Freitag, Dezember 29, 2006

Was machst Du eigentlich Silvester?

Völlig überschätzte Frage. Viel interessanter ist doch, was die Leute am Neujahrstag machen. Für alle, die jetzt hektische Flecken bekommen und akute Erklärungsnot in sich aufsteigen fühlen, hier eine prima Top-5-Liste zum Ausdrucken, mit der man nix falsch machen kann. Die Reihenfolge ist nicht zwingend.

1. Gute Vorsätze in den Wind schießen.
2. Rausgehen. Preise vergleichen. Schimpfen.
3. Trotzdem drei Matjesbrötchen am Stück essen. Dazu eine Flasche Mineralwasser auf ex.
4. Wieder nach Hause. Testen, ob Bier schon wieder geht.
5. Bier trinken, Winnetou I-III gucken, Indiana Jones ist auch ok.


Now playing: Falco - Cowboys and Indians

Sonntag, Dezember 24, 2006

Ubi sunt Gaudia?

"The Supreme Court has ruled that they cannot have a nativity scene in Washington, D.C. This wasn't for any religious reasons. They couldn't find three wise men and a virgin." Jay Leno

Frohe Weihnachten

Now playing: Bach - Weihanchtsoratorium

Freitag, Dezember 22, 2006

Have Yourself A Merry Little Christmas

Und nicht vergessen: Immer fleißig Kaffee trinken.



Bzw.: Nicht so viel Kaffee trinken.



Damn you, Zwickmühle:



Now playing: Audioslave – The Curse

Damned Link via Werbeblogger, Ausschnitt 1 aus "Zeit Wissen", Ausschnitt 2 aus der "Mopo".

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Sachen gibt's

Der Titel für den siebten Potter lautet wider Erwarten nicht „Harry Potter and the Pockemon of Poo.“ Aber bei dem letzten Satz hab ich noch alle Chancen der Welt. Ich drück mir die Daumen.

Now playing: Dusty Springfield – Wishing and Hoping

Hammse mich doch noch gekriegt

Wenn man über Hamburg aus dem Flugzeug springt, landet man mit neunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit im Wasser oder auf einem Weihnachtsmarkt. Die meisten Weihnachtsmärkte sind aber nix, weil die Leute da nur hingehen, um sich von a nach b und wieder zurück zu drängeln. Wer einfach mal für 10 Minuten irgendwo stehen bleiben will, macht sich verdächtig und wird sofort von einer Menschentraube erfasst.

Geht aber auch anders. Wer die letzten beiden Tage nicht mit Fluchenddurchdiestadthetzen verbringen möchte, dem sei hiermit der Weihnachtsmarkt auf der Fleetinsel (am Steigenberger) ans Herz gelegt. Gut gefüllt, aber übersichtlich. Und vor allem: Hier haben wir einen Steh-Weihnachtsmarkt! Da rennen einen keine Massen um.



Außerdem gibt es einen finnischen Sauf- und Fressstand mit lecker Lachs und nicht so lecker Rentierwurst. Das Rentiergeschnetzelte hab ich nicht probiert, den Beerenglühwein mit Rentierblut (Preißelbeer-Likörchen) schon. Auch lecker. Und gemütlich isses da. Kennt man auch gar nicht mehr:



Der Lachs in der Pfanne auf offenem Feuer:



Da fühlt man sich dann kurz vor Weihnachten doch noch ganz weihnachtlich.

Now dann doch playing: Wham - Last Christmas

Montag, Dezember 18, 2006

And The Person Of The Year Is ...

ME. Sorry Leute, Ihr hattet Eure Chance.



Now playing: Depeche Mode - I Am You

Drauf gestoßen: hier

Weihnachtsstimmungskiller

Überall leuchtende Kinderaugen, Glühweinduft weht durch die Straßen und liefert sich ein lustiges Rennen mit emsigen Hanseaten, die eifrig dabei sind, so mancherlei Wunsch zu erfüllen. Die Weihnachtsmärkte überbieten sich gegenseitig in weihnachtlicher Pracht und der Riesenbaum an der Spitalerstraße sorgt für einige Ahhhs und Ohhhs:



Und um dem ganzen jetzt mal fix den Zauber zu stibitzen, gibt es hier blindtextexklusiv das Making-Of:



Das Foto ist übrigens entstanden, als ich schon auf dem Weg zum Flugplatz und in den wohlverdienten England-Urlaub war. Der Blick auf das Display war danach nur kurz, da ich vergessen hatte, den Akku aufzuladen. Dementsprechend wurde im Flugzeug viel geflucht (no pun intended).

Now definitly not playing: Wham – Last Christmas

Donnerstag, Dezember 14, 2006

Contra Prozent

Marketingmenschen stehen total auf Prozentrechnung. “Die Kampagne hat die gestützte Markenbekanntheit um 8% steigern können“ klingt zwar nicht ganz so sexy, aber wenigstens kann man sich an eine Zahl klammern und die nächste Zahl mit ihr vergleichen.

Jetzt glauben Marketingmenschen aber nicht nur, normale Menschen würden gerne Listen auswendig lernen, Marketingmenschen glauben auch, normale Menschen würden mit Tabellen durch die Gegend rennen und Prozentzahlen vergleichen. Ok: Bei Schokolade sagt mir die Prozentangabe ebenso schnell, was ich zu erwarten habe, wie bei Korn und Co.

Aber warum schreiben Leute auf ihre Erdnussflipspackung: “Mit 32% Erdnüssen!“? Finden die das viel? Stimmt zwar, normalerweise beträgt der Anteil unter 30% - aber weiß das jemand? Und: Will das überhaupt jemand wissen? Die „Heiße Tasse“ gibt aktuell damit an, einen Gemüseanteil von 85% zu haben. Bin ich der Einzige der sich fragt: Und aus was bestehen die restlichen 15%?

Mit hundertprozentiger Sicherheit kann ich übrigens die Frage derjenigen beantworten, die dadurch hier landen, dass sie google fragen, ob man durch das Schlucken von Sperma schwanger werden kann: Ja, kann man. Und man bekommt Drillinge.

Now playing: Depeche Mode – Lie To Me

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Gekonnt und nicht gekonnt.

Uiuiui, jetzt geht’s aber los. Gestern in der Post: Die Experten-Befragung vom Bayerischen Münzkontor! So richtig mit Feld für den Eingangsdatum-Eintrag. Damit Kleindoofi101 auch ja glaubt, er sei mächtig wichtig!

Aber wer mich „repräsentativ als Münzexperten ausgewählt“ hat, der sollte seinen Kriterienkatalog dringend überdenken.

Bleiben wir bei der Werbung: Kennt jemand Lush? Lush verkauft Seife. Wer hochpreisige Seife verkauft, muss normalerweise unter sein Produkt schreiben:
„Passion X verleiht der Haut ein samtweiches Gefühl und entführt Sie mit einer einzigartigen Duft-Kombination aus Lavendel und Satsuma in eine Welt der Sinne und der Sinnlichkeit.“
Das weiß jeder. Wer auch immer für Lush schreiben darf, weiß das deshalb auch. Und hat in einem großartigen Katalog über die Seife „The Comforter“ geschrieben:

"Für Stressgeplagte.

Wenn dir die Zukunft ein bisschen Angst macht und du auch gar nicht drüber nachdenken willst, dann ist „The Comforter“ genau der richtige für dich. Sein Duft nach Johannisbeere und Bergamotte umarmt dich und beschützt dich. Es wird alles gut.
"
Brillant! Und so geht das weiter, den ganzen Katalog über. Ich kann mich nicht erinnern, jemals großartigere selbstironische und gleichzeitig informative Produkttexte gelesen zu haben.

Now playing: Depeche Mode – Clean

(Lush finden Sie übrigens, zumindest in Hamburg, in der Spitaler Straße. Absolut empfehlenswert ist vor allem diese grüne Seetangseife, von der ich gerade nicht weiß, wie sie heißt "Sea Vegetable" 4,85€/100g. Leider bekommt man einen Knall, wenn man sich zu lange in dem Laden aufhält. Die olfaktorische Keule ist jedenfalls nicht ohne.)

Dienstag, Dezember 12, 2006

Jahresrückblickstöckchen

Sie will’s wissen. Bitteschön: Ein kurzer Rückblick.

