Donnerstag, Juli 06, 2006

„Unser Buchhalter sitzt wegen Veruntreuung im Knast. Können Sie das irgendwie positiv formulieren?“

Wenn ich einen Tag partout nicht zu erreichen bin. Welche Mitteilung hinterlasse ich dann den Leuten, die versuchen, mich zu erreichen? Ungefähr so etwas:
Tut mir leid, aber ich bin heute nicht zu erreichen. Einfach morgen noch mal probieren.
So oder so ähnlich würde das jede andere Privatperson auch formulieren. Wenn diese Privatperson allerdings zum On-Demand-Trouble-Shooting-Executive in der Online-Klitsche wird, dann geht das nicht mehr. Denn das klingt negativ. Na, sagt sich der Pfiffikus, wollen wir doch mal sehen. Ha, sagt er kurz darauf und hackt diesen Mist in seine Tastatur:
Wegen Wartungsarbeiten und einem Softwareupdate mit einigen neuen Funktionen kann es derzeit leider zu Störungen kommen. Danke für euer Verständnis!
Schlimmer geht es nicht, myblog.de Wenn ihr einen Tag off seid, dann schreibt, dass ihr einen Tag off seid. Sonst reg ich mich mit jedem Besuch auf eurer Seite mehr auf. Das will ich nicht. Und hört verdammt noch mal auf, um mein Verständnis zu bitten. Verständnis ist etwas, was sich einstellt, wenn man versteht. Erbitten reicht da nicht.

Now playing: Erasure – Love To Hate You

1 Kommentar:

kein einzelfall hat gesagt…

Seine Leistungen bei kreativen Auslagerungsmöglichkeiten haben unserem Key Account Manager ein Internship in der Executive Branch des Nationwide Legal Service ermöglicht, dem er derzeit seine komplette Zeit widmet.