Dienstag, April 18, 2006

Manchmal darf man sich einfach nicht beschweren

An der Stresemannstraße in Hamburg wird geblitzt. Geblitzt wird man, wenn man zu schnell fährt. Wie schnell man ist, sieht man ganz gut, wenn man einen Blick auf den Tacho wirft. Wie schnell man fahren darf, wird auf Verkehrsschildern kundgetan. Trotzdem schafften es im vergangenen Jahr laut Hamburger Morgenpost immer noch 35 410 Autofahrer, sich vor der Neuen Flora blitzen zu lassen.

Das ist eine ganze Menge. Der eigentlich Witz an der Sache ist aber, dass ca. 500 Meter vor dem Starenkasten ein nicht zu übersehendes Display steht, auf dem der Autofahrer seine aktuelle Geschwindigkeit ablesen kann – falls er gerade vergessen hat, wo sein Tacho ist. Was ja mal passieren kann. Diese Anzeige sagt im Falle überhöhter Geschwindigkeit also klipp und klar: Cheeeese!

Was tut man aber, sollte man trotz Warnung, Tacho, StVO und gesunden Menschenverstandes in diese Radarfalle geraten, die eigentlich selbst bei großzügigster Auslegung nicht mehr als „Falle“ bezeichnet werden kann? Man legt den Rest des Weges mit vor Scham gerötetem Gesicht zurück, überweist das Bußgeld und hält schön die Fresse. Es sei denn, man ist ein Idiot. Wenn man ein Idiot ist, fängt man jetzt an zu motzen und zu meckern und zu schimpfen wie ein Rohrspatz. Liebe Idioten: Macht euch doch nicht lächerlich. Das ist keine Abzocke, das ist Idiotensteuer. Und irgend jemand muss die schließlich zahlen.

Now playing: Keith Green – I Can’t believe It

Kommentare:

Pe Pe hat gesagt…

Nur noch dadurch zu überbieten:
Erwischt - akzeptiert.
Bußgeld - zähneknirschend akzeptiert.
Bußgeld nicht bezahlt, weil Mahnung = Verwaltungsaufwand.
Nach dritter Mahnung doch den Schwanz einziehen und Mahngebühren obendrauf löhnen.
Und dann "Halsabschneider" brüllen.

ramses101 hat gesagt…

Mahngebühren zahlen ist was für Liegefahrrad-Fahrer ;-)

Anonym hat gesagt…

Ich würd drauf wetten, dass es eh kaum Hamburger sind, die da reintappen. Ich bin am ersten Tag in HH auch reingerollt (mit 40). Das "Sie fahren..."-Schild steht mehrere hundert Meter vorher, und ich hatte mit Spurwechsel und Kartenlesen genug zu tun.