3 Top-Events 2006

Top 3 Depeche Mode Konzerte: Color-Line-Arena HH (Konzert 2), Waldbühne Berlin, Weserstadion Bremen (Ok, waren auch die drei einzigen. Bin ja keine 20 mehr.)

Top 3 Deutschland-Spiele: Gegen Schweden (gesehen auf dem Kiez), gegen Argentinien (gesehen in der Schanze), gegen Ecuador (gesehen bei Frank im Garten)

Top 3 Versacker: Nach DM in der Waldbühne, nach DM im Weserstadion, statt DM in der Color-Line-Arena (Konzert 1).

Persönliche(r) Held(in) 2006

Die Frau aus dem Haus gegenüber, die im Eingangsbereich einen Terrakotta-Topf mit Grünzeug rausgestellt hat. Einfach mal machen, statt ständig rumzunölen.

Liebe 2006

Das gleiche wie in den 2006 Jahren vorher und das gleiche wie in den nächsten 2006 Jahren, vermute ich mal.

Job 2006
Abgesehen von ein paar Toten und Verwundeten nix Neues an der Westfront.

Reisen 2006

Buckinghamshire, Toskana, Buckinghamshire. Nächstes Jahr gerne wieder, gerne auch in der Reihenfolge.

Blogging 2006

Ein ganzes Jahr nicht umgezogen!

Weiterleiten führt nur zu bitteren Tränen auf der einen und muffeligem Gegrummel auf der anderen Seite. Wer mag, mag sich bedienen.

Now playing: OASIS – Don’t Look Back in Anger

Samstag, Dezember 09, 2006

Alle Welt will immer was.

In letzter Zeit rufen immer wieder irgendwelche Fitness-Studios bei mir an, weil ich wohl so ein geiler Macker bin, den jedes Fitness-Studio gerne hätte. Gestern kam aber der erste Anruf, der wirklich erwähnenswert ist:
ramses101: „ramses101“
Frau: „Guten Abend Herr 101, mein Name ist Blindtext aus dem Fitness-Studio Platzhalter. Ich rufe an, da wir gerade Aktionswochen haben. Und in deren Rahmen würde ich Sie gerne zu einem kostenlosen Probetraining einladen.“
ramses101: „Danke, das ist lieb, Aber ich trainiere schon im Elixia.“
Frau: „Dann sind Sie gut aufgehoben. Einen schönen Abend noch und auf Wiedersehen.“
ramses101: „... äh ... danke, ebenfalls.“
Das ist mir bis dato noch nicht passiert, und jetzt spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, vielleicht mal wieder in Erwägung zu ziehen, da auch tatsächlich wieder hinzugehen. Gut aufgehoben bin ich nämlich total gern.

Gut aufgehoben bin ich im Prinzip auch bei meiner Bank. Nur wenn sie mich umwerben will, wird es immer etwas anstrengend. Gestern jedenfalls hatte ich einen Prospekt in der Post, der mich einlud:
“Erleben Sie Finanzdienstleistung in einer neuen Dimension“
Eine Nummer kleiner hatten wir es gerade nicht? Aber es geht weiter:
„Um den wachsenden Ansprüchen unserer Kunden auch morgen gerecht zu werden, haben wir Ihr Investment & FinanzCenter (sic!) vollkommen neu gestaltet“
Wäre ich tatsächlich Betreiber eines Investment & Finanz-Centers und käme gerade, wollnmasagen, aus dem Urlaub zurück, ich wäre kreidebleich geworden und hätte mich flugs auf den Weg zu meinem Center gemacht, das die Bank –hüstel- „neu gestaltet“ hat.

Jaja, liebe Bank, oder vielmehr: liebe Kollegen. Auf so etwas achte ich. Berufskrankheit. Außerdem achte ich auf Gewinnspiele, weil ich mir selbst permanent Gewinnspiele ausdenken muss.

Kurzer Exkurs: Gewinnspiele dienen nicht dazu, die Menschen glücklich zu machen sondern sie dienen dazu, Adressen zu bekommen. Deshalb sind Gewinnspiele auch immer so elend einfach und deshalb gewinnt man auch nie was. Den Preis, der, zum Beispiel, im Supermarkt an der Decke hängt und als Gewinn ausgelobt wird, bekommt am Ende der Filialleiter. Und zwar dafür, dass er das Gewinnspiel hat stattfinden lassen. Jajaja, böse, böse Welt, ich hab mir das nicht ausgedacht.

Ganz so ist es bei diesem Gewinnspiel zwar nicht, aber eine derart verzweifelte Adressgenerierung ist mir noch nicht untergekommen.
“So einfach wie möglich! Hörst du? So einfach wie möglich!“
„Aber fühlen sich die Leute dann nicht verarscht?“
„Ach komm, hör doch auf.“
Und dann kommt so etwas dabei raus:



Da möchte man schon fragen: „Für wie doof halten Sie mich eigentlich?“ Und die ehrliche Antwort kann nur lauten: „Für so doof, dass wir fast bezweifeln möchten, dass Sie die Antwort auf die Frage überhaupt verstehen. Aber ein Versuch sei hiermit unternommen: Stellen Sie sich den doofsten Menschen der Welt vor und ziehen Sie noch einmal 150 IQ-Punkte ab. Dann haben Sie es ungefähr.“

Now playing: Beau Brummels – Cry Just a little

Freitag, Dezember 08, 2006

Verwiirrung

Und wer genau macht jetzt so einen Blödsinn?



Na war ja klar:



Dabei versteh ich gar nicht, warum. Die kratzen doch eh schon alle an den Türen.

Now playing: Queen – It’s a Hard Life

Donnerstag, Dezember 07, 2006

If sausage blows, today's slaughtering, understands itself

In dieser bei Serviceplan gefundenen Studie heißt es, 70% aller neuen Fast Moving Consumer Goods seien Flops.

Warum es Ofenkäse in die verbliebenen 30% geschafft hat, ist mir ein Rätsel, aber sei’s drum.

Eine ähnlich hohe Floprate dürfte der Babelfish bei seinen Übersetzungsversuchen aufweisen. Das weiß jeder, der sich seit mehr als 5 Minuten im Internet bewegt.

Normalerweise macht man dann in Minute 6 ein Blog auf und fragt wild kichernd in die Runde, aus welchem Film denn wohl die Überschrift stamme. Oder man sagt sich „Hör mir auf mit diesem Blogdingens, ich will lieber Geld verdienen“, schreibt alles auf, veröffentlicht ein Buch und versucht, Geld zu verdienen.

Solche Bücher braucht man dann natürlich nur, wenn man kein Internet nutzt. Und wer kein Internet nutzt, wird sich für das Thema Internet-Übersetzungen nicht sonderlich interessieren, womit wir wieder beim Flop wären.

Was nämlich auch floppen würde, wäre ein Buch mit Fotos von ignorierten Verboten. Deshalb muss an dieser Stelle ein einzelnes Bild reichen. Und vielleicht kommt ja in 6 Monaten doch noch ein Buch heraus und macht jemand anderen als mich reich. Wehe, ich finde dann mein Foto darin. Dann hetz ich Euch den ... den Dings, Media-Markt, na Ihr wisst schon, den Asi halt, auf den Hals.



Now playing: Cochise – Jetzt oder nie, Anarchie

Buch gefunden im Wortreich

Mittwoch, Dezember 06, 2006

Nerds des Jahres: studiVZ

Mal ganz abgesehen von allem, was eh schon geschrieben wurde, lieber studiVZ (Binnenmajuskel sind sooooo cool. Wenn ich mal groß bin, will ich auch solche Ideen haben): Ihr habt Euch das Ziel gesetzt, Euch „ binnen Monaten als drittes, täglich genutztes Kommunikationsmittel neben Email und SMS bei einer Mehrheit von Studenten zu etablieren.“ (sic!)

Drittes Kommunikationsmittel neben E-Mail und SMS? Hallo? Was kann man mit einem Mobiltelefon denn sonst noch so machen, außer SMS zu verschicken? Na? Klingelt’s? Nicht? Kein Wunder. Wenn höchstens mal die Mutter anruft und das auch nur am Sonntag. Get. A. Fucking. Life!

