Samstag, Oktober 21, 2006

Ist eh bald Weihnachten

Wir haben alle unsere kleinen oder großen Sorgen. Zum Beispiel: Abgesehen davon, dass ich heute kaum was vernünftiges geschafft habe, ist meine größte Sorge momentan, dass die Trüffelsalami von „Schlemmermeyer“ am Gänsemarkt genau so pervers gut ist, wie die Wildschwein-Fenchel-Salami, die verdammt noch eins ihresgleichen sucht. Denn wenn das so ist, geht in Zukunft ein noch größerer Teil meines Einkommens an die Könige der Wursterei, die ohnehin schon nicht schlecht an mir verdienen.

Image Hosted by ImageShack.us

Dann nervt es natürlich kolossal, dass die Bayern in Bremen verloren haben, Erklärungen spare ich mir an dieser Stelle, Kunden nerven sogar am Wochenende und sogar, ohne es zu wissen und überhaupt und überhaupt und überhaupt.

Und dann bekommt man Fragen gestellt, die man spontan nicht beantworten kann:

Image Hosted by ImageShack.us

Tja, da isses wieder: AIDS. Warum eigentlich „wieder“? Sollten manche Themen nicht permanent Thema sein? Zumal Afrika an dem Thema zu verrecken droht, weil von ärztlicher Seite aus wegen einer Missinterpretation des Weltbestsellers „Bibel“ Kondome nimmer gar so gern gesehen sind? Nö. AIDS ist ganz offensichtlich nur noch was für Gutmenschen verantwortungsbewusste Menschen und Sozialarbeiter. Und Werbeagenturen.

JvM und die „Miami-Ad-School“ haben jedenfalls diesen Soldatenfriedhof auf dem Gänsemarkt errichtet:

Image Hosted by ImageShack.us

Klar hätte man das anders oder ganz anders oder besser oder schlechter machen kännen – ich will ob des guten Zwecks jetzt nicht zu pingelig werden, sondern einfach sagen: Wer macht, der macht was richtig. Oder falsch. Scheißegal. Hauptsache: Machen.

Kids und AIDS

Und ich werde mich nicht über das „Kids“ aufregen. So lange es um wohltätige Zwecke geht, schalte ich meinen Meckerreflex ja eh um zwei, drei Stufen zurück.

Selbst wenn jemand die Wohltätigkeit als „Charity“ bezeichnet.

Via Frau Manavortex bin ich nämlich auf eine wirklich löbliche Sache gestoßen, die allerdings scheiße heißt: „Charity-Bloggen“.

Der Querdenker ruft dazu auf, Weihnachtsgeschichten zu bloggen, die im PDF gebündelt werden und dann, nach einer Spende zu Gunsten vernachlässigter Kinder, runtergeladen werden können.

Das finde ich gut, da mach ich mit. Auch wenn’s vielleicht nicht viel bringt. Wichtig ist nämlich, dass einem das egal ist. Dann kann man loslegen und was erreichen.

Now playing: Nik Kershaw – Don Quixote

Keine Kommentare: