, StVO und gesunden Menschenverstandes in diese Radarfalle geraten, die eigentlich selbst bei großzügigster Auslegung nicht mehr als „Falle“ bezeichnet werden kann? Man legt den Rest des Weges mit vor Scham gerötetem Gesicht zurück, überweist das Bußgeld und hält schön die Fresse. Es sei denn, man ist ein Idiot. Wenn man ein Idiot ist, fängt man jetzt an zu motzen und zu meckern und zu schimpfen wie ein Rohrspatz. Liebe Idioten: Macht euch doch nicht lächerlich. Das ist keine Abzocke, das ist Idiotensteuer. Und irgend jemand muss die schließlich zahlen.

Now playing: Keith Green – I Can’t believe It

Donnerstag, April 13, 2006

Saanostoool

Nachdem der FC St. Pauli sich gestern überraschend, aber zumindest vom Ergebnis her recht deutlich aus dem Pokal verabschiedet hat, möchte ich kurz zu etwas ganz anderem kommen: Jingles.

In ungefähr allen Werbeagenturen dieser Welt fällt irgendwann der verächtlich hingeschnaufte Satz: Wenn du nichts zu sagen hast, sing es. Das soll zum Ausdruck bringen, dass es unter Würde, Intellekt und Niveau eines Kreativen ist, den Konsumenten mit nervigem Tüdelidingdongjetztganzneuplingpling zu nerven. Völlig zu Recht, einerseits. Andererseits funktioniert dieser Mist viel zu gut als das man ihn einfach ignorieren könnte.

Kennt irgend jemand den aktuellen Claim von Mars? Bzw.: Gibt es da überhaupt einen? Gab es jedenfalls mal. Und den kann ich immer noch singen – in zwei (!) verschiedenen Melodien:
Mars macht mobil, bei Arbeit Sport und Spiel.
Ganz zu schweigen von
Raider – der Pausensnack
Und was ist mit Twix? Das ist alles Ewigkeiten her, trotzdem haben sich diese Jingles, die keineswegs zu den guten gehörten, in mein Hirn gefressen. Da besteht immer die Chance, dass es anderen auch so geht. Oder Wrigley’s:
Wrigley’s Spearmint Gum hält dich immer bei Laune, Wrigley’s Spearmint Gum hält dich frisch und in Schwung.
Hätte ich mir das gemerkt, wenn man es mir nicht vorgesungen hätte?

Jetzt kann man mir natürlich wieder halbargumentativ damit kommen, dass mir die Jingles in meiner Jugend mit einer derartigen Penetranz ins Hirn gehämmert wurden, dass es an Amnesie grenzen würde, wenn ich mich nicht mehr an sie erinnern würde. Aber das wäre Mumpitz. Manchmal reicht es völlig, den Kram ein-, zweimal zu hören. Man denke nur mit Schaudern an Wääästaafläääx. Oder aktuell:
Carglas tauscht aus, Carglas repariert.
Oder
Elf, acht, drei, drei, die wissen für die weiter, elf, acht, drei, drei.
(Nur ist das wenigstens bei den Village People geklaut. Das macht es nicht besser, aber immerhin).

Und nun? Soll jetzt jeder Claim vertont, jeder Benefit besungen werden? Oder anders formuliert: Soll ich mich ab jetzt im Tonstudio regelmäßig zum Affen machen? Ich denk nicht dran. Effizienz hin, Nachhaltigkeit her. Apropos „Affe“. Hier jetzt der exklusive Blindtext-Ohrwurm für die Osterfeiertage:
Ich heiß Coco, hüpf von Ast zu Ast
ich hab noch nie mein Frühstück verpasst
manchmal ess ich Früchte und manchmal auch Drops
doch am allerliebsten esse ich Co-ho-co Pops
Now playing: Falco – The Sound Of Music

Mittwoch, April 12, 2006

Vorbereitungen

Jetzt noch schnell die Maulwürfe im Millerntorstadion gefüttert, die Schneekanone klar gemacht und das Warmwasser in der Gästeumkleide abgestellt. Dann klapt's auch mit dem Pokalfinale. Prognose: 4:2. Pauli weiter, Bayern raus.

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Now playing: Mathou - You Never Walk Alone

Dienstag, April 11, 2006

Wassuuuup

Just having a milk, watching the game.



Now playing: Spandau Ballet - True

Großstadt kann ja jeder

Der Pfad der Gerechten ist zu beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Der Eselspfad hingegen besticht durch unsichtbare Bahnübergänge und seine Nähe zum Thames Path.

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Diesem Pfad kann man ewig folgen, wenn man will, will man aber meistens nicht, wenn man einfach nur auf die andere Seite der Themse will:

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Wenn irgendwo die Welt noch in Ordnung ist, dann ja wohl hier. Abgesehen von der etwas laxen Art, die hier in der Rasenpflege an den Tag gelegt wird.

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Über die Themse zu klettern dauert dank Brücke nicht lange, und trotzdem liegt zwischen beiden Ufern nicht nur der Fluss:

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Sondern mindestens eine Welt. Gartenpflege, Part II:

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Da wollen wir hin:

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Und plötzlich fühlt man sich irgendwie ganz heimelig:

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Mit Ergebnissen vom FC St. Pauli konnte man zwar wider Erwarten nicht dienlich sein, aber das hätte mir eh den Tag versaut. Stattdessen gab es das:

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Rebellion Beer ist ein recht junges Ale, aber superlecker, sehr mild, geht runter wie nix.

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Rebellion Beer kommt übrigens, siehe Logo, aus Marlow. Was viele Leute erstaunlicherweise nicht wissen, ist, dass sich Marlow den begehrten Titel „Best kept village in Buckinghamshire“ sensationelle 6 oder 7 oder so Mal sichern konnte. Für 2006 seh ich allerdings schwarz. Tipp: Auch auf die Seitenstraßen achten!

Now playing: Depeche Mode – Photographic

Montag, April 10, 2006

Scham i.V.

Jeder vernunftbegabte Mensch dürfte das kennen: Es ist einem irgend etwas mächtig peinlich, wofür man selber gar nichts kann. Aber offensichtlich kennt der Urheber der Peinlichkeit selbst kein Schamgefühl – und schon springt man ein. Warum auch immer.

Mir ist das jetzt am Hamburger ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) passiert. Da gibt es einen Imbiss oder ähnliches (ich saß im Bus, sonst wäre ich reingegangen), der nennt sich “Durst & Wurst“. Ohne Scheiß. Hätte irgend jemand von außerhalb neben mir gesessen, ich hätte mich in Grund und Boden geschämt. So beließen es die Hamburger Mitfahrer und meine Wenigkeit bei einem betretenen Schweigen.

Eltern können auch peinlich sein. Schönster Dialog am Flughafen:
Mutter (zu Kind - ca. 14!): „Du kriegst keine Cola, viel zu viel Zucker, nimm mal 7up (!)“
Kind (quengelt): „grummeloksevenupgrummel.“
Mutter (zu Bedienung): „Earl Grey for me and a 7up for my daughter please.“
So. Achtung, jetzt wird’s lustig. Bitte laut mitdenken und bildlich vorstellen:
Bedienung (zu Kind): „With ice?“
Mutter (zu Kind): „Mit Eis?“
Kind (zu Bedienung): „Jep“
Mutter (zu Bedienung) „Yes“
Solche Dinge können einem den Tag retten (wenn man sie als Außenstehender miterlebt) oder versauen (wenn man das Kind ist).

Now playing: Depeche Mode – Shame