Now playing: Pet Shop Boys – I’m with stupid

Dienstag, Dezember 05, 2006

Frö-hö-liche Weihnacht fast überall

Armer Prakti:
"Wie isn das jetzt? Darf man am Adventskranz schon alle Kerzen anmachen?"
Berater:
"Bei euch Ketzern hier im Norden scheint das ja völlig normal zu sein. Im Süden brennt am ersten Advent eine Kerze. Wie sich das gehört."
Kunst-Direktorin:
"Hör mir auf! Nach den letzten Anzeigen hab ich bis Ostern die Schnauze voll von Adventskränzen!"
Texter:
"Mich brauchst du gar nicht anzukucken. Ich mach den ganzen Scheiß-Emotionsterrorismus eh nicht mit."
Und wer nicht ganz so herzlos ist, der informiert sich hier und spendet hier. Ich bin leider zu blöd, das Link-Bild-HTML-Dingens hier einzubauen.

Now playing: Band Aid – Do They Know it’s Christmas Time

Montag, Dezember 04, 2006

Eilmeldungen

Es wird spannend: Polonium-Mord offenbar kurz vor der Aufklärung.

Polonium gibt es zwar auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Gänsemarkt keins, dafür aber andere Dinge, auf die man ähnlich sehnsüchtig gehofft hat:



Now playing: The Bangles - Manic Monday

Freitag, Dezember 01, 2006

Wo ist die EU wenn man sie mal braucht?

Unsere Lieblingskoalition beschließt also ein Rauchverbot das seinen Namen nicht verdient und ist sich nicht zu blöd, das Ganze auch noch „Kompromiss“ zu schimpfen.

Kompromiss? „Hm, ja, nun, Gesundheit ist schon wichtig, einerseits. Vergiftung aber andererseits auch. Was machen wir da? Ach, wir erlauben einfach beides, nur nicht überall

Jetzt kommen natürlich wieder die ganzen Vollidioten aus ihren Löchern gekrochen, die mir was erzählen wollen von Umsatzeinbußen, Steuerausfällen, Kneipenkultur (!) und deutschem Verbotswahn. Euch sei gesagt: Husch, husch, zurück in Eure Löcher. Oder besser noch: Husch, husch, ab nach Irland. Schaut Euch da ruhig mal das prognostizierte Pub-Sterben an. Fällt Euch was auf?

Und wo wir gerade dabei sind. Wie viele L&M-Zigaretten muss man eigentlich rauchen, um auf so ein Layout zu kommen?



Dieses „Our Taste Our World“ Bla-Bla-Gequatsche geht mir auch so was von auf den Zeiger, das mag man sich gar nicht vorstellen. Und ich meine damit nicht einmal die Wahl der Sprache, sondern die Bla-Bla-Aussage. Wer auch immer den Drang verspürt, Dinge aufzuschreiben wie „Die ganze Welt der Innovation“, „Mehr als nur xy“ undsoweiterundsofort, der muss dieses Buch lesen, und schon ist er geheilt:



„Fliegen soll er wie ein Drache“ von Karlhans Frank ist ein Märchenbuch. Und zwar ein großartiges:
„Dies ist die Geschichte von Katjas gefährlicher Reise ins Sprachland. Wie konnte es geschehen, daß König Sinn an den Felsen Un geschmiedet wurde? Die bösen Sprachgeister haben den Blödel zum Putsch überredet, und Prinzessin Fantasie verlor all ihre Schönheit. In Sprachfetzen gekleidet irrt sie durch die Wüste. Jetzt herrschen Wortklauber und Silbensieder, die Maulhelden und Satzdiebe, die Wörterwechsler, Schlagzeigenhersteller und Nichtssager. Das Sprachland und seine Bewohner sind in großer Not. Wer kann König Sinn befreien? Denn: Fliegen soll er wie ein Drache.“
Risiken und Nebenwirkungen: Nach der Lektüre neigt man dazu, es ein wenig zu übertreiben. Aber das bekommt man schnell in den Griff.

Gestolpert bin ich über das Buch übrigens hier in den Kommentaren. Deshalb: Immer schön auf Buchempfehlungen achten. So hat sie mich auch auf Friedrich Torbergs „Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten“ gebracht. Lesebefehl versteht sich von selbst, wer dazu zu faul ist, kauft sich halt das großartige Hörbuch.

Now playing: Wir sind Helden - Nur ein Wort

Notiz an selbst und Nachtrag zu „Fliegen soll er ...“: Wenn der Ursprungstippgeber selbst ein Blog betreibt, soll er natürlich auch seinen Link bekommen.

Donnerstag, November 30, 2006

Dem Fehdehandschuh eine Lanze

Der nicht nur von mir sehr geschätzte Thomas Gsella, Redakteur der monatlichen Pflichtlektüre Titanic, hat heute heimlich gedichtet:
BERUFE DER WELT (4000!)
Der Werbetexter

Zwei Seelen, ach, in junger Brust:
Gern schüf er Substanzielles.
Zwar stöhnt ein Köpfchen ohne Lust,
doch mit Verlaub: ein helles.

Schlau preist er an, was kein Schwein braucht,
und Scheiß viel mehr als Gutes.
Zwar macht er, daß dein Schädel raucht,
doch mit Verlaub: er tut es.

Das macht ihn fett an Lohn und Brot.
Zwei Seelen? Er vergißt es.
Zwar gilt er als ein Idiot,
doch mit Verlaub: Er ist es.
Damit hat er im Prinzip nicht Unrecht, unbeantwortet kann ich das natürlich trotzdem nicht lassen. Deshalb schnell ein kleiner nicht ganz lupenreiner Blindtext-Limerick hinterher geschossen:
Bei Goethe klaut es sich am besten,
so hieß es, das wollte er testen.
Als Opfer die Werber,
Humor deshalb herber,
Replik: Dei Mudder kocht doch mit Resten.
Tick, Ihr seid.

Now playing: Peter Schilling – Terra Titanic

Mittwoch, November 29, 2006

How To Save Scheiß-Schaltungskosten

Sehr vernünftig: Sony zieht sich aus dem TV-Werbegeschäft zurück. Ich hab eh nie begriffen, wie man bessere Bildschirmleistung verkaufen will, wenn man sie auf der vorhandenen Möhre präsentieren muss.

Jetzt muss in Zukunft halt vermehrt das Internet bemüht werden, aber das wird es ja eh schon.

Nur, Sony: Deinen mp3-Player WALKMAN ® zu nennen, ist zwar naheliegend. Geht wegen Ketzerei aber gerade mal gar nicht!

Now playing: Geier Sturzflug – Walkman-Fan

Dienstag, November 28, 2006

Schiebung

"Was hastnda bestellt?"

"Buch heißt The Now Habit. Geht darum, endlich drüber wegzukommen, ständig alles vor sich her zu schieben"

"Und? Schon gelesen?"

(Bitte ausdrucken und Pointe selbst eintragen)
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Now playing: Depeche Mode - Any Second Now

Sonntag, November 26, 2006

Saturday Night Fever Zeugs

Das ist mein Einkaufskorb:



Wobei das natürlich wieder nur die halbe Wahrheit ist, genauer gesagt: Nicht mal das! Deshalb fang ich am besten noch mal an. Das ist nicht mein Einkaufskorb:



Zwar habe ich das Zeug darin später auch gekauft, der Korb allerdings gehört mir nicht. Das muss man dazu sagen. Denn blaue Plastikeinkaufskörbe gibt es in meinem sehr geschätzten Sky-Markt durchaus zu kaufen.

Interessiert nur keinen. Wenn die „ordentlichen“ Körbe weg sind, werden halt die „gefälligst zu kaufenden“ missbraucht. Da kann man sich als Verkäufer auch noch so sehr selbst helfen:



Wenn ich damit jetzt an der Kasse stünde: Geklaut oder gekauft? Man weiß es mal wieder nicht.

Was man zu 101% weiß, oder, wenn nicht, dann doch zumindest ahnt, ist, warum kein Mensch, vor allem keine Frau, diesen Fahrradabstellplatz zum „Platz der Wahl“ erwählt:



Mitten in Eppendorf. Keine „böse“ Fläche außerhalb. Aber muss frau jetzt zwingend auch diese Erfahrung gemacht haben? Besser nicht. Laub schluckt nämlich den Lärm auch so schön. Wo wir gerade bei Schlucken sind: Wer ist Schuld? CDU, CDU, CDUUUUU, CDU, CDU, CDUUU-HUU.

Now playing: Dave Matthews Band – You Never Know

Freitag, November 24, 2006

Wenn sonst nix ist?

Hammwa jelacht. Nur auf die hübsche Idee mit dem Doppelposting bin ich nicht gekommen. Mist.

Was sind das eigentlich für Leute, die die Hamburger Morgenpost lesen? Die Mopo ist tendenziell eher boulevardesk einzuordnen, mit gehörigem Anschlag nach links. Max Goldt hat sich mal gewundert, dass so viele junge und sogar trendige Leute die Mopo lesen, denn eigentlich ist die Mopo auf den ersten und zweiten Blick nichts, was den eigenen Intellekt adelt. Oder auf deutsch: Is nich gerade die FAZ.

Aber wie auch immer: Mopo-Leser regen sich auf über Kleingeistigkeit, Behördenschwachsinn, Stromlieferanten, Scheuklappendenken, Ole von Beust, den Senat an sich, mit anderen Worten: Mopo-Leser sind eigentlich ganz sympathisch.

Dachte ich.

Heute allerdings musste ich die Entschuldigung der Mopo für gestrigen Fauxpas lesen. Und was steht da? Da steht:
“In der gestrigen Ausgabe haben wir einen schweren Fehler gemacht. Auf den Seiten 20/21 ist der Artikel über den Streik der Apotheker doppelt erschienen."
So weit so gut, „schwerer Fehler“ weiß ich jetzt nicht, mein All-Time-Favourite „ökonomischer Gottesdienst“ wird definitiv nicht getoppt, aber jetzt kommt’s:
"Darüber haben sich viele von Ihnen zu Recht geärgert."
Hallo? Geärgert? Wie soll ich mir das denn vorstellen? „MIST, MIST, MIST, VERDAMMTE AXT, JETZT HAB ICH DEN SCHEISSARTIKEL DOPPELT GELESEN, VERDAMMTE SCHEISSE NOCHEINS“ – so in etwa?

Liebe Aufreger: Über doppelte Artikel kann man lachen, aber ärgern sollte man sich über andere Dinge.

Now playing: Oasis – Don’t Look Back in Anger

Donnerstag, November 23, 2006

Entweder - oder

Als ich vor ca. Ewigkeiten der Meinung war, ein Weblog zu brauchen, hab ich zunächst einmal nach einem Konzept gesucht. Das Konzept hieß dann „Entweder – oder“ und hat genau zwei Einträge lang funktioniert.

Jetzt gibt es an dieser Stelle dank Frau Ninifaye eine Art Konzeptrevival:

HSV oder Bayern? Bayern. Hilf ja nichts.
Beatles oder Rolling Stones? Depeche Mode.
Schwarzenegger oder Van Damme? Rocky.
Rot- oder Weißwein? Rot. Ausschließlich. Auch zu Fisch oder Geflügel. Dass man zu manchen Dingen nur Weißwein trinken darf ist sooooo achtziger.
Mallorca oder Ibiza? Malle. Ibiza ist für die Prolls.
Berlin oder Bonn? Seit 1990 wieder Berlin.
Auto oder Motorrad? Zu Fuß.
Pizza oder Pasta? Pasta vor der Pizza. Übrigens gibt es wohl in ganz Deutschland keinen Italiener, der die eigentliche Pizza anbietet: Mit Olivenöl, Tomaten und Oregano. Basta.
Fernsehen oder Radio? Balkon, Fenster.
PC oder Apple? Apple. Allein schon deswegen:
Here's to the crazy ones.
The misfits.
The rebels.
The troublemakers.
The round pegs in the square holes.
The ones who see things differently.
They're not fond of rules
And they have no respect for the status quo.
You can praise them, disagree with them, quote them,
disbelieve them, glorify or vilify them.
About the only thing that you can't do is ignore them.
Because they change things.
They invent. They imagine. They heal.
They explore. They create. They inspire.
They push the human race forward.
Maybe they have to be crazy.
How else can you stare at an empty canvas and see a work of art?
Or sit in silence and hear a song that's never been written?
Or gaze at a red planet and see a laboratory on wheels?
We make tools for these kinds of people.
While some may see them as the crazy ones, we see genius.
Because the people who are crazy enough to think that they can
change the world, are the ones who do.


DVD oder VHS? DVD. Was ich in meinem Leben schon für nicht zurück gespulte Filme bezahlt habe, will ich lieber gar nicht wissen.
Tag oder Nacht? Für was?
Sekt oder Selters? Bier.
Internet Explorer oder Mozilla? Keine Ahnung. Internet halt.
Brot oder Brötchen? Toast wäre nett.
schwarz oder weiß? Schwarz
CD oder Vinyl? Vinyl. Auch wenn es die Hölle ist. Mit Plattensammlung umzuziehen. Aber das Argument zählt nicht.
Kaffee oder Tee? Tee. Gerne auch den blöden aromatisierten aus dem Beutel. Hauptsache cooler Name!
Füller oder Kuli? Füller, Faber Castell.
Schoki oder Chips? Salzstangen und Crostini.
Dusche oder Wanne? Wo ich das gerade lese: Hat Badesalz eigentlich ein Mindesthaltbarkeitsdatum?
Turn- oder Lackschuh? Blöde Frage. Je nach Anlass.

Kurze Werbeunterbrechung mit dem dämlichsten Spot der nächsten, na, sagen wir: 248 Jahre:



Winter oder Sommer? Eher Winter. Und natürlich Frühling. Oder Herbst, wenn er nicht zu verregnet ist. Und Sommer, wenn er nicht zu verregnet ist.
Steak oder Würstchen? Steak. Filet. 300 g. Medium.
Blut oder Fleisch? Wie bitte?
ARD oder ZDF? Fernsehlos und glücklich damit. Aber wenn, dann ARD (Tatort halt).
Spiegel oder Focus? Spiegel. Irgendwie dann doch immer noch.
Nokia oder Motorola? Einmal Nokia, immer Nokia. Muss mal schauen, ob ich noch irgendwo mein altes 3110 habe. Mittlerweile müsste das wieder cool sein.
Ski oder Strand? An der Schneebar in die Sonne.
Adidas oder Puma? Was sind das eigentlich für Fragen?
Brief oder eMail? E-Mail schreibt man: E-Mail. Wer viele Briefe schreibt, weiß so was.
Tatort oder Polizeiruf? Tatort. Vor allem Köln und Leipzig. Wobei ich mir hab sagen lassen, dass beide nachgelassen haben.
Anruf oder SMS? Anruf. Ich hasse diese SMS-Chatterei, weil ich für jede SMS ca. 11 Minuten brauche.
James Bond oder Borat? Bond Samstag, Borat nächste Woche.
Hund oder Katze? Katze. Hunde erniedrigen sich ja permanent selbst.
GZSZ oder ViB? WTF?
Familie oder Freunde? Was soll das denn für eine Alternative sein?
BMW oder Mercedes? Mercedes. Jedenfalls die älteren Spots.
FAZ oder SZ? Neue Zürcher. Die kommt wenigstens an.
Simpsons oder Spongebob? Simpsons. Das ist mal sicher.
Heidi oder Naomi? Eigentlich Heidi. Aber das darf man ja nicht mal sagen, sonst schaut der Papa vorbei und schimpft.
Micky oder Donald? Mickey hab ich immer schon gehasst. Scheiß-Klugscheißer.
kicker oder SportBild? Kicker. Ehrensache.
YouTube oder myVideo? Warum muss man heutzutage eigentlich alles mit Binnenmajuskel schreiben? Ist das coOler?
Sean oder Roger? Sean. Roger hat es dann doch ein bisschen übertrieben. Genau wie Pierce.
GMX oder WEB? GMX. Obwohl ich wirklich nicht weiß, warum ich mir das überhaupt antue. 30 Tage Aufbewahrungszeit. Lächerlich eigentlich.

Now playing: Clash – Should I Stay Or Should I Go?

Wer mag, mag sich bedienen.

„Irgendwann halt“ is the new „sofort“

Früher hieß es einfach "Nix ja, ja, mach ich später! Du räumst das SOFORT weg!" Und "sofort" bedeutete "sofort". Davon ist nicht mehr viel übrig. "Sofort" bedeutet "gleich", "gleich" bedeutet "später", "später" bedeutet alles mögliche außer "heute noch". Was hat es da für einen Sinn, wenn der Hamburger Verkehrs-Verbund bockig darauf beharrt, seine weit und breit nicht zu sehenden Busse würden "sofort" abfahren?



"Ja, ja, mach ich später" hat auch der Schlussredakteur der Morgenpost gesagt, als er angefleht wurde, das heutige Machwerk dringend noch mal kurz querzulesen. Ob er Wort gehalten hat, wissen wir nicht, aber wenn Artikel doppelt erscheinen, keimt eine leise Ahnung in uns auf:



Now playing: The Smiths - How Soon Is Now?

Mittwoch, November 22, 2006

Headshot, anybody?

"There’s a new game
we like to play you see
a game with added reality"

M.L. Gore - Master And Servant


Wenn man nach dem obligatorischen Vorweihnachtsamoklauf 10 vorzugsweise konservativ orientierte Politiker in einen Raum schlösse und nach Lösungen suchen ließe, wie derartiges Pubertätsgekasper denn in Zukunft bitte zu vermeiden wäre, mit welcher revolutionären Idee kämen diese Politiker wohl angerückt?

Genau. Verbieten, verbieten, alles verbieten! Was jetzt. Waffen? Munition? Schützenvereine? Naaa, wir wollen doch dem deutschen Vereinswesen nicht an den Karren fahren. Und der verantwortungsvolle Umgang mit der Waffe verändert schult irgendwie die Persönlichkeit.

Deshalb müssen Ego-Shooter verboten werden. Endlich sagt’s mal einer!

Nach ausgiebigem Fratzengeballer in Doom hatte ich zwar eher selten Lust auf Rock’n’Roll in der großen Pause, aber das kann daran gelegen haben, dass ich längst an der Uni war. Was weiß ich! Bin ich der Experte? Nein, die Experten sind die Experten. Allen voran die Jugendbeauftragten und Sozialromantiker Stoiber und wie sie alle heißen. Computerspiele verbieten und schon ist alles gutschi. Klar! Und das Internet auch gleich verbieten. Teufelszeug.

Gut, in Sachen Ego-Shooter dürfte der Zug abgefahren sein. Mit den ganzen wandelnden Zeitbomben da draußen müssen wir leben (bzw, na ja, mit bisserl Pech, Sie wissen schon). Noch ist es allerdings Zeit, eine Katastrophe bisher ungeahnten Ausmaßes abzuwenden.

Wenn wir jetzt verantwortungsbewusst handeln, können wir vielleicht noch verhindern, dass morgen wegen "My Little Pony" alle Ponys rosa angemalt werden.

Dazu allerdings bedarf es eines behutsamen wenngleich konsequenten Vorgehens. Wichtig ist, dass dieses Problem endlich als solches erkannt und nicht länger totgeschwiegen wird. Natürlich ist die Schamgrenze der Betroffenen groß, aber darauf darf einfach nicht immer Rücksicht genommen werden. Hoffentlich erreicht dieser stumme Schrei die richtigen Ohren. Sonst seh ich schwarz. Oder rosa.

Denn das ist sicher: Wenn Ego-Shooter Amokläufe bei frustrierten Jungen auslösen, dann malen frustrierte Mädchen morgen Ponys an. Wer davor die Augen verschließt, macht sich mitschuldig.

Now playing: The Psychedelic Furs – Pretty In Pink

Donnerstag, November 16, 2006

Alles reizend, irgendwie

Fernab von allem Wirklichkeitswahn à la Dove weiß der Kosmetikhersteller Reversa, wie man sein Antifaltenzeugs besser verkauft: Mit Kerlen, die sich auch mal um die Pussy kümmern:


Das werden jetzt einige wieder ganz schlimm finden, deshalb schnell etwas hinterher, was ja wohl noch viel schlimmer ist: Goethe hatte Zahnschmerzen. Von seinem 7. bis zum 69. Lebensjahr. Das ist hart, aber offensichtlich kann nichts Großes ohne Leid entstehen. Da bleib ich doch lieber beim Kleinen, sprich: der Werbung und denke mir Key-Visuals aus, in der wohligen Gewissheit, dass die Suche nach solchen optischen Schlüsselreizen einer Kampagne überhaupt nicht meine Aufgabe ist. Suchen kann man aber ja trotzdem mal. Und was ist? Wenn man mit der google-Bildersuche nach "Key-Visual" buddelt, dann kommen zwar jede Menge Key-Visuals, aber kein einziges Visual von einem Key. Damit ist jetzt Schluss. I proudly present the best key-visual on the web:



Das muss bis Mittwoch reichen, ich hab Urlaub.

Now playing: Urban Cookie Collective – The Key, The Secret

Reversa-Link via Frau Ninifaye
Goethe-Link via Frau Gröner

Mittwoch, November 15, 2006

Ursache, Wirkung, wen interessierts?

“I call you because I’m watching the ads with the client and I’ve just realized I don’t understand them either.”
Jajajajaja, das kann passieren, wenn sich die doch eigentlich unter gleicher Flagge wie der Berater kämpfenden Werbekünstler schon am ersten Punkt dieser Liste bequem einrichten:
1. Ignore everybody.
Now playing: Peloton – Wish I Could

Freitag, November 10, 2006

Antworten, Watson, wir brauchen Antworten!

Diese unangenehmen Personen, die nach dem Salzstreuer greifen und damit ohne vorher zu kosten, reflexartig beherzt verhunzen, was kundige Zungen akribisch und mit Liebe abgeschmeckt haben. Leiden die an so einer Art Glutamat-Kollateralschaden? Auf jeden Fall leiden sie unter Fantasielosigkeit.

Letzteres ist bei denjenigen Fahranfängern nicht der Fall, die eine bemerkenswerte Menge an geistiger Energie in die Namensfindung ihres ersten Autos fließen lassen. Irgendwann lässt der Drang zur Personifizierung zwar nach, scheint sich aber später zurück zu melden. Denn Porsche macht das jetzt auch, aber richtig. In der Pressemitteilung heißt es dazu:
Der Schriftzug kann auch in verschiedenen Farben bestellt werden, z.B. in schwarz, silbern oder gar gold.
Uiuiui! Sogar in gold. Wenn Mutti da man nicht blass wird. Aber was ich fragen wollte: Kann man sich da auch schicke Sprüche und Typospielarten bestellen? So nach dem Motto: Arm Reich aber sexy? Wäre doch ganz hübsch.

Und wo wir gerade bei hübsch bzw. nicht sind: Der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski möchte ja nicht mehr von der Seite fotografiert werden, weil er Angst hat, sein im Profil doch recht ausgeprägtes Doppelkinn würde ihn, ja was eigentlich? Alt machen? Dick machen? Man weiß es nicht. Außerdem weiß man nicht: Wen sieht der Herr Ministerpräsident eigentlich, wenn er sich frontal im Spiegel betrachtet? George Clooney?

Now playing: Nena - ?

Dienstag, November 07, 2006

Sicherheiten, sich erheitern, irgendwie so was halt

Gott sei Dank I

Hamburg dpa Seit gestern wird ernst gemacht im Kampf gegen den
Terror. Pro Person sind im Handgepäck zukünftig nur noch 100 ml Flüssigsprengstoffkeit erlaubt. Bedenken, diese Begrenzung alleine würde potentielle Attentäter kaum von ihrem Vorhaben abbringen, wurden von den zuständigen Kreisen ernst genommen und dadurch aus der Welt geschafft, dass die 100 ml in einer durchsichtigen und wiederverschließbaren Plastiktüte aufbewahrt werden müssen.

Aus Sicherheitskreisen wurden Forderungen laut, diese Tüten zusätzlich mit einer Schleife zu umwickeln, Tourismusexpertenkreise befürchten in diesem Fall jedoch eine, so wörtlich: „massive Verunsicherung der Fluggäste die in keiner Relation zu einem erkennbaren sicherheitsrelevanten Mehrwert führen würde“.

Erste Reaktionen der betroffenen Fluggäste seien „zu 90% positiv“, so ein Sprecher des Hamburger Flughafens. Aus Datenschutzkreisen wurde die Kritik geäußert, hier handle es sich um einen „tiefgehenden Eingriff in die Privatsphäre durch das öffentliche Zurschaustellen persönlichster Dinge“ und von Politikerkreisen dringend Nachbesserung gefordert.

Berichten aus irgendwelchen Kreisen zufolge wird bereits an weiteren Maßnahmen gearbeitet, im Gespräch seien farbige Mützen, die während des Flugs getragen werden müssen, handelsübliche Fingerhüte und die Begrenzung von schlechten CDs auf maximal zwei.

Gott sei Dank II

Brüssel ap Mit großer Mehrheit wurde gestern vom Europäischen Parlament die Zulassung einer Pille gegen Doofheit abgelehnt.

Now playing: Beau Brummels - Cry Just A Little

Montag, November 06, 2006

Die Qualen der Wahlen

Via Werbeblogger gibt es zunächst einmal diesen hübschen Link, der zeigt, dass der erste deutsche TV-Spot 1956 das zu bewerbende Produkt deutlich kreativer bewirbt, als 99% seiner Nachfolger.

Da waren die Amerikaner übrigens schon etwas weiter, wen wundert’s. 1952 ging der erste Polit-Werbespot on air. Anfangs noch ganz harmlos, aber das sollte sich schnell ändern. 1964 ging das gegenseitige Angezicke los, das gerade mal wieder seinen vorläufigen Höhepunkt erlebt.

Die frühen Versuche muten da allerdings noch putzig bis hilflos an. Oder warum hat Reagan niemand gesagt, dass man mit verschränkten Armen keine Wahl gewinnt?

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Weiß doch jeder, dass man dafür kleine Mädchen und Atomexplosionen braucht.

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Auf der sehr informativen Seite livingroomcandidate.com sind alle (!) US-Wahlwerbespots von 1952 bis 2004 archiviert. Ein überaus unterhaltsames Stück Werbegeschichte.

Now playing: Marilyn Manson – Cake And Sodomy

Mittwoch, November 01, 2006

Nadelstiche

Dass die Royals im Film „The Queen“ angeblich nicht gar so gut abschneiden – geschenkt. Aber dass Prinz Philip ausgerechnet von einem Cromwell gespielt wird – darf man das bitte „interessant“ finden?

Now playing: The Beatles – Revolution

Dienstag, Oktober 31, 2006

Flach. Gaaaanz flach.

Ergo großartig.

Cyanide and Happiness, a daily webcomic
Cyanide & Happiness @ Explosm.net

Now playing: Depeche Mode - Now This Is Fun

Ausgleich

Wie oft wird im Jahr die Zeit umgestellt? Genau. Und wie oft hab ich das dieses Jahr verpennt? Sag ich nicht. Aber die Quote ist sensationell.

Now playing: The Cure - Few Hours

Freitag, Oktober 27, 2006

Einschläge? Was für Einschl ...

Wenn ich jemandem vors Schienbein trete. Und dieser jemand mich dann zurück tritt. Und ich dann kundtue, dass ich prüfen werde, warum er mich getreten hat. Was bin ich dann? Komplett merkbefreit? Mindestens.

Auf jeden Fall würde ich mich als ziemlicher Trottel outen, was ich zu verhindern wüsste, da ich ja kein Trottel bin.

Kommen wir nun zu etwas ganz anderem. Nämlich zur Hamburger CDU. Die Hamburger CDU hat ihre Bürgerschaftsmehrheit dazu genutzt, ein vom Volk beschlossenes Wahlrecht zu ändern. Das per Volksentscheid beschlossene Wahlrecht hätte nämlich der Listen-Klüngelei ein Ende gemacht. Ab sofort hätte die Leistung eines Politikers direkten Einfluss auf seine Wiederwahl haben können. Das wollte die CDU nicht, deshalb hat sie Volkes Willen ignoriert.

Kommen wir nun zu etwas völlig anderem. In einer Umfrage ist die Hamburger CDU von zuletzt 44% abgerutscht auf 35%.

Überraschend? Für Chef Dirk Fischer schon. Der will jetzt nämlich "prüfen, inwieweit die Bundespolitik das Hamburger Klima beeinträchtigt."

Dann prüfen Sie mal schön.

Now playing: Trini Lopez - If I Had A Hammer

Donnerstag, Oktober 26, 2006

Erwischt

In Ian White’s hochempfehlenswertem (Antiquariate abklappern) “Copy Book“ wird eingangs ein Texter zitiert (muss zuhause nachschauen, welcher) mit der Antwort auf die Frage seines Art-Directors, warum er eigentlich Texter geworden sei. Die großartige Antwort hat gelautet:
"It is not the way I intended to live my life. It's a dangerous, tough, thankless job, but someone's got to do it. It would be nice if society didn't need people like me. But while it does...I'll be there."
Da ich heute einfach mal auf meinen eigenen harten Alltag verweisen wollte, dachte ich, es wäre passend den Kollegen zu zitieren und hab mich auf die Suche nach seinem Namen gemacht – natürlich anhand des Zitats. Und was musste ich lernen? Geklaut! Und auch noch bei jemandem, der Weisenkindern hilft! Welten stürzen ein. Auf der anderen Seite: Besser gut geklaut als schlecht geklaut.

Now playing: Mesh – Is Nothing Sacred?

Dienstag, Oktober 24, 2006

Nur ganz kurz:

- Versprecher des Tages: „Asi-Schuhe? Ey die sind aus Pferde-Luder“

- Mein Probe-Abo der „Neuen Zürcher Zeitung“ hat gestern begonnen und bis heute hat es genau kein Exemplar in meinen Briefkasten geschafft. Vielleicht toppen die Schweizer ja sogar die Kollegen von der „Süddeutschen“. Ein einziges Mal hab ich die damals erhalten.

- Bullet-Points sind und bleiben scheiße.

- Und schon bin ich wieder weg

Now playing: Heaven 17 – Crushed by the Wheels of Industry

Samstag, Oktober 21, 2006

Ist eh bald Weihnachten

Wir haben alle unsere kleinen oder großen Sorgen. Zum Beispiel: Abgesehen davon, dass ich heute kaum was vernünftiges geschafft habe, ist meine größte Sorge momentan, dass die Trüffelsalami von „Schlemmermeyer“ am Gänsemarkt genau so pervers gut ist, wie die Wildschwein-Fenchel-Salami, die verdammt noch eins ihresgleichen sucht. Denn wenn das so ist, geht in Zukunft ein noch größerer Teil meines Einkommens an die Könige der Wursterei, die ohnehin schon nicht schlecht an mir verdienen.

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Dann nervt es natürlich kolossal, dass die Bayern in Bremen verloren haben, Erklärungen spare ich mir an dieser Stelle, Kunden nerven sogar am Wochenende und sogar, ohne es zu wissen und überhaupt und überhaupt und überhaupt.

Und dann bekommt man Fragen gestellt, die man spontan nicht beantworten kann:

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Tja, da isses wieder: AIDS. Warum eigentlich „wieder“? Sollten manche Themen nicht permanent Thema sein? Zumal Afrika an dem Thema zu verrecken droht, weil von ärztlicher Seite aus wegen einer Missinterpretation des Weltbestsellers „Bibel“ Kondome nimmer gar so gern gesehen sind? Nö. AIDS ist ganz offensichtlich nur noch was für Gutmenschen verantwortungsbewusste Menschen und Sozialarbeiter. Und Werbeagenturen.

JvM und die „Miami-Ad-School“ haben jedenfalls diesen Soldatenfriedhof auf dem Gänsemarkt errichtet:

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Klar hätte man das anders oder ganz anders oder besser oder schlechter machen kännen – ich will ob des guten Zwecks jetzt nicht zu pingelig werden, sondern einfach sagen: Wer macht, der macht was richtig. Oder falsch. Scheißegal. Hauptsache: Machen.

Kids und AIDS

Und ich werde mich nicht über das „Kids“ aufregen. So lange es um wohltätige Zwecke geht, schalte ich meinen Meckerreflex ja eh um zwei, drei Stufen zurück.

Selbst wenn jemand die Wohltätigkeit als „Charity“ bezeichnet.

Via Frau Manavortex bin ich nämlich auf eine wirklich löbliche Sache gestoßen, die allerdings scheiße heißt: „Charity-Bloggen“.

Der Querdenker ruft dazu auf, Weihnachtsgeschichten zu bloggen, die im PDF gebündelt werden und dann, nach einer Spende zu Gunsten vernachlässigter Kinder, runtergeladen werden können.

Das finde ich gut, da mach ich mit. Auch wenn’s vielleicht nicht viel bringt. Wichtig ist nämlich, dass einem das egal ist. Dann kann man loslegen und was erreichen.

Now playing: Nik Kershaw – Don Quixote

Mittwoch, Oktober 18, 2006

Das Eva-Prinzip: Fire and Forget

Eva Herman hat nicht nur ein Buch geschrieben, sondern auch einen Blogeintrag. So richtig verstanden hat sie das Blogdingens noch nicht, aber das kann ja noch kommen. Wenn sie aus dem Sperrfeuer zurück ist.
Ein Blick in die Welt der Moderatorin, die sich seit Wochen dem Sperrfeuer der Diskussion stellt.
Respekt davor, sich per Weblog tatsächlich der Diskussion mit dem Fußvolk zu stellen. Jedenfalls theoretisch.

Denn jetzt raten wir mal ganz wild in den Raum hinein, wie viele der insgesamt 211 Kommentare zu Frau Hermans selbst verfasstem Blogeintrag (glauben wir es der Einfachheit halber einfach mal) dann auch von ihr sind? Genau.

Now playing: Del Shannon - Runnaway

Via Lazerte

Montag, Oktober 16, 2006

Noch'n Philosoph

Man Der Werber schwallert ja gerne. Vornehmlich dann, wenn er nichts zu sagen hat. In Zeiten der Interaktivität kommt das natürlich nur noch halb so gut an. Da will man mit potentiellen und anderen Verbrauchern in den Dialog treten. Will sich austauschen – gerne auch auf philosophischer Ebene.

So wie Volvo auf der hübsch gestalteten Seite für den C-30. Dort stellt Volvo Fragen. Zum Beispiel bei einem Klick auf die Scheinwerfer: „Was kommt hinter dem Licht am Ende des Tunnels“? Oder bei einem Klick auf die Felgen (!):

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Und als ob man was gewinnen könnte, wird fleißig drauf los philosophiert:

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Da lacht das Werberherz, da freut sich der Berater und die Kundenaugen leuchten, bis, ja bis er doch wieder sein hässliches Haupt erhebt, der Querulant, der die Schönheit des Moments nicht zu würdigen weiß, sondern sich einfach nur für die olle Karre interessiert:

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Now playing: Smashing Pumpkins - Perfect

Sonntag, Oktober 15, 2006

Dieser Beitrag kann keine Spuren von Erdnüssen enthalten

+++Achtung: Viel zu langer und unlustiger Beitrag! Nur bei nicht zu ertragender Langeweile oder Sentimentalität mit ausgeprägtem Hamburg-Bezug zum Lesen empfohlen!+++

Silly me! Auf der anderen Seite: Selber Schuld. Ich hätte damals Anfang der Neunziger wirklich die ganzen albernen Max-City-Guides aufbewahren sollen. Anschaulicher kann man das Sterben großstädtischer Institutionen nämlich nicht nachvollziehen.

Es gibt gab in Hamburg sehr viele Club- und Kneipen-Institutionen. Den „Star-Club“ kennt jeder, das „Onkel Pö“ nur noch die mit den grauen Haaren, deshalb kurz für den Rest: Im „Onkel Pö“ hat sich in den Siebzigern die Hamburger Szene um Abi Wallenstein, Udo Lindenberg, Otto Waalkes und Co KG zum Jazzen und Jammen versammelt, Der ganze Laden hatte schnell etwas legendäres, weshalb er nach seinem Tod auch umbenannt wurde: „Legendär“.

Das „Legendär“ stirbt jetzt wieder langsam vor sich hin. Umgezogen in den Eppendorfer Weg, was auch immer das soll. Legendär ist an der neuen Location Adresse jedenfalls nichts.

Ein schlauer Mensch hat im vorletzten Jubiläums-GEO über Hamburg gesagt, das Attraktive an der Stadt sei, dass kaum ein Bauwerk mehr als 200 Jahre auf der Uhr hätte. Was kein Wunder ist, wenn eine Stadt regelmäßig alle 100 Jahre dem Erdboden ähnlich gemacht wird.

Clubs und Bars und Kneipen würden lachen über derart biblische Alter! Wo ist denn das Trinity aus den Achtzigern, das Traxx aus den Neunzigern und das, nun ja, Madhouse aus dann doch drei Jahrzehnten? Die ersten beiden: Gestorben, Wie sich das gehört.

Letzteres: Selbstmord durch, Tusch!, Umzug. Und zwar ins Nebenhaus und mit gleicher Raumausstattung und allem, tot, trotz allem.

Was soll das ganze Gefasel? Am Freitag Abend mache ich die Tür der „Schramme“ auf. Die Schramme ist eine Eppendorfer Institution wie eben das „Legendär“ einst eine war, vielleicht sogar legendärer, weil sie es nie nötig hatte, ihren albernen Namen zu ändern. Wer freitags glaubt, in der „Schramme“ noch einen Tisch zu bekommen, der ist entweder neu in der Stadt oder Glückspilz.

Ich also rein und: Gähnende Leere. Neuer Besitzer? Schießt es einem durch den Kopf. Raubtierhafter Scannerblick in die Runde: Der Billardtisch ist neu. Neuer Besitzer? Die satten Farben und albernen Schilder dominieren jedenfalls immer noch das Gesamtbild:



Aber was um alles in der Welt ist denn hier passiert? Ein Pärchen sitzt am Tisch und knabbert Erdnussflips. Got you now, mate! Sherlock Holmes is in da house!

Wer einem Eppendorfer befiehlt, die Augen zu schließen, an die Schramme zu denken und zu sagen, was er sieht, erhält (kurz nachdem sich ein wehmütiges Lächeln zeigt) folgende Antwort: Erdnussschalen.

Überall. Auf den Tischen, auf dem Boden, an der Bar, überall Erdnussschalen, denn Erdnüsse wurden in der Schramme ebenso freizügig ausgegeben wie Sauerstoff und Leitungswasser. Das war jedenfalls einmal so, jetzt ist es anders. Der neue Betreiber (keine Ahnung ob das stimmt, aber ich will tot umfallen, wenn nicht) scheut offensichtlich Reinigungskosten oder Arbeit oder beides und hat sich gedacht: Erdnüsse, Erdnussflip, ist doch des Gleiche.

Ist es nicht.

R.I.P. War nett mit dir. Oder, um es mit den Worten des Meister zu sagen: Wenn etwas stirbt, stirbt es eben. Auch wenn es wehtut

Now playing: The Cure – Funural Party

Donnerstag, Oktober 12, 2006

Das 5-Dinge-Dings

Herr Wagner fordert auf, die Hosen runter zu lassen. Nun denn:

… fünf Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte

1. Einen goldenen Oktober respektive Herbst.
2. Die Möglichkeit, in der Zeit zurück zu reisen um die gestern verpasste Lesung von Max Goldt doch noch zu erleben.
3. Einen Gastauftritt bei „South Park“.
4. Ahnung von diesem HTML-Dingens.
5. Die Insel-Bücherei. Komplett bitte, wenn es keine Umstände macht.

… fünf Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte

1. Die Fähigkeit, Schreibtische jeder Größe innerhalb von 5 Minuten vollzumüllen.
2. Einen völlig nerdigen Plastik-Alien-Embryo im Glas, den ich ums Verrecken nicht loswerde. Aber der Ehrgeiz verbietet es mir, ihn einfach wegzuschmeißen.
3. Einen Uralt-AOL-Account, der mich monatlich 5 Euro nochwas kostet und den zu kündigen ich immer wieder vergesse. Ich weiß nicht mal mehr meinen Nutzernamen.
4. Die frequenzstärkste Buslinie Europas um ins Büro zu kommen.
5. Den Reflex, doch wieder jeden Morgen zur „Hamburger Morgenpost“ zu greifen.

… fünf Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte

1. Einen Brief an die Leser in der Titanic.
2. Orientierungssinn.
3. TV-Empfang.
4. Beruflich irgendwelche Dinge ausrechnen zu müssen.
5. Vollidioten im Büro

… fünf Gerngelesene, an die das Stöckchen weiterfliegt

Frau Ninifaye
Herr Eigenart
Herr Weltregierung
Frau Samoafex
Und Frau allesb könnte auch mal wieder.

Mittwoch, Oktober 11, 2006

"Deppen"-Apostroph auf englisch

Im Blog von Wieden & Kennedy wird über einen Londoner Laufwettbewerb geschrieben und der Pedanten-Poster glaubt völlig zu Recht, den fehlenden Apostrophen im Pub-Schild kritisieren zu müssen:

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Ja kann man mit diesem verdammten Ding denn nirgendwo mehr richtig umgehen? In Deutschland macht man es englisch, in England deutsch, erkennt irgendjemand ein System dahinter? Das wird noch böse enden! Wenn es nicht schon längst vorbei ist, ich bekomme hier vor lauter Arbeit nichts mehr mit.

Now playing: De/Vision – Hear Me Calling

Dienstag, Oktober 10, 2006

Neuer Trend in der Werbung?

Oder einfach nur Eimsbüttler Aufrichtigkeit? Dabei wollen die Leute doch beschissen werden. Erzähl mir doch nix!



Now playing: Depeche Mode - Lie To Me

Freitag, Oktober 06, 2006

"Aquagenic Powerevolution™ Sh@ving"

Wenn das nix ist: 5 „Power Glide TM“ Klingen und ein nochmals verbesserter „Indicator Lubrastrip“ sowie das Gillette „Fusion Hydra TM Gel“ sorgen für „Gillettes Beste Rasur“ [sic!]

Damit hat man rechnen können nach der Einladung, es „auszuchecken“:



Das ist zwar alles hochgradig ärgerlich. Trotzdem: kaufen werde ich mir das Teil natürlich schon aus Prinzip. Scout vs. McNeill, Pelikan vs. Geha – Gillette vs. Wilkinson. Manche Dinge ändern sich eben nie. Leider gilt das nicht für Produktbezeichnungen. „Gillette Kontur plus mit der Doppelschwingachse“ – da wusste man noch, was man hat (und die Werbung war eh besser). Checker checken hier.

Now playing: Stabbing Westward – You Complete Me

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Geile Alte, die Alte

Wie sieht man eigentlich nach x-und-zwanzig Jahren Sonnenbank aus? Nimmer ganz so knusprig, wie Erfahrung, üble Nachrede und gesunder Menschenverstand uns lehren. Was tut man also, wenn man als armer Werbesklave gebrieft wird, eine der offensichtlichsten aller Tatsachen zu ignorieren, ach was: ins Gegenteil zu verkehren?

Schwierig. Es sei denn, man hat keinerlei Hemmungen. Dann wird mit einem erhellenden Mal alles plötzlich ganz einfach: graue Haare und gut ist! Wofür hat der liebe Gott denn Photoshop erfunden? Also!


(klick=groß)

Ok: Zwei, drei Fältchen, um wenigstens einen Schimmer der Authentizität zu erhalten. Die Zielgruppe wird dankend nickend aufseufzen. Aber das ist doch keine Lösung.

Auch keine Lösung sind Post-its. Wobei das natürlich nicht ganz stimmt, denn oftmals sind Post-its durchaus Lösung bis Rettung. Wenn man sich mal wieder mit diesem verzwickten Rechts-links-Dings vertut, zum Beispiel. Ob Klingeln hingegen „befinden“ können, darf diskutiert werden.


(klick=groß)

Now playing: Ladytron – Laughing Cavalier

Mittwoch, September 27, 2006

brb

Ich bin kurz in Italien, um mich für das Halbfinale auslachen zu lassen. Wurde ja auch mal Zeit.

Now playing: Jerry Vale - Ciao, ciao, bambina

Montag, September 25, 2006

Schabboh, Kollegen!

Falls die ganzen Politwerber da draußen mal wieder etwas brauchen, wovon sie sich eine gehörige Scheibe abschneiden können – bitte sehr:



Now playing: Madonna – Don’t Cry For Me Argentina

Via Weltregierung

Freitag, September 22, 2006

Que?

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Und was heißt "benutzerfreundliche Fehlermeldung" auf spanisch?

Now playing: The Cure - Speak My Language

Mittwoch, September 20, 2006

Liebes Tagebuch

Dass hier nur noch mittwochs was passiert, ist kein neues Konzept. Das ist Zufall. Und dadurch bedingt, dass einfach innerhalb und außerhalb des Büros so viel zu texten ist, dass es geradezu dekadent wäre, auch nur ein Wort gratis zu schreiben. Aber die Dekadenz hat schon standfestere Gesellen als mich zerbrochen. Deshalb:

Nach dem Internorga-Besuch hatte ich geschrieben, der Trend zu Gold-Bier-Plörre-Zeugs habe sich erledigt, gestern sah ich mich ein klein wenig bestätigt.

In meinem Sky-Markt wurde nämlich jedem an der Kasse eine Flasche Krombacher extramild in die Hand gedrückt. Am Haltbarkeitsdatum lag es nicht, und dass die Aktion vom Markt kam, halte ich für ausgeschlossen. Was soll also eine so hilflos anmutende Promotion bewirken?

Ansonsten ist vielleicht noch erwähnenswert dass es jetzt von Verona auch Dirndl gibt, dass Microsoft aus Otto Walkes’ erstem Film geklaut hat:



und dass die Verfilmung von „Das Parfüm“ eine beeindruckende Stilleben-Sammlung ist, mehr aber auch nicht. Die Musik ist zugegebenermaßen großartig, aber das macht den Film nicht besser. Ok: Das Casting bekommt auch eine Eins mit Sternchen und zwei, drei Dinge gefallen mir auch noch, aber das war es jetzt auch wirklich.
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Wer aber auf viele tote nackte Mädchen steht, was ich nicht hoffen will, für den ist der Film natürlich ein Muss.

Now playing: Assamblage 23 – Naked

Mittwoch, September 13, 2006

Jäger der Gammler

Gammelfleisch? Anfänger. Wer auf der Jagd nach dem ultimativen Gammelkick ist, wird in Schweden fündig. Surströmming is the new Gammeldöner. Bzw. eigentlich ja nicht, aber meine Güte, man kann Gammeldinge auch totdiskutieren.

Now playing: Frank Sinatra – Send in The Clowns

PS: Dieser Beitrag ist tiefgründiger als er aussieht.
PPS: Nicht alles, was nach Zufall aussieht, ist auch einer.

Mittwoch, September 06, 2006

Kreuz-und-quer-Promotion is the new Cross-Promotion

Gerne wird ja kritisiert , wenn mal wieder eine wie auch immer geartete Promotion in die Binsen geht, weil sie einfach langweilig, unspektakulär und oft auch völlig verkopft daherkommt.

Hier heute mal nicht. Der Event Marketing Service in Wien hat sich etwas ausgedacht, das mich selbst in der hier oben hinterm am Deich noch fesselt. Und zwar eine Kopfgeldjagd. Das ist jetzt auf den ersten Blick soooo furchtbar spektakulär sicher nicht, aber hier geht es ums Detail. Bzw.: um die Details, denn ein paar mehr sind es schon.

Ach ja, eins vielleicht zwischendurch: dieser Beitrag kommt viel zu spät, das Ding läuft schon lange, registrieren lohnt sich trotzdem.

Die Jagd an sich findet im Life1.0 statt, sprich: in den Straßen Wiens. Auf der Homepage muss man sich zunächst als Agent registrieren und schon kann es losgehen. Als Hilfsmittel steht verschiedener technischer Schnickschnack bereit: GPS-Peilung, Video- und Audioüberwachung der beiden Spione, die es zu finden gilt galt.
(für alle Bilder gilt: Klick = groß)

Zugriff auf diese Hilfen bekommt man allerdings erst, wenn man in seiner „Agentenkarriere“ voran gekommen ist. Das passiert durch das Lösen verschiedener Aufgaben. Und diese Aufgaben haben nichts, aber auch gar nichts mit der allseits beliebten „Ohne Flei_ kein Prei_“ Nummer zu tun. Sondern vielmehr mit Nachdenken:
... mit Hardcore-Internet-Recherche:
Und mit ... Zeugs halt:
Begleitet wird die Jagd von „Mikro-Events“, wie der Buddelei nach Robbie-Tickets:
Und im Forum passiert total oldschool web1.0mäßig, was in Foren halt passiert.

So macht man Promotions, die Spaß machen. Nur eine Sache irritiert den Werber in mir ein klein wenig: Ich habe keine Ahnung, worum es eigentlich geht. Eigenpromotion denke ich mal. Vielleicht ist es aber ja auch nur aus Spaß an der Freud. Wien halt.

Now playing: Falco – Vienna Calling